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Via Epitaph Records ist heute die neue Parkway Drive-Platte "Reverence" erschienen. Wie auch "IRE" sorgten die ersten Singles für gespaltene Lager. Sänger Winston McCall nahm in den letzten Jahren Gesangsunterricht und soll dies' auch auf der vorliegenden Scheibe ausspielen. "Cemetery Bloom" mit seinem verhallten Drumkit, den Streichern und den Flüstervocals sowie den Chören könnte glatt ein Intro einer finnischen Fantasymetal-Band sein. "I Hope You Rot" wartet mit lupenreinen 80s Hardrock Riffs auf, die Halloween nicht besser hätten schreiben können und was sich die Band beim Refrain gedacht hat...auch wenn der Song von Kindesmisshandlung in der Kirche stammt, ist das Thema klanglich vlt. etwas plakativ interpretiert.

Bei "Shadow Boxing" singt McCall wahrlich - und rappt. Kann man mögen, muss man nicht. Bei der letzten Nummer "The Colour Of Leaving" - mehr ein Outro als ein "echter" Song - singt der Frontmann ebenfalls und durch das Düstere, unterstützt durch Streicher, erinnert mich die Nummer an gewisse Passagen der "Sing The Sorrow" von A.F.I.

Was allgemein auffällt: Parkway Drive schrammeln(!) sich durch zehn Songs und bleiben weit weit hinter ihren technischen Möglichkeiten, setzen auf Hardrock- und Fantasymetal-Elemente und wo der Song ggf. zu soft werden könnte, wird fix ein simpler Breakdown eingebaut. Allgemein klingen die Vocals durch den übermäßigen Stille Post-Einsatz häufig wie die der letzten von Kritikern und Fans zerrissenen King810-Platte, speziell beim Track "Alpha & Omega". Hört einfach rein, macht euch selbst ein Bild.

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https://play.google.com/music/m/Bm3bepnbxnbthzxopyzklvy2ebq?t=Reverence_-_Parkway_Drive