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Artist: Crossfaith
Album: Wipeout
Erscheinungstermin: 26. Januar 2018
Label: UNFD
Gesamtlänge: 10:44 Min.
Link zur Band: http://www.crossfaith.jp/ 

Tracklist:

01. Wipeout
02. Inside The Flames
03. Vermillion Gold

Erst im August hatten Crossfaith ihre letzte EP "Freedom" veröffentlicht, auf der auch Rou Reynolds von Enter Shikari eine Gastauftritt hatte. Nun legt das Quintett aus Osaka mit seiner neuen 3-Track-EP "Wipeout" nach. Die Platte erscheint in Europa, Australien und UK über das australische Label UNFD sowie in Asien via Sony Music.

"'WIPEOUT' is about our future... No one can stop the future, so we chose to dive straight in. These new songs are the guide for where Crossfaith are going. 'Inside The Flames' is heavy and exciting, and 'Vermillion Gold' is super-fast and more technical. Japan is looking to the future. We will host the Olympic Games in 2020, which is the year that the legendary film AKIRA was set. Everyone cares about what’s coming next, and Crossfaith have decided to describe our music as images from the future. We want WIPEOUT to be the key to a new door in your mind." - Ken Koie (Vocals)

Der Titeltrack "Wipeout" wurde erst kurz vor Release der Platte als Musikvideo veröffentlicht und hat alles, was eine solide Electro-Metalcore-Nummer braucht. Eine fette Produktion, Synthies, Drive, ein tanzbares Tempo, ein subtiler Dubstep-Vibe mit modifizierter Stimme, aggressive Screams, eine cleane und gut mitsingbare Hook mit Populärmusik-Charakter.

"Inside The Flames" fängt dagegen schon etwas rotziger mit Oldschool-NuMetal-Zitaten an, bis der Song dann aber auch in den glatten Halftime-Refrain mit choralem "Ohohoooo"-Backgroundgesang umschwenkt. Dem entgegen setzt die Band dann aber wiederum einen etwas sperrigen Zwischenteil, der Break-lastig Frustration transportiert.

"Vermillion Gold" startet mit Streichorchester-Synthies, wie man sie u. a. von Betraying The Martyrs kennt und neben den teilweise Thrash Metal-lastigen Drums setzt die Band auf einen Trivium-esquen Doublebass-Refrain.

Fazit:

Eine ausgereifte Rezension bei nur drei Tracks zu schreiben ist eine Herausforderung. Man hat kaum Zeit, ein kreatives Konzept zu erkennen und einer musikalischen Linie folgen zu können. Die drei hier enthaltenen - zugegeben soliden - Songs sind in sich charakterlich alle recht unterschiedlich, ohne daß man das Gefühl hat, sie stammen nicht von derselben Band. Terufumi Tamano, der innerhalb der Band für das Programming zuständig ist scheint sich auf subtile elektronische Elemente zu beschränken und lässt dem Metalcore mit NuMetal- und Thrash-Einflüssen sehr viel Raum - und das wäre neben der glatten Produktion auch der einzige persönliche Kritikpunkt. Crossfaith schreiben sich "Electronia" auf die Fahnen, nutzen die Möglichkeiten jedoch sehr verhalten und auf typische Weise. Ein wenig mehr Mut, sich abzugrenzen und etwas auszuprobieren hätte der Platte vielleicht gutgetan. Wenn sie sich wünschen, daß die neue Platte der Schlüssel zu einer neuen Tür in unseren Gedanken ist, dann kann er auch ruhig mal hakeln und mit Gewalt herumgedreht werden. Nur so erinnert man sich an ihn.

Anspieltipps:

Bei drei Songs kann man sich ruhig alle Nummern anhören

3

Am 18. Februar ging's mit der Kamera in die Essigfabrik nach Köln zu Comeback Kid, Deez Nuts, First Blood und Hellions. Dank der großartigen Planung des Kölner Straßenbauamts inkl. nicht vorhandener Umleitungen fehlen hier leider weitere Vorbands.

Am vergangenen Freitag ist "Let Me Leave" der australischen Saviour via UNFD erschienen. Die Band um Frontfrau Shontay Snow und Shouter Bryant Best hatte bis dato "Pressure And Composure" und "Like This" veröffentlicht. Im Fokus stehen hier neben Post-HC-Riffs klar Shontays zerbrechliche und zarte, zurückhaltende Melodiestimme, die zum Ende einer Zeile gerne als Stilmittel eine Art Atemnot-Effekt einsetzt und damit ein Laid-Back-Feeling produziert, während Bryant dynamisch, druckvoll und rhythmisch phrasierend mit Screams und Growls arbeitet. Der Kontrast könnte kaum größer sein.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bo5nmuv7qgjf2662dnbesbl7giu?t=Let_Me_Leave_-_SAVIOUR

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Die australischen Melodic Hardcore-/Metalcore'ler House vs. Hurricane haben exklusiv für das diesjährige Heavy Music Gathering Festival vom 13. - 15. Januar 2017 des Labels UNFD (Unified) einen Song aufgenommen. "Give It Up" heißt das gute Stück und klingt gar nicht mal so verkehrt.

Wer noch schnell einen Flug nach Down Under buchen mag, hier ist das Line-Up 2017:

Alexisonfire
Violent Soho
Northlane
Every Time I Die
The Getaway Plan (Performing 'Other Voices, Other Rooms)
Thy Art Is Murder
letlive
House VS Hurricane
Bodyjar
Luca Brasi
Moose Blood
Storm The Sky
COUNTERPARTS
Deez Nuts
Trophy Eyes
King Parrot
Ocean Grove
SAVIOUR
Columbus
The Dirty Nil
Polaris
The Brave
Bare Bones
Justice For The Damned
Drown This City
Ocean Sleeper

Eventhttps://www.facebook.com/events/1635019406823932/permalink/1727312314261307/