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Diesen Oktober also sollten sie stattfinden, die Nachholkonzerte der britischen The One Hundred, die im Juni ihr neues Album "Chaos & Bliss" via Spinefarm Records veröffentlichten. Mit im Gepäck haben sie am heutigen Montag für die Gäste im Blue Shell die ebenfalls aus England stammenden Bad Sign, die dem ein oder anderen bereits durch ihre Support-Slots für Black Peaks oder Hacktivist im benachbarten MTC bekannt sein dürften. Und auch die Band um Sänger Joe Appleford hat eine neue Platte draußen, die auf den Namen "Live & Learn" hört und via Basick Records erschien.

Das erste Mal hörte ich von The One Hundred übrigens durch ihr Iggy Azalea-Cover "Black Widow". Das liegt nun aber drei Jahre zurück und die Jungs haben die Nummer auch nicht mehr auf ihrem Zettel. Macht aber nichts, denn die neuen Songs können ebenso überzeugen.

Los geht's um kurz vor 21:00 Uhr dann aber erstmal mit einer satten Portion Alternative Groove-Rock von Bad Sign. An den Drums sitzt heute ausnahmsweise jobbedingt nicht Kevin, sondern Lewis von der britischen Band Press To MECO. Sänger Joe befindet sich gerade im "Sober October" und sammelt mit seiner Abstinenz, die ihm mehrfach betont in Deutschland wegen des "besten Biers der Welt" besonders schwer fällt Gelder für die Krebsforschung (sein angepeiltes finanzielles Ziel hat er übrigens erreicht). Musikalisch möchten die drei Herren heute nicht 100% zum Sound von The One Hundred passen, aber das Publikum scheint die Show dennoch zu begrüßen. Wer die Jungs bereits gesehen hat weiß, daß sie auch als Trio gut Abriss feiern können und das äußert sich in Spaziergängen durch's Publikum oder gar einem Tänzchen auf dem Tresen der Bar am anderen Ende des Clubs. Gitarrist Jonathan lässt ebenfalls gerne seinem heimlichen Punkrock-Ich freien Lauf und springt in hohen Sätzen über die Bühne. Der erwähnte Aushilfsdrummer Lewis macht seinen Job sehr gut, Joes Stimme kann auch ohne Hopfen-Schleier überzeugen. Die Zeit reicht sogar für eine Bro-Fist für den jüngsten Gast des Abends, geschätzte 10 Jahre jung, der mit seinem Vater(?) links am Rand die Show verfolgt. Gelungene Performance, erwartungsschürendes Warm-Up.

Gegen kurz nach halb Zehn betreten dann die musikalisch irgendwo zwischen Grime, HipHop, Rock und Punk angesiedelten The One Hundred die Bühne und es wird etwas kuscheliger vor der Bühne. Sänger Jacob trägt einen mutigen Haarschnitt, seine drei Mitstreiter haben sich seit der Show zusammen mit Don Broco kaum verändert. Publikumsnähe wird heute im kleinen Blue Shell großgeschrieben, anders als noch im Luxor, wo sie ein Graben von den Gästen trennte. Der Frontmann hält heute allerlei Tanzeinlagen für das Publikum bereit, singt und shoutet sich durch ein vielfältiges Set aus neuen und alten Songs. Und die Menge kann beinahe durch die Bank alles mitsingen. Apropos Menge: Wo es andernorts nervigen "Circle Pit!"-Ansagen bedarf, erledigen die Gäste heute jene Formation sowie Walls of Death von ganz alleine. Was für ein Gewusel :). Ein ambitionierter Teilnehmer animiert Umherstehende gar, ihn bei seiner Crowdsurfing-Aktion zu (unter)stützen - mit Bravour. Es werde keine echte Zugabe geben, sondern man bliebe einfach stehen, würde sich wieder umdrehen und den letzten Song spielen, teilen die Herrschaften sympathisch mit. Gen Ende betreten Jacob und Bassist Phil auch den Publikumsraum und zocken inmitten der Masse.
Nach der Show nehmen sich die Jungs auch noch Zeit für Photos und Autogramme mit den Fans am Merch-Stand.

Abschließend betrachtet war es ein runder Abend, trotz der musikalischen Differenzen, die aber alleine durch die Shows beider Bands kaum ins Gewicht fielen und für gute Unterhaltung sorgten. Keine Propeller-Kids, dafür freundliches und rücksichtsvolles Rumgeschubse mit Spaßgarantie. So können Konzerte gerne öfter sein.

Hier findet ihr die Photos der Show:

➡ The One Hundred ➡ Bad Sign @ Blue Shell, Köln, 16.10.2017 © 2017 www.quintenquist.com - Please tag this page/credit me...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Vorgestern erschien der neue Metal Hammer in der 90s Edition. Im Heft lag eine Compilation, die die seichte Enttäuschung über die aktuelle "Punk Goes Pop" Vol. 7 wettmachen könnte. “Metal Hammer Goes 90s” heißt die Zusammenstellung von Coversongs, bei der u. a. Stone Stour Rage Against The Machines “Bombtrack” und The One Hundred Incubus‘ “New Skin“ covern. Beide Tracks sind jetzt im Stream erschienen. Während sich die Briten ein ambitioniertes Ziel gesetzt haben (und leider ein wenig den Funk und Soul des Originals vermissen lassen), so schaffen es Stone Sour, eine verstaubte Nummer respektabel mit neuem Frust zu schmücken (was nach der eher enttäuschenden Hydrograd-Platte auch bitter nötig ist).

Tracklist:

Stone Sour – “Bombtrack” (Rage Against The Machine cover)
Halestorm – “Fell On Black Days” (Soundgarden cover)
Prophets Of Rage – “Shut ‘Em Down” (live) (Public Enemy cover)
Epica – “Replica” (Fear Factory cover)
Hatebreed – “Refuse/Resist” (Sepultura cover)
Powerwolf – “Night Crawler” (Judas Priest cover)
Enslaved – “Jizzlobber” (Faith No More cover)
Cult Of Luna – “Bodies” (Smashing Pumpkins cover)
36 Crazyfists – “We Die Young” (Alice In Chains cover)
Fleshgod Apocalypse – “Heartwork” (Carcass cover)
Whitechapel – “Strength Beyond Strength” (Pantera cover)
Palm Reader – “Bachelorette” (Björk cover)
The One Hundred – “New Skin” (Incubus cover)
Eighteen Visions – “March Of The Pigs” (Nine Inch Nails cover)
Were I Blind – “Enjoy The Silence” (Depeche Mode cover)

The One Hundred - New Skin (Incubus)

Stone Sour - Bombtrack (RATM)

The One Hundred sind im Oktober übrigens auf Tour in Deutschland:

16.10.2017 - Köln, Blue Shell
17.10.2017 - Hamburg, Hafenklang / Goldener Salon
18.10.2017 - Berlin, Maze

Nach "Dark Matters" haben die britischen Elektro-NuMetaller The One Hundred den nächsten Song vom am 02. Juni erscheinenden Album "Chaos + Bliss" (Spinefarm Records) veröffentlicht. "Monster" heißt die Rap-/Grime-beeinflusste Single und kommt mit Musikvideo. PreOrders? Hier entlang.

Live ist die Band demnächst hier unterwegs:

16.05.2017: Köln, Blue Shell
17.05.2017: Hamburg, Hafenklang
18.05.2017: Berlin, Maze

Photos ihrer Show als Support von Don Broco 2016 findet ihr hier.

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Die britischen Breakbeat-Rocker The One Hundred, die letztes Jahr Don Broco in Deutschland supported haben (Photos findet ihr hier) haben eine neue Single namens "Dark Matters" veröffentlicht. Raps, Screams, Drum 'n Bass-/Elektro-Beats, Disco-Synthies, Melodien und Schrammelgitarren...das Rezept ist bekannt, aber funktioniert auch einfach immer wieder.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bomyjrjymgnz26rqapw5gbazvz4?t=Dark_Matters_-_The_One_Hundred

UPDATE: Jetzt mit Video:

Demnächst kommen sie auf Minitour zurück nach DE, und zwar am 16. Mai nach Köln, am 17. Mai nach Hamburg und am 18. Mai nach Berlin:

The One Hundred Tour 2017

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Am Freitag hatte ich die Ehre, die mächtigen Don Broco photographisch begleiten zu dürfen. Als Support waren The One Hundred (UK) sowie Merge (F) angetreten und das Luxor in Köln platzte aus allen Nähten.

Den gesamten Bericht samt Photos (Auswahl) findet ihr bei www.time-for-metal.eu.

Don Broco am 21.10.2016 im Luxor, Köln