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Heute - nach 13 langen Jahren - ist das neue Album der Satanic Surfers erschienen, einer der schwedischen Melodycore/Skatepunk Bands. Mein Fazit zu "Back From Hell" (Regain Records) konntet ihr ja bereits hier nachlesen.

Bei den üblichen Streamingdiensten ist das Album noch nicht zu finden. Bei Bandcamp, was hinsichtlich der Einnahmen deutlich besser für Musiker ist  könnt ihr die Platte aber streamen und bei Gefallen auch downloaden.

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Artist: Satanic Surfers
Album: Back From Hell
Erscheinungstermin: 13. April 2018
Label: Regain Records
Gesamtlänge: 30:21 Min.

Tracklist:

1. The Usurper
2. Catch My Breath
3. Self-Medication
4. All Gone To Shit
5. Ain't No Ripper
6. Madhouse
7. Going Nowhere Fast
8. Paying Tribute
9. Pato Loco
10. Back From Hell

Da liegt sie also vor mir bzw. habe ich sie im Player, die neue Satanic Surfers mit dem bedeutungsschwangeren Titel "Back From Hell". 13 Jahre war es still um Rodrigo Alfaro & Co., zwischenzeitlich am Mikro bei Venerea und Atlas Losing Grip und zwei EPs und zwei großartige Alben später mit letztgenannter Band geht's zurück zu den Ursprüngen. Gegründet 1989 gehören Satanic Surfers zum alten Eisen der schwedischen Melodycore/Skatepunk-Szene.

Mit "Back From Hell", das am 13. April via Regain Records erscheinen wird wollen die fünf Musiker beweisen, daß sie zwar ein paar Jahre auf dem Buckel, aber noch lange nichts verlernt haben.

Los geht's mit "The Usurper", was übersetzt ungefähr soviel heißt wie Eindringling oder Thronräuber. Und der Opener hat bereits alles, was eine gute Punkrock-Nummer braucht. Treibende Uptempo-Parts, clevere rhythmische Spirenzchen (die mich teilweise an All-Zeiten erinnern), ein kleines Gitarrensolo, Highspeed-Drums mit Snaredrumkessel-Percussion-Einlage, wilde Bassläufe, Gangshouts, top Gesangsmelodien. Puh, verstanden, Satanic Surfers are back.

"Catch My Breath" zieht das Tempo nochmals an. Die Metal-Gitarrenparts könnten glatt von Fletcher (Pennywise) stammen.

"Self-Medication" mit seinen verschobenen Betonungen und dem Ooooozin' Aaaah-Refrain rezitiert den klassischen Punkrock, der das Genre Anfang/Mitte der 90er in die breite Masse katapultiert hat.

"All Gone To Shit" bedeutet nicht, daß alle das stille Örtchen aufgesucht haben, sondern reflektiert Rodrigos Frust über...die Musikindustrie? Von Blaupausen ist da die Rede, von schwachem Selbstbewusstsein, von überraschungsbefreitem Einheitsbrei. Nach beinahe melancholischem Bassintro gibt's dann aber wieder auf die Zwölf. "Ain't No Ripper" ist mit 01:52 Min. der direkteste Song der Platte und überzeugt mit Oldschool-Vibes. "Madhouse" prangert die Führung der amerikanischen Politik an und nutzt als Überraschungselement den bekannten rhythmischen Teil von "Who Let The Dogs Out", während die Nummer zur Mitte mit Doppelgitarren-Riff und beschwingtem Shuffle-Part auflockert.

"Going Nowhere Fast" ist das, was Teil des Titels ist: schnell. Wahwah-Gitarrensolo und Hochgeschwindigkeitsdrumming...Party like it's 1999! "Paying Tribute" kommt Bad Religion-gleich daher, ja wären da nicht die anspruchsvollen Betonungen, Metalgitarren oder das Bass-"Solo". "It's just too much Scooby Doo" ist eine Textzeile, die so schnell nerven kann, wie sie zum Mitsingen anregt.
Bei "Pato Loco" stelle man sich im Intro Rodrigo vor, auf der Bühne stehend, die Metalkralle gen Vollmond reckend mit pathetisch-verzerrtem Gesicht. Das anschließende Riff groovt, wie Punkrock grooven kann. Die eher stilitisch denn inhaltlich genutzten Vocals im Hintergrund sind dann auch der einzige gesangliche Bestandteil der sonst eher als instrumental zu bezeichnenden Nummer.

Mit dem Titeltrack "Back From Hell" geht's dann "langsam" dem Ende zu. Aus der hibbeligen Strophe leitet die Nummer in eine straighte Bridge, die wiederrum von einem hakeligen Refrain gestoppt wird. Der C-Teil ruft dann akustisch wieder zum gemeinsamen Schunkeln auf.

Fazit:

Mit "Back Grom Hell" haben die Satanic Surfers bewiesen, daß sie weder müde noch uninspiriert sind. Auch wenn die Platte komplett von Rodrigo geschrieben wurde, so dient es sicherlich der Homogenität, macht sie aber weder langweilig noch hat man das Gefühl, der Rest der Bande wäre nur Aushilfskraft. Bei all den rhythmischen Frickeleien fällt es nicht so leicht, Hits wie "Armless Skater" zu identifizieren, aber wann bekommt man mal die Chance, ein Punkrock-Platte in Händen zu halten, die nicht zwingend beim ersten Durchgang im Ohr bleibt und dann aber auch beim zweiten schon langweilt?! Daß Punrock wieder en vogue ist hat seine Berechtigung und die Satanic Surfers verdienen ihr Stück vom Kuchen, besonders, weil sie verglichen mit so mancher Nachwuchskapelle eine herausragende technische Fertigkeit an den Tag legen.

Im April, Mai und Winter könnt ihr euch auch live vom neuen Album überzeugen:

30.04. - Hannover, Lux (ausverkauft)
05.05. - München, Backstage
31.10. - Kiel, Die Pumpe
01.11. - Berlin, SO36
02.11. - Köln, Helios37
03.11. - Frankfurt, Das Bett
04.11. - Hamburg, Knust

Anspieltipps:

The Usurper, Going Nowhere Fast, Catch My Breath

Auf "Catch My Breath" folgt am heutigen Freitag nun Single Nummer 3 aus dem Hause Satanic Surfers. "Self-Medication" heißt der straighte Mid-Tempo Punkrock-Song, der mit einem beschwingten Mittelteil überrascht, in dem beinahe so etwas wie Rap-Vocals vorkommen. Die Live-Photos im Diashow-Video stammen vonder spanischen Photographin Silvia Diez (Missaghast Photography).

"Back From Hell" erscheint dann kommenden Freitag (13. April) via Regain Records und vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

Satanic Surfers auf Tour:

30.04. Hannover, Lux (ausverkauft)
05.05. München, Backstage
31.10. Kiel, Die Pumpe
01.11. Berlin, SO36
02.11. Köln, Helios37
03.11. Frankfurt, Das Bett
04.11. Hamburg, Knust

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Nach "The Usurper" haben Schwedens finest Skatepunks Satanic Surfers nun die zweite Nummer des kommenden Albums veröffentlicht. "Catch My Breath" kommt als Proberaumvideo - und Sänger Rodrigo Alfaro beinahe zu spät. Das wären 5 Euro in die Bandkasse gewesen^^

"Back From Hell" erscheint am 13. April via Regain Records und vorbestellen könnt ihr die Scheibe hier.

Satanic Surfers auf Tour:

30.04. Hannover, Lux (ausverkauft)
05.05. München, Backstage
31.10. Kiel, Die Pumpe
01.11. Berlin, SO36
02.11. Köln, Helios37
03.11. Frankfurt, Das Bett
04.11. Hamburg, Knust

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Die schwedische Skate Punk-Legende Satanic Surfers meldet sich nach 13 Jahren mit einer neuen Single zurück. "The Usurper" heißt die Nummer, die kein bißchen leiser ist als das, was die Band seit 1989 ausmacht. Sänger Rodrigo Alfaro hatte sich zwischenzeitlich ja mal an den phantastischen Atlas Losing Grip (R.I.P.) versucht. Die neue Single für seine ursprüngliche Band schrieb er alleine, Musik, sowie Text. Das dazugehörige Album "Back From Hell" erscheint am 13. April via Regain Records. Vorbestellen könnt ihr die Scheibe hier.

Das Bildmaterial aus dem Berliner Cassiopeia im "Video" stammt von der Konzertphotographin Eleonora Chatzopoulou aka Dearohwell.

Live gibt's die Band im Winter hier:

31.10. Kiel, Die Pumpe
01.11. Berlin, SO36
02.11. Köln, Helios37
03.11. Frankfurt, Das Bett
04.11. Hamburg, Knust