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15 Songs stark ist die neue Platte der HardcoreJazzBluesImpro-Punks Monophonist aus dem erweiterten Kölner Raum, die heute via Laut Records erschienen ist. Die (studierten) Musiker Thomas Sauerborn (Drums, Vocals), Kenn Hartwig (Bass , Kontrasbass), Daniel Hölscher (Gitarre) und Jonathan Jonophon (Gesang, Saxophon, Synthesizer) haben in der Vergangenheit eher sperrige Kompositionen produziert, die es dennoch oder gerade deshalb auch auf die Bühne des Euroblast geschafft haben.

Als Einflüsse nennt die Band die großartigen Grace Will Fall, RefusedDave Brubeck, Herbie Hancock oder Sick Of It All. Und so wild, wie sich diese Liste liest ist nunmal auch der Sound der Band - mit einem Novum: Das neue Album "Über die Freiheit der praktischen Unvernunft" ist deutlich zugänglicher als vorherige Werke. Immer noch direkt, immer noch grenzenlos und bunt. Aber Sänger Jonathan lässt sich z. B. bei Tracks wie "Hauptstrom" zu echten Melodielinien hinreißen, während "Der Grenzstein ist kein schöner Anblick" zwischen Impro-Jazz und Noise-Punk pendelt, der aber auch überraschend um melodiereiche Chorusgesänge angereichert wird. Beim bluesigen Stück "[Das hast Du leider falsch verstanden, mein Freund]" sehe ich förmlich Daniels linken Fuß in verlebte Chucks gekleidet zum Takt wippen. Darüber hinaus hat die Platte allerlei (Sound-)Experimente, die vom Hörer entweder ein wenig Offenheit fordert oder jene bedient.

Soll heißen: Nichts ist unmöglich - im doppelten Sinne. Monophonist machen weiterhin, wonach ihnen der Sinn steht, haben aber die Harmonie für sich entdeckt. Und es wäre eine Schande, würden sie nicht wenigstens eine Show mit The Hirsch Effekt spätestens 2019 spielen.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Besceks3xqlid5yijvpy764td6m?t=Uber_die_Freiheit_der_praktischen_Unvernunft_-_Monophonist

Monophonist, das sind Thomas Sauerborn (Schlagzeug / Stimme / Container), Kenn Hartwig (E-Bass / Kontrabass), Daniel Hölscher (E-Gitarre / Jazzgitarre) und Jonathan Hoffmann (Stimme / Saxophon / Elektroschrott). Die Band aus dem erweiterten Kölner Raum hat vor einiger Zeit eine Crowdfunding-Kampagne für ihre neue Platte "Über die Freiheit der praktischen Unvernunft" gestartet, um die Produktion, Promotion und Shows finanzieren zu können.

Drei Jahre hat die Band, die der ein oder andere vlt. auch vom Euroblast kennt geschrieben und wieder einmal eine spannende und eigenwillige Mischung aus Hardcore, Punk, Jazz und Blues realisiert - und dieses Mal etwas eingängiger und zugänglicher. Die ersten drei Songs kann man bereits bei Startnext hören und dieses Potpourri soll möglichst viele Menschen erreichen, weshalb sie an einem bewährten Rezept festhalten möchten:

"Auf den Konzerten haben wir es bisher so gemacht, dass sich die Leute selbst überlegen konnten, wie viel sie für die CD bezahlen wollen. Weil das gut geklappt hat, werden wir es wahrscheinlich wieder so machen. Es geht uns darum, dass möglichst viele Leute Spaß an der Musik haben, nicht um Profit."

Hier geht's zur Kampagne inkl. der drei Tracks "Hauptstrom", "Der Preis der Freiheit" und "Geronticus Eremita". Und Achtung: Ihr könnt nur noch HEUTE unterstützen und aus diversen Kategorien Limitiertes oder andere Besonderheiten für Aug' und Ohr auswählen.