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Vergangenen Montag, den 14. Oktober ging's für Time For Metal ins Kölner Palladium zu etwas Altem und etwas Neuem: Three Days Grace, seit 1997 umtriebig und verantwortlich für Hits wie "I Hate Everything About You" sowie die Durchstarter Bad Wolves beehrten die Domstadt und das muss natürlich dokumentiert werden.

Three Days Grace + Support am 14.10.2018 im Palladium, Köln

Passend zum Release ihres aktuellen Albums "Proper Dose" sind The Story So Far aktuell auf Promo-Tour und haben hierzu die mächtigen Citizen sowie All Get Out im Gepäck, die am 02. November diesen Jahres ebenfalls ihr neues Album "No Bouquet" (Equal Vision) veröffentlichen.

Los ging's mit dem deutschen Ableger der Tour am Dienstag in Köln im ausverkauften Gebäude 9, einem der wenigen verbliebenen mittelgroßen Venues der Domstadt, die Clubatmosphäre versprechen. Zeitig starteten All Get Out, die laut Facebook-Bio nur aus Nathan Hussey (Gesang und Gitarre) sowie Kyle Samuel (Gitarre) bestehen. Auf einen Bassisten sowie einen Drummer verzichtete man aber dennoch nicht. Irgendwo zwischen gemäßigten Thrice und Moose Blood würde ich den Sound des Duos ansiedeln. Kyle Samuel, der auch als Session- und Live-Gitarrist arbeitet und der Country Music-Szene Texas' verbunden ist, hatte sichtlich Spaß daran, live zu spielen und man sah ihm seine Routine (auch aus Shows mit seiner früheren Band The Rocketboys, die bereits für Twenty One Pilots den Opener mimten) deutlich an.

Als nächstes durften Citizen ran. Die Band hat auf der aktuellen Tour ihr 2017er "As You Please" (Run For Cover Records) im Gepäck, eines der für mich besten Alben des Jahres. Und schlagartig wurde es unruhiger im Publikum. Neben Songs des erwähnten Albums fand sich auch die Post-HC Hymne "Sleep" auf der Setlist wieder und die ersten Crowdsurfer riefen zum kollektiven Wettspringen während des mitreißenden Sets. Sänger Mat, dem seine Fitness deutlich anzusehen ist hielt dann und wann auch bereitwillig das Mikro ins Publikum, um dem geneigten Fan seine five seconds of fame zu ermöglichen.

Der Headliner The Story So Far gab anschließend 15 Songs von vier Alben zum Besten und im Publikum gab es kein Halten mehr. Ohne Graben vor der Bühne und Security hatten die Gäste es leicht, die Bühne entweder selbst zu erklimmen oder bodysurfend dort aufzuschlagen. Abgesehen von einem fragwürdigen Sprung mit den Knien voran, einer blutigen Nase durch einen Ellbogen und einem umgefallenen Mikrophon (mehr fiel mir nicht auf) lief der Abend aber überraschend human ab. Sänger Parker Cannon, der gemütlich gekleidet in Oasis-Manier am Mikro verweilte erzählte zwischendurch kleinere Geschichten, auch, daß sie aus ungewöhnlich großen Gläsern Bier getrunken hätten. Tja, und das trotz der niedlichen 0,2l Gläser der Domstadt ;). Für die Show vor der Bühne sorgte das Publikum selbst, indem sich einige der Gäste um einen freie Fläche inmitten des Raums kümmeren, die dann auf eine undefinierbare Zählzeit kollektiv durch den pogenden Mob wieder besetzt wurde.

Alle Photos findet ihr hier bei Facebook:

➡ The Story So Far ➡ Citizen ➡ All Get Out @ Gebäude 9, 25.09.2018 © 2018 www.quintenquist.com - Please tag this...

Gepostet von Quinten Quist Konzertphotographie am Donnerstag, 27. September 2018

 

Weitere Photos findet ihr in Kürze auch bei MoreCore.de, photographiert von meiner Kollegin Julia.

Nach langen 16 Jahren ging's für mich dahin zurück, wo ich Incubus das zweite Mal (nach einer heißen und aggressiven Show im damaligen Luxor, bevor es Prime Club und dann wieder Luxor hieß) sehen konnte, und zwar ins Palladium nach Köln. War es mir wichtig, den Bericht für Time For Metal nicht zu subjektiv zu verfassen, kann ich hier anmerken, daß die Musiker zwar nichts verlernt haben, aber scheinbar doch einiges vergessen. Nicht ein Song der Alben vor 1999 wurde gespielt, was angesichts des Meilensteins "S.C.I.E.N.C.E." eine Schande ist. Was sich das Management der Band zudem für krude Schikanen für die Photographen ausgedacht hat, trübte den Abend zusätzlich. Dennoch: Nice To Know You und hier sind die Bilder und der Bericht, soweit es ging auch über den Supportact Ecca Vandal:

Incubus + Support am 28.08.2018 im Palladium, Köln

Nachdem die Hammer-Tour von Knuckle Puck, Tiny Moving Parts und Movements im letzten Jahr leider aber aus nachvollziehbaren Gründen abgesagt werden musste, konnte sich das Rheinland am 18. April zumindest über 1/3 der Acts freuen - in persona Tiny Moving Parts. Wie sehr habe ich auf diesen Abend hingefiebert. Und der Begriff trifft es ganz gut, denn das kleine MTC in Köln ist seit langem ausverkauft und draußen vor der Tür sind es 26° Mitte April. Und je voller der Keller wird, desto wärmer wird es auch, ohne, daß überhaupt etwas passierte.

Den Opener geben die mir bis dato unbekannten Orchards aus dem britischen Brighton, die auf ihrer ersten Tour durch Deutschland sind. Und sie überzeugen auf ganzer Linie. Wie bereits hier im Artikel zur aktuellen Single, die das Signing mit Big Scary Monsters markiert erwähnt, erinnert mich das Quartett an CHON, die mit viel Spielfreude und ohne viel Brimbamborium das letzte Paramore-Album als Inspiration für einen wilden Stilmix aus Pop, Indie, Mathrock und Discoelementen genutzt haben. Großartige und sympathische Einstimmung auf den Headliner.

Gegen 22:00 Uhr folgen dann Tiny Moving Parts, deren Bassist vorher noch am Merchstand selbst Shirts, Fahnen, Pins und Platten verkauft hat. Und Dylan an Mikro und Gitarre gibt ab Sekunde 1 alles. Wie man es schafft, so emotional zu singen und gleichzeitig diese Riffs zu spielen, die Hände überall am Griffbrett für Tappings oder andere Spielereien bleibt mir ein Rätsel. Neben den größten Hits der aktuellen Platte "Swell" gibt es auch allerlei älteres Material inkl. des Megahits (zumindest nehme ich ihn im Publikum - das übrigens keine Sekunde stillsteht und sich zeitweise stapelt - so wahr) "Dakota", der lauthals von allen mitgesungen wird. Bei "Warm Hand Splash" gibt das Publikum gar den Trompetenpart zum Besten, der nicht(!) vom Band kommt. Wunderbar. Und Dylan scheut auch den Kontakt zum Publikum nicht und begibt sich für ein paar Takte in die kochende Menge. Anfangs signalisiert der Stagemanager ihm immer wieder, daß er einen recht ungünstig platzierten Fleck auf der Oberlippe habe, den er nicht richtig entfernt bekommt und der wohl vom Mikro stammt, das nach ein paar Songs dann einmal gründlich abgewischt wird. Und diese Geschichte macht die Zeit mit der Band irgendwie noch sympathischer.

Eine geplante und eine spontane zusätzliche Zugabe spielen die drei, die Alarm für sechs machen und treten anschließend vollkommen nass und schweißtriefend - Drummer Billy, den das Publikum eingangs aufforderte, sein Bauchnabelpiercing zu zeigen und dem er auch nachkam 😀 in grüner Badehose -  den verdienten Weg in den Backstagebereich an. Definitiv eines der Konzert-Highlights des Jahres.

Alle Photos findet ihr hier bei Facebook.

➡ Tiny Moving Parts ➡ Orchards @ MTC Cologne, 18.04.2018 © 2018 www.quintenquist.com - Please tag this page/credit me...

Gepostet von Quinten Quist Konzertphotographie am Freitag, 20. April 2018

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- Neck Deep, As It Is, Real Friends, Blood Youth -
19. Oktober 2017, Gebäude 9, Köln

Ende Oktober gastierten Neck Deep auf ihrer "The Peace And The Panic"-Tour auch in der Kölner Essigfabrik. Das wohl perfekteste Pop-Punk-Package 2017 hierzulande schaffte es dann auch wie zu erwarten, die Halle bis unter's Dach mit Fans vorwiegend jüngerer Generationen zu füllen, die nicht selten auf As It Is-Sahneschnittchen und Berufsflo Patty Walters warteten. Mit Real Friends gab's zusätzlich die feine Gratwanderung zwischen Emo und Alternative, das eigentliche Trio Blood Youth mit Gastbassist Matt Hollinson sorgte aber zum Start erst einmal mit einer ordentlichen Kelle Melodic Hardcore/Metalcore für Aufmerksamkeit. Letztere sind übrigens in Kürze nochmal in unseren Breiten unterwegs und zwar als Support der Prophets Of Rage in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle, um ihr aktuelles Album "Beyond Repair" (Rude Records) auch einem Metal-affineren Publikum näherzubringen.

Während also Patty Walters bar jedweder Gravitation im Minutentakt von der Bühne abhob, sich Real Friends-Sänger Dan Lambton durch die Songs kämpfte, stimmlich und emotional, und Blood Youth-Drummer Sam Hallett den Pokal für die beste Mimikarbeit des Abends für sich beanspruchen konnte, spielten Neck Deep sogar "Don't Wait" vom aktuellen Album, das normalerweise von Sam Carter (Architects) unterstützt und heute von einem langjährigen Freund der Band, der auf den Spitznamen "Razor" hört guttural interpretiert wird. Das Publikum war kaum zu bändigen, weshalb wir Photographen aus Sicherheitsgründen auch vorzeitig den Graben verlassen mussten. Viel Spaß mit den Photos, die bis dahin ihren Weg durch's Objektiv auf die Speicherkarte gefunden haben:

➡ Neck Deep ➡ Real Friends ➡ As It Is ➡ Blood Youth @ Essigfabrik, Köln, 19.10.2017 © 2017 www.quintenquist.com - Please...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Freitag, 10. November 2017

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Wie vor geraumer Zeit angekündigt, zieht aktuell meine vielleicht liebste Tour 2017 durch Europa und UK, in persona Agent Fresco und Leprous (ihr aktuelles Album findet ihr hier), eine Kombination, die kaum besser sein könnte. Mit im Gepäck haben die Herrschaften außerdem Alithia aus Australien und die Norweger Astrosaur. Leprous machen sich dabei den Spaß, jeden Abend eine andere Setlist zu spielen.

Am 30. Oktober machte die "Malina Tour 2017" im Kölner Luxor Halt und nachfolgend findet ihr ein paar Eindrücke des phantastischen Abends. Die auf die Musik abgestimmte grandiose Lichtshow des Headliners photographisch einzufangen ist leider eine größere Herausforderung. Daher mein Tipp: Schaut euch mindestens ein Konzert der Tour selbst an. Sound, Setlists, Licht...sehr sehr sehenswert. Es lohnt sich! Ein paar wenige deutsche Shows verbleiben noch.

➡ Leprous ➡ Agent Fresco ➡ Alithia ➡ Astrosaur @ Luxor, Köln (SOLD OUT!), 30.10.2017 © 2017 www.quintenquist.com -...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Mittwoch, 1. November 2017

Diesen Oktober also sollten sie stattfinden, die Nachholkonzerte der britischen The One Hundred, die im Juni ihr neues Album "Chaos & Bliss" via Spinefarm Records veröffentlichten. Mit im Gepäck haben sie am heutigen Montag für die Gäste im Blue Shell die ebenfalls aus England stammenden Bad Sign, die dem ein oder anderen bereits durch ihre Support-Slots für Black Peaks oder Hacktivist im benachbarten MTC bekannt sein dürften. Und auch die Band um Sänger Joe Appleford hat eine neue Platte draußen, die auf den Namen "Live & Learn" hört und via Basick Records erschien.

Das erste Mal hörte ich von The One Hundred übrigens durch ihr Iggy Azalea-Cover "Black Widow". Das liegt nun aber drei Jahre zurück und die Jungs haben die Nummer auch nicht mehr auf ihrem Zettel. Macht aber nichts, denn die neuen Songs können ebenso überzeugen.

Los geht's um kurz vor 21:00 Uhr dann aber erstmal mit einer satten Portion Alternative Groove-Rock von Bad Sign. An den Drums sitzt heute ausnahmsweise jobbedingt nicht Kevin, sondern Lewis von der britischen Band Press To MECO. Sänger Joe befindet sich gerade im "Sober October" und sammelt mit seiner Abstinenz, die ihm mehrfach betont in Deutschland wegen des "besten Biers der Welt" besonders schwer fällt Gelder für die Krebsforschung (sein angepeiltes finanzielles Ziel hat er übrigens erreicht). Musikalisch möchten die drei Herren heute nicht 100% zum Sound von The One Hundred passen, aber das Publikum scheint die Show dennoch zu begrüßen. Wer die Jungs bereits gesehen hat weiß, daß sie auch als Trio gut Abriss feiern können und das äußert sich in Spaziergängen durch's Publikum oder gar einem Tänzchen auf dem Tresen der Bar am anderen Ende des Clubs. Gitarrist Jonathan lässt ebenfalls gerne seinem heimlichen Punkrock-Ich freien Lauf und springt in hohen Sätzen über die Bühne. Der erwähnte Aushilfsdrummer Lewis macht seinen Job sehr gut, Joes Stimme kann auch ohne Hopfen-Schleier überzeugen. Die Zeit reicht sogar für eine Bro-Fist für den jüngsten Gast des Abends, geschätzte 10 Jahre jung, der mit seinem Vater(?) links am Rand die Show verfolgt. Gelungene Performance, erwartungsschürendes Warm-Up.

Gegen kurz nach halb Zehn betreten dann die musikalisch irgendwo zwischen Grime, HipHop, Rock und Punk angesiedelten The One Hundred die Bühne und es wird etwas kuscheliger vor der Bühne. Sänger Jacob trägt einen mutigen Haarschnitt, seine drei Mitstreiter haben sich seit der Show zusammen mit Don Broco kaum verändert. Publikumsnähe wird heute im kleinen Blue Shell großgeschrieben, anders als noch im Luxor, wo sie ein Graben von den Gästen trennte. Der Frontmann hält heute allerlei Tanzeinlagen für das Publikum bereit, singt und shoutet sich durch ein vielfältiges Set aus neuen und alten Songs. Und die Menge kann beinahe durch die Bank alles mitsingen. Apropos Menge: Wo es andernorts nervigen "Circle Pit!"-Ansagen bedarf, erledigen die Gäste heute jene Formation sowie Walls of Death von ganz alleine. Was für ein Gewusel :). Ein ambitionierter Teilnehmer animiert Umherstehende gar, ihn bei seiner Crowdsurfing-Aktion zu (unter)stützen - mit Bravour. Es werde keine echte Zugabe geben, sondern man bliebe einfach stehen, würde sich wieder umdrehen und den letzten Song spielen, teilen die Herrschaften sympathisch mit. Gen Ende betreten Jacob und Bassist Phil auch den Publikumsraum und zocken inmitten der Masse.
Nach der Show nehmen sich die Jungs auch noch Zeit für Photos und Autogramme mit den Fans am Merch-Stand.

Abschließend betrachtet war es ein runder Abend, trotz der musikalischen Differenzen, die aber alleine durch die Shows beider Bands kaum ins Gewicht fielen und für gute Unterhaltung sorgten. Keine Propeller-Kids, dafür freundliches und rücksichtsvolles Rumgeschubse mit Spaßgarantie. So können Konzerte gerne öfter sein.

Hier findet ihr die Photos der Show:

➡ The One Hundred ➡ Bad Sign @ Blue Shell, Köln, 16.10.2017 © 2017 www.quintenquist.com - Please tag this page/credit me...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Vergangenen Samstag war ich für Time For Metal im E-Werk bei Breaking Benjamin und Starset mit Kamera und digitalem Stift bewaffnet unterwegs. Die Photos und den Bericht zur Show findet ihr ab sofort hinter nachfolgendem Link:

Breaking Benjamin + Support am 02.09.2017 im E-Werk, Köln

Was für ein Paket! Die Pop-Punk Durchstarter Neck Deep, die erst kürzlich mit A Day To Remember auf Tour waren (den Bericht findet ihr hier) beehren den deutschsprachigen Raum diesen Herbst erneut. Und damit nicht genug, denn sie haben sich die aktuell vielleicht heißesten Vertreter des Genres eingepackt und mit As It Is und Real Friends wahrliche Hochkaräter im Köfferchen. Und um das Set abzurunden, werden Blood Youth, die erst kürzlich ihr feines Debüt-Album "Beyond Repair" veröffentlicht haben den Vierer mit ein wenig Alarmpotential komplettieren.

The Peace and The Panic EU Tour 2017

19.10.2017 Köln - Essigfabrik (DE)
20.10.2017 Hamburg - Knust (DE)
23.10.2017 Berlin - BiNuu (DE)
24.10.2017 Leipzig - Conne Island (DE)
25.10.2017 Stuttgart - Universum (DE)
26.10.2017 München - Backstage Werk (DE)
27.10.2017 Wien - WUK (AU)

Tickets gibt's z. B. ab sofort hier zu extrem guten Kursen.

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Vergangenen Freitag hieß es "Ehrenfeld, mosh!". Das lustige Dreigestirn Trivium, SikTh und Shvpes riefen in die Live Music Hall in Köln und die Massen kamen. Viel Spaß mit den Photos und dem Bericht.

Trivium + Support am 24.03.2017 in der Live Music Hall, Köln