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Diese Woche Montag ging's für mich in die Live Music Hall nach Köln. Zwei großartige Long Branch Records-Bands hatten die Ehre, den Abend beim Nachholkonzert der britischen TesseracT zu eröffnen, die ihre Show am 09. November wg. des liegengebliebenen Tourbusses absagen mussten. Die Photos von Unprocessed (Wiesbaden), The Hirsch Effekt (Hannover) (die beide wie gewohnt eine großartige Show ablieferten) und erwähnten TesseracT - übrigens wiedervereint mit Sänger Daniel Tompkins - findet ihr bei MoreCore.de.

Fotos: TesseracT, The Hirsch Effekt und Unprocessed in Köln (26.11.2018)

Am 31. August erscheint das erste Hörbuch des The Hirsch Effekt-Sängers/-Gitarristen Nils Wittrock. Das Werk trägt den Titel "Wer jetzt noch umblättert ist selber schuld - 10 Jahre The Hirsch Effekt aus der Sicht von mir" und wurde ursprünglich niedergeschrieben (und in der Hörbuch-Version dann eben auch erzählt) von jenem Herrn Wittrock.

Diesen Monat vor zehn Jahren startete die Geschichte der Hirschen aus Hannover und seitdem spielten die Drei über 400 Konzerte und schufen vier herausragende Alben, während sie nebenbei u. a. auch noch als Studio- und Tourmusiker schufteten. Die Momente von den ersten Proben bis hin zur letzten, die gefühlt nie endende eigene Headliner-Tour durch Deutschland (Photos aus Düsseldorf findet ihr hier), Einblicke in die Backstagereignisse und Proberäume, all das beschreibt Nils in seinem via Crowdfunding ermöglichten Buch. Und da Hören (wenn man eine gute Erziehung genossen hat) immer noch leichter ist als Lesen, nimmt sich Nils die Zeit und gibt auf ca. 330 Min. 29 Geschichten aus dem Buch zum Besten, darunter so illustre Titel wie "Tanzenkotzen" oder "Überwälder Klangdressur".

Hier findet ihr den Bandcamp-Stream/-Download am Release-Tag.

Die 264 Seiten starke Hardcover-Ausgabe zum Umblättern könnt ihr für schlappe 20,00 EUR hier bestellen und mit etwas Glück erreicht sie euch sogar vor der Veröffentlichung des Hörbuchs.

Die Jubiläumstour startet am 07. September im Gebäude 9 in Köln (FB-Event).

 

 

Da ist er also gekommen, der 50. und letzte Tag (bzw. die letzte Show) der "Eskapist Tour" von The Hirsch Effekt. Und diese Mammut-Reise geht ausgerechnet in Düsseldorf und nicht gar in der Heimatstadt der Paarhufer - Hannover - zu Ende. Freude! Es ist meine dritte Show der Tour (und ich glaube, mein fünftes Konzert der Band insgesamt) und die Vorfreude groß.

Präsentiert von VISIONS, FUZE, SLAM, MORECORE, PRETTYINNOISE, FRITZ-KOLA und IMG Stageline hat der lokale Veranstalter Beer & Music diesen für die Landeshauptstadt musikalisch eher untypischen "Geheimtipp" (nach der Reise sollte sich das nun auch endgültig erledigt haben) in die altehrwürdige Punkzentrale der Altstadt Stone im Ratinger Hof geholt und meine Befürchtung, daß sich die oft zitierte und viel zu selten bewahrheitete "Rockcity" Düsseldorf bedeckt halten wird, widerlegte sich dann im Laufe des Abends aber überraschend und zum Glück. "Indielectropostpunkmetalmathcore" klappt also auch bei uns. Hervorragend.

Mind Like Hurricanes sind als Support wegen Krankheit leider zurückgetreten und Ancorae aus Monheim sind spontan für sie eingesprungen. Um 20:30 Uhr geht's dann los und Ancorae steppen hochmotiviert auf die Bühne, die Erfahrung aus diversen Live-Shows z. B. im Musikbunker Aachen, der Kölner Essigfabrik oder dem The Tube in der Altstadt im Gepäck. Die Vier um Sänger und Gitarrist Joe Sila präsentieren musikalisch und showtechnisch (Thrash)Metal(core) der Kategorie Trivium/Bullet For My Valentine und haben als Überraschung auch ihre aktuelle Platte "My Origin" erstmals als physischen Tonträger mit dabei. Solides Set und souveräne Einstimmung auf den Headliner.

Gegen 21:25 Uhr geht's dann weiter mit den Hirschen. Wie gewohnt und ein Muss ertönt "Like A Bridge Over Troubled Water" von Simon and Garfunkel als Intro und gerade heute treibt es einem die Gänsehaut auf die bebende Unterlippe. Moritz, Nils und Ilja machen am heutigen Abend wie gehabt keine Gefangenen. Soviel Energie und das nach 49 Shows. Und auch das Publikum versucht sich eingangs an einem Moshpit, erkennt aber schnell, daß die Polyrhythmik der Songs nicht sonderlich gut dazu geeignet ist, um sich durch den Laden zu schubsen. Mir soll es recht sein, kann ich die Musik der Drei so deutlich entspannter genießen. Wir sind ja keine 20 mehr^^.

"Einen schönen Club habt ihr, die Bühne ist ja schon...ziemlich klein." Der Vorschlag, daß sie einfach im Publikumsraum spielen und wir uns auf die Bühne stellen wird schnell verworfen. Aber trotz der Bühnendimensionen hält nichts Nils auch nur eine Sekunde an seinem Platz und auch Ilja wagt des Öfteren den Schritt auf den Egoriser mitsamt integrierter und beleuchteter Nebelkanone. Und auch Mo(ritz) nutzt gerne sein gesamtes Körpergewicht, um der Bassdrum nach einem Sprung in die Luft einen extra Kick mitzugeben.

"Jetzt kommt ein neuer Song, irgendwas mit 'X'...ich kann es selbst gar nicht aussprechen...Xaver." Und dann folgt - wer hat es erahnt? - die Kleinbürger-Prokrastinationshymne "Xenophotopia". Und an Ansagen spart die Band auch nicht. Nils merkt an, daß er sich gar nicht sicher sei, ob er heute Abend schon was gesagt habe (da Ilja eingangs die Kommunikation übernommen hat) und er blickt auf die zurückliegende Tour zurück mit den Worten "Moritz und ich hatten eine Menge Spaß. Und Ilja war auch dabei.". Ansagen wie diese bringen natürlich extra Sympathiepunkte, denn so ernst die Texte der Songs sind und so professionell und penibel die musikalische Umsetzung der studierten Musiker, so bodenständig und publikumsnah sind sie geblieben. Das ist die Mischung, die diese Band so besonders und liebenswert macht.

Hits wie "Berceuse" oder den Gänsehautgaranten "Inukshuk" vom aktuellen Album  "Eskapist" sind heute auf dem Speiseplan, ebenso wie massig ältere Nummern. Und das Publikum hat sich nicht zufällig hierher verirrt. Nein, in einem fort werden die Texte lauthals mitgesungen, mitgeschrien, miterlebt. Ein Traum. Der Egoriser scheint Nils irgendwann nicht mehr genug und er erklimmt eine am anderen Ende des Ladens stehende ca. 1,70m hohe Kiste, von der die Gäste schnell die leeren Bierflaschen abräumen, spielt von da mit Blick zur Bühne weiter.

Gegen 22:25 Uhr verlassen die Drei dann erstmals die Bühne. Eine Zugabe spielt die Band noch nach eindringlicher Bitte des Publikums und das Einzige, was heute irgendwie fehlt, ist Mos abschließender Sprung von seinem Drumkit was aufgrund der Deckenhöhe einfach unmöglich ist. Alles in allem ist dieser Abend ein wahrlich würdiger Tour-Abschluss mit vielen erinnerungswürdigen Momenten. Und wer mag kann auch noch kurz mit den Hirschen am Merch-Stand quatschen und sich allerlei Devotionalien signieren lassen, was auch von den Fans dankend angenommen wird.

Leider mussten die Herren relativ zügig wegen der anstehenden Party abbauen und abreisen, was man ihnen nach fast pausenlosem Touren seit Oktober 2017 auch gönnt. Danke und kommt bitte und gerne wieder!

Alle weiteren Photos findet ihr hier bei Facebook:

➡ The Hirsch Effekt ➡ ANCORAE @ Stone im Ratinger Hof, 10.03.2018 © 2018 www.quintenquist.com - Please tag this...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Sonntag, 11. März 2018

Kürzlich erfolgte die nächste Band-Ankündigung für das kommende Complexity Fest 2018 im niederländischen Haarlem. Zu großen Namen wie SikTh, Carnifex oder VOLA gesellen sich nun auch die folgenden Künstler am 23. und 24. Februar im Patronaat:

  • Dodheimsgard (Als Black Metal-Band in den 90ern gestartet, spielen sie heute experimentellen und atmosphärischen Avantgarde Metal)
  • Sithu Aye (Den britischen Solo-Künstler mit seinem instrumentalen "Happy Progmetal" kennen einige unter euch vlt. bereits von meiner Seite, z. B. von hier)
  • The Hirsch Effekt (Ihr aktuelles Album "Eskapist" schaffte es in meine Top 5 des Jahres 2017 und auch live ist das Artcore-Trio ein Erlebnis)
  • Toska (Instrumentaler Ambient Progressive Metal aus Brighton, UK)
  • Cabal (Beheimatet auf Long Branch Records, bei dem auch The Hirsch Effekt, Agent Fresco oder Uneven  Structure zuhause sind spielen die Kopenhagener Prog-Death, scharf wie ein Sturm Brotschneidemaschinen)
  • Barst (Das belgische Kollektiv spielt genreübergreifende Songs, wie es den Musikern eben in den Kram passt und bezeichnet das Ergebnis als “Wahnsinnsmusik”. Live wechselt die Besetzung jedes Mal, um ein einmaliges Erlebnis zu garantieren)
  • The Voynich Code (Die Portugiesen fanden hier auch bereits Erwähnung und werden mit ihrem Technical Progressive Deathcore sicher für viele lachende Gesichter sorgen :))
  • Knalpot (Das Amsterdamer Duo wird sicherlich zu den verrücktesten Erlebnissen des Wochenendes zählen. Electro, Dub, Post-rock, Ambient und Jazz sind die Pfeiler der experimentellen Musik, die live virtuos an diversen Instrumenten performed wird. Sie selbst sagen: "a motorbike race between Squarepusher, Radiohead and Clark". Man darf gespannt sein)
  • The Dali Thundering Concept (Die Pariser Mathmetal/-core kennen einige vlt. noch vom Euroblast oder dem UK Tech Fest)
  • Helium Horse Fly (Mit der Sängerin Marie Billy am Mikro und den Keyboards klingt das, was die Lütticher über sich selbst sagen extrem spannend: "Avant-garde experimental rock, venomous noise music, progressive baroque hardcore")
  • Chiraw (Die Niederländer melden sich nach einer Pause live zurück und performen Teile ihres kürzlich erschienen Albums "Machinarium". Musikalisch bedient man sich an Elementen aus Death und Industrial Metal, durch die Band selbst wie folgt beschrieben: "heavy, energized, brutal riffs, industrial atmospheric samples, crystal clean melodies, killer shouts and ground pounding beats")

Drei weitere Bandbestätigungen stehen noch aus.

Bereits bestätigt:

  • SikTh
  • Carnifex
  • John Frum (aktuelle und ehemalige Mitglieder von The Dillinger Escape PlanThe FacelessJohn Zorn)
  • Three Trapped Tigers
  • God Mother
  • Ulsect (ehemalige Mitglieder von Dodecahedron und Textures)
  • Blanck Mass (UK)
  • VOLA (DK)
  • Oceano (USA)
  • Employed To Serve (UK)
  • Aversions Crown (AUS)
  • PoiL (FR)
  • DISENTOMB (AUS)

Tagestickets gibt es für 20 EUR (Freitag) und 35 EUR (Samstag). Die Wochenend-Tickets gibt es hier.

Hardfacts:
Complexity Fest
23. (ab 18:00 Uhr) und 24. Februar (bis 04:00 Uhr) 2018
Patronaat Haarlem, Niederlande (Adresse)
Info & Tickets
Facebook-Event

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Weil beim Euroblast immer alles anders ist, geht's auch hier jetzt einmal rückwärts. Das grandiose Festival in der 13. Ausgabe liegt jetzt eine Woche zurück und so langsam lichten sich die Photo-Dickichte. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen und die Erinnerung wieder wachzurütteln, geht's heute mit Tag 3 und den dazugehörigen Bildern los. Highlight war neben dem Headliner Devin Townsend sicher das Ibanez-Gewinnspiel, das neben Veranstalter John von der Evanescence-Gitarristin Jen Majura präsentiert wurde. Und natürlich sei das Finale zu erwähnen, bei dem sich die gesamte Crew im Beifall des Publikums vollkommen gerechtfertigt und mehr als verdient baden darf :).

Los geht's aber mit Benjamin Lechuga, dem Überraschungsgast, der den tba-Slot kurzfristig bedienen darf. Der aus Chile stammende Gitarrist hat Drummer und Bassist mit im Gepäck und motiviert die frühen Vögel im Keller der Essigfabrik mit "Are you drunk already?"-Ansagen, zum Heavy Fusion-Funk zu tanzen, den das Trio zelebriert. "I want you dancing!" und so soll es auch geschehen. Auf der Hauptbühne geht es mit den deutschen Metasphere weiter, die eine Art Technical Death Metal spielen und ohne Bassist für mich etwas schwach klingen. Zurück in der Elektroküche poltern derweil schon Atlin aus der Bonner Ecke stammend los. Sie witzeln, sie würden Emocore machen, korrigieren aber dahingehend, daß sie einfach machen, wozu sie Lust haben. Daß es mit sechs Leuten auf der kleinen Bühne etwas eng werden könnte, lösen die zwei Sänger (ein Shouter, ein Shouter/Clean-Vocals) durch Egoriser vor der Bühne. Musikalisch gibt's progressiven Metalcore, thematisch stehen Liebe und Miteinander ganz oben auf der Liste und auch 30 exklusive Refugees Welcome-Shirts hatte die Band im Gepäck.

Oben haben derweil Ghost Iris aus Dänemark ihre Position eingenommen. Das aktuelle Album "Blind World" gilt es zu promoten und Jesper und seine Jungs geben Vollgas. Die Halle ist an diesem zugegeben harten dritten Tag (wer Car Bomb, Frontierer und Co. am Samstag überlebt hatte, konnte sich glücklich schätzen) endlich voller und die müden Geister sollten spätestens zum letzten Song der Kopenhagener erwacht sein. Ganz großes Kino gibt's dann im Keller des Gebäudes mit A Kew's Tag - und das ahnten scheinbar auch einige andere, denn der Raum ist rappelvoll und man bestaunt großartigen Progrock mit Akustikgitarre. Auch Bassist Alexander ist Weltklasse. Ach, einfach alles an diesem Auftritt, bei dem auch mal Melodien durch's Mikro gepfiffen werden ist phantastisch. Voices From The Fuselage mit Ashe 'O Hara, der kurzzeitig bei TesseracT das Mikro bedienen durfte sammeln sich mittlerweile in der Halle und spielen einen soliden, aber für mich persönlich eher unspektakulären Auftritt.

Also wieder runter ins Basement und gucken, was Second Horizon so anstellen. Der Keller hatte sich kaum geleert und so gibt's hier Schulter an Schulter instrumentalen Progmetal mit Djent-Anleihen in kuscheliger Atmosphäre. Die Franzosen von Kadinja habe ich dieses Jahr bereits beim Complexity Fest sehen dürfen, damals noch ohne Basser. Zwischenzeitlich schien man eine Dame für den Posten engagiert zu haben, heute jedoch steht Quentin am Tieftöner - und es ist eine Quasi-Rückkehr, da er bereits früher als Gitarrist der Band tätig war. Die Halle füllt sich auch stetig, die Temperaturen steigen, weshalb sich Drummer Morgan dann auch zur Hälfte des Sets seines Shirts entledigt. Die Pariser liefern eine technisch ausgereifte Show und haben sich ihren Slot auf der Hauptbühne sichtlich verdient. Im Keller stehen nun Nameless Day Ritual aus Bulgarien bereit...naja, fast. Man hat zuerst Tonprobleme, was aber eher an der eigenen Hardware zu liegen schien und dann ist ihr mitgereister Videograph, der entweder ständig im Sichtfeld des Publikums steht oder irgendwelche Flächen auf dem Boden abklebt ein wenig störend im Gesamtbild des Auftritts. Der Aufritt, der mit zehn Minuten Verspätung beginnt wurde per iPad live gestreamt. Wenn's denn sein muss? Mir bleibt die wenig aufregende Jinjer-Kopie leider als unsympathisch in Erinnerung. Mal sehen, was da noch folgt.

Nach der Nummer dann aber die Vorfreude auf das ganz große Kino. The Hirsch Effekt auf der Hauptbühne, nach einem Jahr Pause endlich zurück und im Gepäck haben die drei Hannoveraner ihr neues wunderbares Album "Eskapist". Nils, Mo und Ilja müssen nicht viel tun, die Halle kocht von ganz alleine. Auf Tuchfühlung mit der ersten Reihe zu gehen, lässt sich Nils dennoch nicht nehmen. Und auch Drummer Mo springt rituell zum Ende des Sets von seiner Bassdrum. Zugabe-Rufe müssen leider durch die Pausenmusik verstummt werden. Wer aber mehr sehen möchte: Die Band geht gerade erst auf große(!) Tour durch Deutschland. Im Keller gibt's nun Instrumental Post Prog Rock/Metal mit Eschar. Und obwohl die Halle bei den Hirschen recht voll war und man als Besucher ein paar Minütchen braucht, um in den Keller zu gelangen, ist der Raum schon recht voll. Meine Notizen verraten mir "episch" und "Musik zum Zugucken" (und Zuhören, versteht sich) und das ist es auch.

Der heimliche Headliner sleepmakeswaves aus Australien steht derweil schon bereit, die Halle zum Beben zu bringen. Extrem dynamisch unterwegs für Postrock sind die Jungs aus Sydney, die gerade auf großer Europa-Tour sind. Im Photograben der vollen Halle kann man den Fabrik-Duft der nigelnagelneuen Nike Air Max von Gitarrist Otto während seiner agilen Rumrennerei riechen XD - nach DER Show vermutlich war's das dann aber auch ;). Mit Ansagen wie "This song is very important to us, think of somebody you love" kündigen die Jungs ihre instrumentalen Songs zwischendurch an und trotz des ziemlich harten und für Postrock eher untypischen Sounds des Dingwall-Basses von Alex bleibt die Atmosphäre erhalten. Ihr Cover von Robert Miles' "Children" kündigt die Band witzelnd als Bewerbungssong für die Playlist des australischen Radiosenders triple J an, betitelt die Nummer aber als "Faith" von George Michael. Humor habe sie ja ;).

Nach soviel Spaß gibt's im Keller wieder auf die Kauleiste. Make Me A Donut leiten ihr Set erst instrumental mit beinahe mathematischen Stakkato-Fragmenten ein, bis dann Shouter Valentin die Bühne betritt und ein gutturales Feuerwerk entzündet^^. Die Riffs des technischen "Swiss Progressive Metal" sind zwar knüppelhart, lassen aber auch hier und da Raum für melodiöse und straightere Parts. Dann ist es soweit - Heavy Devy, der im Sommer auch überraschend auf dem Eier mit Speck Festival in Viersen spielte (und zu dem es noch weitere Galerien geben wird) schließt die Hauptbühne am dritten Tag und damit auch das 13. Euroblast Festival. Musikalisch ausnahmslos und ohne Frage hochprofessionell liefern Devin und seine Band Song für Song ab, immer mit genügend Luft dazwischen, um Geschichten zu erzählen oder Witze einzustreuen.
Als Grund für seine Peniswitz-Affinität gibt er Nervosität an, was ihn ja irgendwie nochmal sympathischer macht, berücksichtigt man, das der Gute jetzt seit Mitte der 90er Jahre auf den Bühnen steht - und nicht auf kleinen. Durfte ich ihm während des erwähnten Festivals noch einen Ballon zwischen die Zähne stecken, so entscheidet er sich heute, jenen mit seinem Allerwertesten zum Platzen zu bringen.
Zu "Kingdom" whoot das Publikum (Twelve Foot Ninja, was habt ihr da nur getan?!) in den instrumentalen Pausen und die Band kann kaum mehr an sich halten und lacht sich sichtlich schlapp. Damit der Song aber irgendwie zu Ende gebracht werden kann, instruiert Devin Townsend die Gäste, an einer geeigneten Stellen damit weiterzumachen - was sie tun und das sogar gefühlt lauter als die Musik aus den Boxentürmen. Mehr bleibt mir nicht zu sagen - man muss es erlebt haben.

Das Euroblast 2017 war wieder ein definitives Highlight und für manche sicher sogar DAS Highlight (erst im Nachhinein habe ich festgestellt, wieviele UK Tech Metal Festival-Fans die Anreise zum Euroblast auf sich genommen haben). Musikalisch sehr breit, spannend und qualitativ hochwertig aufgestellt, top organisiert (vielen Dank allen Helfern und der Security!), Spaß an allen Ecken und Enden, viele alte und neue Freunde getroffen - das ist mein persönliches Fazit, das sich sicher mit dem Erlebten des ein oder anderen decken wird. Danke ans gesamte Team, die Bands, Fans, Photographen, Magazine, Aussteller, Techniker, Caterer...um es mit dem vielleicht am häufigsten benutzten Wort des Wochenendes abzuschließen: "OUI!"

Die Photos des dritten Tages findet ihr jetzt vorerst bei Facebook (und irgendwann auch hier auf der Seite). Liken, teilen und Feedback sind natürlich gerne gesehen und erwünscht :).

Euroblast XIII @ Essigfabrik Köln, Day III 01.10.2017, ➡ Devin Townsend ➡ sleepmakeswaves ➡ The Hirsch Effekt ➡ Kadinja ...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Sonntag, 8. Oktober 2017

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Nach ihrem fulminanten Auftritt auf dem diesjährigen Euroblast geht's direkt weiter mit bewegenden Bewegtbildern der Hirsche. Die Hannoveraner haben sich den Song "Berceuse" aus dem aktuellen grandiosen Album "Eskapist" geschnappt und von André Schlechte visualisieren lassen.

Auf Tour sind The Hirsch Effekt hier:

12.10. Kiel - Die Kieler Schaubude
13.10. Treibsand - Lübeck
14.10. EXIL Göttingen
15.10. Glashaus Bayreuth
17.10. Berlin - Nuke Club
18.10. Scheune Dresden
19.10. Rosenkeller e.V. Jena
20.10. Felsenkeller Leipzig
21.10. Kulturzentrum KFZ Marburg
25.10. Weinheim - Café Central
26.10. Karlsruhe - jubez
27.10. Frankfurt - DAS BETT
28.10. Stuttgart - Club Zentral
29.10. Lindau - Club Vaudeville
30.10. Augsburg - Soho Stage
31.10. Backstage München
02.11. AT, Viper Room Vienna
03.11. Freiburg - Crash Musikkeller
04.11. CH, St. Gallen - Grabenhalle
06.11. Ulm - Club Schilli
07.11. Nürnberg - Z-Bau
08.11. Mainz - Kulturclub Schon Schön
09.11. MusikZentrum Hannover
10.11. Bremen - Kulturzentrum Lagerhaus
11.11. Hamburg - Molotow
30.11. Chemnitz - Atomino
01.12. Magdeburg - Insel der Jugend
02.12. Halle/S. - Hühnermanhattan Klub
07.12. Musikbunker Aachen
08.12. Alte Post Emden
09.12. Club Hanseat Salzwedel
14.12. Oberhausen - Druckluft
15.12. Moers - Bollwerk 107
16.12. Köln - MTC Cologne

Tickets gibt es unter http://tickets.thehirscheffekt.de

Eigentlich wollte ich ja effizienter beim Schreiben von Reviews werden, aber das neue The Hirsch Effekt-Album "Eskapist" (Long Branch Records) hat es einfach verdient, mit einer besonderen Rezension bedacht zu werden. Das ganze Ding findet ihr bei Time For Metal bzw. nachfolgendem Link:

The Hirsch Effekt – Eskapist

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Heute nun erscheint das neue Album "Eskapist" (Long Branch Records) der Hannoveraner Berufsirren The Hirsch Effekt. Mit "Lifnej" und "Inukshuk" konnte man zwei recht konträre Nummern vorab auf sich wirken lassen. Zehn weitere Songs zwischen Pop, Prog, Art, Hard- und Mathcore - und das wie gehabt auf Deutsch - freuen sich auf eure offenen Ohren. Im Herbst/Winter ist die Band auf ausgedehnter Tour. Und live lohnt es sich noch mehr. Wirklich.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bdoe2ouol6lt7zd62fjqeiqgx3q?t=Eskapist

 

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Nach "LIFNEJ" folgt nun die neue Single der Artcorecrossover-Weirdos The Hirsch Effekt - und sie trägt erneut einen kryptischen Namen. "INUKSHUK", das episch, komplex, poppig, atmosphärisch daherkommt stammt vom am 18. August erscheinenden Album "Eskapist", das via Long Branch Records das Licht der Welt erblicken wird (ein Review werdet ihr vor VÖ bei Time For Metal und hier finden). Ein passendes Video folgt sicher im Laufe des Tages, mag man den Ankündigungen auf Facebook glauben.

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Am 18. August erscheint "Eskapist" (Long Branch Records), das neue Album der Hannoveraner The Hirsch Effekt, ihres Zeichens studierte Musiker und Vollwahnsinnige. Ilja, Moritz und Nils haben wieder tief in die Trickkiste gegriffen und ein weiteres Stück Artcore geschaffen, das durch Progressive Metal, Pop und Postrock-Anleihen glänzt. Bekommt man hier zu Beginn satt auf's Fressbrett, gönnt die Band dem Hörer zur Mitte hin dann doch ein wenig ihrer typischen epiksatten Harmonien und beschreitet den akustischen Gipfel in Post Rock-Stiefeln. Anstrengend? Mitnichten. Bereichernd? Ja.

Die Band ist außerdem auf Tour:

12.10. Kiel -Schaubude
13.10. Lübeck - Treibsand
14.10. Göttingen - Exil
17.10. Berlin - Nuke
18.10. Dresden - Scheune
19.10. Jena - Rosenkeller
20.10. Leipzig - Felsenkeller
21.10. Marburg - KFZ
25.10. Weinheim - Cafe Central
26.10. Karlsruhe - Jubez
27.10. Frankfurt - Das Bett
28.10. Stuttgart - Goldmarx
29.10. Lindau - Club Vaudeville
30.10. Augsburg - Soho Stage
31.10. München - Backstage
03.11. Freiburg - Crash
06.11. Ulm - Club Schilli
07.11. Nürnberg - Z-Bau
08.11. Mainz - Schon Schön
09.11. Hannover - Musikzentrum
10.11. Bremen - Lagerhaus
11.11. Hamburg - Molotow
07.12. Aachen - Musikbunker
08.12. Emden - Alte Post
09.12. Salzwedel - Hanseat
14.12. Oberhausen - Druckluft
15.12. Moers - Bollwerk
16.12. Köln - MTC

Festivals:
14.07. Hamburg - Wutzrock
15.07. Speyer - Hallenbeben Open Air
03.-05.08. Wacken - W:O:A
15.09. Kummerfeld - Ackerfestival
29.09.-01.10. Köln - Euroblast