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Nicht mehr lange, bis das Euroblast Festival vom 05. bis 07. Oktober zum 14. Mal zum Tanze nach Köln ruft. Eine feine Auswahl dessen, was in der progressiven und experimentellen Metal- und Rockmusik Rang und Namen hat bzw. auf dem Sprung dahin ist wird die rheinnahe Essigfabrik samt Kellergewölbe - und eure Nackenwirbel - in ihren Grundfesten erschüttern.

Hardfacts:

  • 42 Bands
  • 4 Tage
  • 2 Bühnen
  • Warm-Up Shows am Donnerstag
  • Essigfabrik Köln Deutz
  • Stände für Gear-Nerds
  • Gute Anbindung an ÖPNV und Parkplätze vorhanden
  • Leckeres Essen
  • Das vielleicht beste Festivalpublikum, das ich kenne
  • ...

Tickets:
Nach zwei reduzierten Preisstufen gibt es für die Zuspätkommer noch das 3-Tages Festival Ticket Stufe 3 mit dem finalen Preis von lächerlichen 119,00€ .
Die physischen Sammlertickets findet ihr hier, die eTickets gibt's hier. Dort findet ihr auch die Übernachtungsoption, die nur noch für drei Nächte verfügbar sind, aber zu einem konkurrenzlosen Preis verglichen mit anderen Optionen in der Domstadt.

Auf folgende Bands könnt ihr euch nun final freuen:

Adimiron (Euroblast Premiere)
Aiming For Enrike (Euroblast Premiere)
Alithia (Euroblast Premiere)
CABAL (Euroblast Premiere)
Caligula's Horse (Euroblast Premiere)
CIRCLES
COPIA (Euroblast Premiere)
CRIPPLED BLACK PHOENIX (Euroblast Premiere)
DHARK (Euroblast Premiere)
Heart Of A Coward
H e p t a e d i u m (Euroblast Premiere, First Ever Liveshow)
Hibakusha
Humanity's Last Breath
I Built The Sky (Euroblast Premiere)
Kadinja
Kartikeya
Kill Wolfhead (Euroblast Premiere)
Letters From The Colony (Euroblast Premiere)
Long Distance Calling
Masuria
MONUMENTS
Organized Chaos (Euroblast Premiere)
Schiermann (Euroblast Premiere)
Soen
Destiny Potato / Sordid Pink
Syndemic (Euroblast Premiere)
SÜMER (Euroblast Premiere)
Terminal Function (Euroblast Premiere)
The Dali Thundering Concept
THEIA (Euroblast Premiere)
Time, The Valuator (Euroblast Premiere)
Unprocessed (Euroblast Premiere)
VOLA
Valis Ablaze (Euroblast Premiere)
vildhjarta (Exclusive Show)
Vitalism (Euroblast Premiere)
Votum (Euroblast Premiere)
white walls (Euroblast Premiere)
Rolo Tomassi (Euroblast Premiere)
Conjurer (Euroblast Premiere)
The Five Hundred (Euroblast Premiere)
eden circus

Hatesphere und Hypno5e mussten leider absagen.

Was das Festival immer wieder einzigartig macht, ist die Atmosphäre der internationalen Gäste und Bands, die nicht nur sprichwörtlich um die halbe Welt gereist sind, die versteckten musikalischen Perlen, die man dort entdecken kann, bisher auch das Wetter (toi toi toi) und das Herzblut des Teams, das man an allen Ecklen und Enden des Geländes spürt.

Nachdem das Euroblast Festival im Dezember bereits die erste Welle an Bands verkündete, geht's nun munter weiter - und ihr solltet tief Luft holen, um das zu überstehen, was euch hier überrollt. Darunter ist z. B. ein Wiedersehen mit Monuments und Vildhjarta, ebenso sind VOLA wieder dabei und haben sicher Songs des kommenden Albums dabei. Heart Of A Coward präsentieren sich live mit neuem Sänger, aus Australien wagen u. a. Caligula's Horse, Circles und I Built The Sky den Weg nach Europa.

Die ersten 17 von 41 Bands:

Adimiron
Caligula's Horse
CIRCLES
COPIA
CRIPPLED BLACK PHOENIX
DHARK
HateSphere
Heart Of A Coward
Heptaedium
Humanity's Last Breath
Hypno5e
I built the sky
Kadinja
Kartikeya
Long Distance Calling
Letters From The Colony
MONUMENTS
Soen
Destiny Potato / Sordid Pink
Syndemic
Terminal Function
The Dali Thundering Concept
THEIA
Unprocessed
VOLA
vildhjarta (Exclusive Show)
Vitalism
Votum

Die 14. Ausgabe findet vom 05. bis 07. Oktober wie gewohnt in der Essigfabrik in Köln Deutz statt und auch am Donnerstag wird es ein Warmup mit Live-Bands geben.

Tickets findet ihr hier (physisch) und hier (digital), inkl. der Übernachtungsoption für drei Nächte zu einem unschlagbaren Preis, denn Köln ist nicht günstig, was Hotels angeht.

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Jahresrückblicke knospen allerorten wie übereifrige Schneeglöckchen. Es scheint also an der Zeit, ein paar Worte zu verfassen. Rein rational ist der Moment an Mitternacht am 31.12. zwar tägliche Routine und es ist nichts Besonderes dabei, aber irgendwie muss(?) man ja einen Zeitraum für ein Resümee festlegen.

Für mich war es ein spannendes, lehrreiches und auch irgendwie erfolgreiches Jahr. Ich konnte viele neue Leser für mein kleines und dennoch breitgefächertes und (das ist eben mein Hauptfokus) persönliches Magazin begeistern, habe wirklich unerwartetes (und überwältigendes <3) Lob erhalten für das, was ich aus Leidenschaft zur Musik tue (und mit dessen Ausmaß ich nicht annähernd gerechnet habe).

Vermutlich langweilt es den ein oder anderen Leser gewaltig, jedes Detail zu reflektieren. Wir haben ja alle keine Zeit. Und geben wir es zu: Wir haben auch keinen Bock 😜. Deshalb nachfolgend mein "Executive Summary" in Zahlen und Fakten für alle, die es bis hierhin geschafft haben und neugierig bleiben:

Sechs komplette Festivals habe ich dieses Jahr mit der Kamera und in Worten begleiten dürfen:

Complexity Fest 2017 (Haarlem, NL)
Open Source Festival (Düsseldorf, GER)
Eier Mit Speck 2017 (Viersen, GER)
Vainstream Festival 2017 (Münster, GER)
Malmö Festivalen 2017 (Malmö, SWE)
Euroblast 2017 (Köln, GER)

Insgesamt habe ich darüber hinaus (mit der Kamera) 46 einzelne Shows mit zusammengerechnet 123 Auftritten dokumentiert, und das grenzübergreifend in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Dänemark und Tschechien. Zusammen mit den Festivals müssen es damit ca. 200 Einzelauftritte gewesen sein.

Meine fünf Alben des Jahres:
The Hirsch Effekt - Eskapist
Leprous - Malina
Turnover - Good Nature
Citizen - As You Please
The Contortionist - Clairvoyant

Meine fünf Konzerte des Jahres (eigentlich unmöglich, es herunterzubrechen, aber versuchen wir's):
Uneven Structure/Twelve Foot Ninja, Düsseldorf (GER)
Parkway Drive, Düsseldorf (GER)
Agent Fresco/Leprous, Vosselaar (BE)
Underoath, Köln (GER)
MyTerror, Prag (CZ)

Mein Festival des Jahres:
Euroblast. Ohne Worte. Phantastische Musiker, glückliche Gesichter aus aller Welt überall, Backstage-Zugang und somit jede Band von Anfang bis Ende sehen und photographieren können. Das Festival ist jedes Jahr wieder ein einzigartiges Erlebnis. Auch wenn ich gerne erwähnen möchte, daß auch das ehrenamtliche Team vom Eier Mit Speck grandiose Arbeit leistet und internationale Top-Acts wie Devin Townsend, Agent Fresco, Turbostaat oder die Indie-Newcomerin Alice Merton in familiärer Atmosphäre für einen unglaublich fairen Preis an den Niederrhein holt. Meine Hochachtung!

Mein Moment des Jahres:
Eigentlich gibt es zwei Momente. Da wären zuerst gut 30 Minuten Videointerview mit den super sympathischen Crossover-/Neofusion-Göttern Twelve Foot Ninja vor ihrer Show in Düsseldorf. Da sitzen fünf ausge-/erwachsene Vollblutmusiker vor Dir und stehen Dir mit Humor und zugleich professioneller Ernsthaftigkeit Rede und Antwort, während Igor, Gitarrist bei Uneven Structure, im Hintergrund tätowiert wird und die Nadel leise vor sich hinsurrt.
Der zweite Moment war jener, als mich Arnór nach der Agent Fresco-Show in Belgien auf die Bühne rief und ich das Publikumsphoto zusammen mit der Band schießen konnte. Diese zehn Sekunden, in denen man es total versauen kann oder einfach alles gut läuft. Und das tat es glücklicherweise.

Mein peinlichster Moment des Jahres:
Es läuft aber auch nicht immer alles rund. Nach zehn Minuten Videointerview mit Twelve Foot Ninja bemerken, daß die Batterien im Mikrofon fehlen...autsch. Die Jungs konnten aushelfen und haben es mir nicht übel genommen. Eine Geschichte mehr...

Famous last words:
Ich möchte besonders all denen - euch - danken, die hier immer wieder reinklicken, mir Lob aussprechen und mich in dem bekräftigen, was ich tue, bei den PR-Agenturen, Band-Managerinnen und -Managern, Veranstaltern und Bands, die es mir ermöglicht haben, großartige Shows zu dokumentieren und Platten zu rezensieren, lange bevor sie offiziell veröffentlicht werden - und natürlich auch bei (um die oberen Köpfe der Hydra zu benennen) Piety, Kai und René von Time For Metal für ihre tolle Arbeit und alles, was ich dank dieses tollen Magazins auf der Haben-Seite verbuchen kann. Außerdem gilt mein Dank den vielen Photographen, mit denen zusammen das Erlebnis einer Show nochmal um Einiges wertvoller, lustiger und unterhaltsamer ist.

Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr - und seid nett zueinander ✌🏼.
Wir lesen uns wieder 😊.

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Da ist sie, die erste Band-Welle für die 2018er Ausgabe des Euroblast Festivals in Köln. Vom 05. - 07. Oktober gibt sich wieder die Elite der progressiven und experimentellen Metal- und Rock-Szene auf zwei Bühnen die Klinke in die Hand. Mit dabei sind u. a.:

MONUMENTS
VOLA
Humanity's Last Breath
Hypno5e
Destiny Potato
Vitalism

Einen Eindruck aus 2017 findet ihr hier, das gesamte Review zur 2016er Ausgabe könnt ihr hier nachlesen. Weitere Eindrücke folgen.

Hier könnt ihr das Festivalticket inkl. vier Übernachtungen zum Sparpreis für Kölner Verhältnisse erwerben. Alle weiteren Tickets - und noch gibt's die günstigen Early Bird-Karten - findet ihr hier.

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Weil beim Euroblast immer alles anders ist, geht's auch hier jetzt einmal rückwärts. Das grandiose Festival in der 13. Ausgabe liegt jetzt eine Woche zurück und so langsam lichten sich die Photo-Dickichte. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen und die Erinnerung wieder wachzurütteln, geht's heute mit Tag 3 und den dazugehörigen Bildern los. Highlight war neben dem Headliner Devin Townsend sicher das Ibanez-Gewinnspiel, das neben Veranstalter John von der Evanescence-Gitarristin Jen Majura präsentiert wurde. Und natürlich sei das Finale zu erwähnen, bei dem sich die gesamte Crew im Beifall des Publikums vollkommen gerechtfertigt und mehr als verdient baden darf :).

Los geht's aber mit Benjamin Lechuga, dem Überraschungsgast, der den tba-Slot kurzfristig bedienen darf. Der aus Chile stammende Gitarrist hat Drummer und Bassist mit im Gepäck und motiviert die frühen Vögel im Keller der Essigfabrik mit "Are you drunk already?"-Ansagen, zum Heavy Fusion-Funk zu tanzen, den das Trio zelebriert. "I want you dancing!" und so soll es auch geschehen. Auf der Hauptbühne geht es mit den deutschen Metasphere weiter, die eine Art Technical Death Metal spielen und ohne Bassist für mich etwas schwach klingen. Zurück in der Elektroküche poltern derweil schon Atlin aus der Bonner Ecke stammend los. Sie witzeln, sie würden Emocore machen, korrigieren aber dahingehend, daß sie einfach machen, wozu sie Lust haben. Daß es mit sechs Leuten auf der kleinen Bühne etwas eng werden könnte, lösen die zwei Sänger (ein Shouter, ein Shouter/Clean-Vocals) durch Egoriser vor der Bühne. Musikalisch gibt's progressiven Metalcore, thematisch stehen Liebe und Miteinander ganz oben auf der Liste und auch 30 exklusive Refugees Welcome-Shirts hatte die Band im Gepäck.

Oben haben derweil Ghost Iris aus Dänemark ihre Position eingenommen. Das aktuelle Album "Blind World" gilt es zu promoten und Jesper und seine Jungs geben Vollgas. Die Halle ist an diesem zugegeben harten dritten Tag (wer Car Bomb, Frontierer und Co. am Samstag überlebt hatte, konnte sich glücklich schätzen) endlich voller und die müden Geister sollten spätestens zum letzten Song der Kopenhagener erwacht sein. Ganz großes Kino gibt's dann im Keller des Gebäudes mit A Kew's Tag - und das ahnten scheinbar auch einige andere, denn der Raum ist rappelvoll und man bestaunt großartigen Progrock mit Akustikgitarre. Auch Bassist Alexander ist Weltklasse. Ach, einfach alles an diesem Auftritt, bei dem auch mal Melodien durch's Mikro gepfiffen werden ist phantastisch. Voices From The Fuselage mit Ashe 'O Hara, der kurzzeitig bei TesseracT das Mikro bedienen durfte sammeln sich mittlerweile in der Halle und spielen einen soliden, aber für mich persönlich eher unspektakulären Auftritt.

Also wieder runter ins Basement und gucken, was Second Horizon so anstellen. Der Keller hatte sich kaum geleert und so gibt's hier Schulter an Schulter instrumentalen Progmetal mit Djent-Anleihen in kuscheliger Atmosphäre. Die Franzosen von Kadinja habe ich dieses Jahr bereits beim Complexity Fest sehen dürfen, damals noch ohne Basser. Zwischenzeitlich schien man eine Dame für den Posten engagiert zu haben, heute jedoch steht Quentin am Tieftöner - und es ist eine Quasi-Rückkehr, da er bereits früher als Gitarrist der Band tätig war. Die Halle füllt sich auch stetig, die Temperaturen steigen, weshalb sich Drummer Morgan dann auch zur Hälfte des Sets seines Shirts entledigt. Die Pariser liefern eine technisch ausgereifte Show und haben sich ihren Slot auf der Hauptbühne sichtlich verdient. Im Keller stehen nun Nameless Day Ritual aus Bulgarien bereit...naja, fast. Man hat zuerst Tonprobleme, was aber eher an der eigenen Hardware zu liegen schien und dann ist ihr mitgereister Videograph, der entweder ständig im Sichtfeld des Publikums steht oder irgendwelche Flächen auf dem Boden abklebt ein wenig störend im Gesamtbild des Auftritts. Der Aufritt, der mit zehn Minuten Verspätung beginnt wurde per iPad live gestreamt. Wenn's denn sein muss? Mir bleibt die wenig aufregende Jinjer-Kopie leider als unsympathisch in Erinnerung. Mal sehen, was da noch folgt.

Nach der Nummer dann aber die Vorfreude auf das ganz große Kino. The Hirsch Effekt auf der Hauptbühne, nach einem Jahr Pause endlich zurück und im Gepäck haben die drei Hannoveraner ihr neues wunderbares Album "Eskapist". Nils, Mo und Ilja müssen nicht viel tun, die Halle kocht von ganz alleine. Auf Tuchfühlung mit der ersten Reihe zu gehen, lässt sich Nils dennoch nicht nehmen. Und auch Drummer Mo springt rituell zum Ende des Sets von seiner Bassdrum. Zugabe-Rufe müssen leider durch die Pausenmusik verstummt werden. Wer aber mehr sehen möchte: Die Band geht gerade erst auf große(!) Tour durch Deutschland. Im Keller gibt's nun Instrumental Post Prog Rock/Metal mit Eschar. Und obwohl die Halle bei den Hirschen recht voll war und man als Besucher ein paar Minütchen braucht, um in den Keller zu gelangen, ist der Raum schon recht voll. Meine Notizen verraten mir "episch" und "Musik zum Zugucken" (und Zuhören, versteht sich) und das ist es auch.

Der heimliche Headliner sleepmakeswaves aus Australien steht derweil schon bereit, die Halle zum Beben zu bringen. Extrem dynamisch unterwegs für Postrock sind die Jungs aus Sydney, die gerade auf großer Europa-Tour sind. Im Photograben der vollen Halle kann man den Fabrik-Duft der nigelnagelneuen Nike Air Max von Gitarrist Otto während seiner agilen Rumrennerei riechen XD - nach DER Show vermutlich war's das dann aber auch ;). Mit Ansagen wie "This song is very important to us, think of somebody you love" kündigen die Jungs ihre instrumentalen Songs zwischendurch an und trotz des ziemlich harten und für Postrock eher untypischen Sounds des Dingwall-Basses von Alex bleibt die Atmosphäre erhalten. Ihr Cover von Robert Miles' "Children" kündigt die Band witzelnd als Bewerbungssong für die Playlist des australischen Radiosenders triple J an, betitelt die Nummer aber als "Faith" von George Michael. Humor habe sie ja ;).

Nach soviel Spaß gibt's im Keller wieder auf die Kauleiste. Make Me A Donut leiten ihr Set erst instrumental mit beinahe mathematischen Stakkato-Fragmenten ein, bis dann Shouter Valentin die Bühne betritt und ein gutturales Feuerwerk entzündet^^. Die Riffs des technischen "Swiss Progressive Metal" sind zwar knüppelhart, lassen aber auch hier und da Raum für melodiöse und straightere Parts. Dann ist es soweit - Heavy Devy, der im Sommer auch überraschend auf dem Eier mit Speck Festival in Viersen spielte (und zu dem es noch weitere Galerien geben wird) schließt die Hauptbühne am dritten Tag und damit auch das 13. Euroblast Festival. Musikalisch ausnahmslos und ohne Frage hochprofessionell liefern Devin und seine Band Song für Song ab, immer mit genügend Luft dazwischen, um Geschichten zu erzählen oder Witze einzustreuen.
Als Grund für seine Peniswitz-Affinität gibt er Nervosität an, was ihn ja irgendwie nochmal sympathischer macht, berücksichtigt man, das der Gute jetzt seit Mitte der 90er Jahre auf den Bühnen steht - und nicht auf kleinen. Durfte ich ihm während des erwähnten Festivals noch einen Ballon zwischen die Zähne stecken, so entscheidet er sich heute, jenen mit seinem Allerwertesten zum Platzen zu bringen.
Zu "Kingdom" whoot das Publikum (Twelve Foot Ninja, was habt ihr da nur getan?!) in den instrumentalen Pausen und die Band kann kaum mehr an sich halten und lacht sich sichtlich schlapp. Damit der Song aber irgendwie zu Ende gebracht werden kann, instruiert Devin Townsend die Gäste, an einer geeigneten Stellen damit weiterzumachen - was sie tun und das sogar gefühlt lauter als die Musik aus den Boxentürmen. Mehr bleibt mir nicht zu sagen - man muss es erlebt haben.

Das Euroblast 2017 war wieder ein definitives Highlight und für manche sicher sogar DAS Highlight (erst im Nachhinein habe ich festgestellt, wieviele UK Tech Metal Festival-Fans die Anreise zum Euroblast auf sich genommen haben). Musikalisch sehr breit, spannend und qualitativ hochwertig aufgestellt, top organisiert (vielen Dank allen Helfern und der Security!), Spaß an allen Ecken und Enden, viele alte und neue Freunde getroffen - das ist mein persönliches Fazit, das sich sicher mit dem Erlebten des ein oder anderen decken wird. Danke ans gesamte Team, die Bands, Fans, Photographen, Magazine, Aussteller, Techniker, Caterer...um es mit dem vielleicht am häufigsten benutzten Wort des Wochenendes abzuschließen: "OUI!"

Die Photos des dritten Tages findet ihr jetzt vorerst bei Facebook (und irgendwann auch hier auf der Seite). Liken, teilen und Feedback sind natürlich gerne gesehen und erwünscht :).

Euroblast XIII @ Essigfabrik Köln, Day III 01.10.2017, ➡ Devin Townsend ➡ sleepmakeswaves ➡ The Hirsch Effekt ➡ Kadinja ...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Sonntag, 8. Oktober 2017

Vergangenes Wochenende stand das 13. Euroblast auf dem Programm, weshalb die Musiknews etwas zurücktreten mussten. 32 Stunden Musik photographieren, mit Veranstaltern, Musikern, alten und neuen Freunden und Ausstellern austauschen und auf den Bühnen war von Postrock über Mathcore bis zu Avantgarde-Jazz-Performances dieses Jahr wieder alles dabei. Task der nächsten Tage: Tausende Photos sortieren, editieren, Galerien bauen.

Still a bit hungover but surfing on a wave of happiness after the 13th Euroblast Festival. Shooting tons of bands at...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Mittwoch, 4. Oktober 2017

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Das 13. Euroblast in Köln vom 29. September bis 01. Oktober hat neues Futter für alle Prog Metal-Fans! Niemand Geringeres als die ehrenwerten Aussie-Mates Twelve Foot Ninja werden als Headliner am Samstag die Bühne zerhackstücken. Wer auf ihrer kürzlich abgeschlossenen "Outlier"-Tour mit den Parisern Uneven Structure war, wird wissen, wovon ich spreche. Zusätzlich werden die niederländischen Textures ihr letztes Euroblast ever spielen, nachdem die Band vor einigen Wochen ihre Auflösung bekanntgegeben hat. Nicht zu vergessen ist der Sonntagsheadliner Devin Townsend, der mit seiner sympathischen Show wohl kaum besser geeignet ist, dem Festival in Köln Deutz einen würdigen Abschluss zu bereiten.

Außerdem neu dabei sind die UK Tech-Metal Götter The Arusha Accord, die gerade ihre erste neue Single seit langem veröffentlicht haben, Andy James und die belgische Wutrakete BEAR. Zudem wurden viele weitere Acts bestätigt. Leider mussten Jinjer und  Chimp Spanner absagen. Das gesamte Line-Up liest sich nun wie folgt:

Devin Townsend
Textures
Twelve Foot Ninja
The Arusha Accord
Car Bomb
The Algorithm
sleepmakeswaves
The Hirsch Effekt
Uneven Structure
Angel Vivaldi
Exivious (Exclusive German Farewell Show)
Voyager Australia
Frontierer
Kadinja
Lo!
Voices From The Fuselage
ATLANTIS CHRONICLES
FOES
Make Me A Donut
RIVIẼRE
Deity's Muse
Eschar
Call The Mothership
ISAAC VACUUM
A kew's tag
DUKATALON
Second Horizon
ATLIN
BEAR
Controversial
Colonel Petrov's Good Judgement
Driven By Entropy
Galaxy Space Man
Harbinger
HIEROGLYPHS
Hemina
Metasphere
Nameless Day Ritual
The Sleeper
Their Dogs Were Astronauts

Tickets gibt es weiterhin für einen unschlagbaren Kurs auf www.euroblast.net.

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Das Euroblast XII liegt nun gut zwei Wochen zurück. Und es war ein unglaubliches Erlebnis, für Time For Metal drei Tage vor den Bühnen Künstler zu photographieren und hinter der Bühne interviewen zu können. Das Gros haben Heike und ich nun hier zusammengefasst. JEDE Band wird erwähnt und sollte photographisch auch in der Galerie vorhanden sein. Wir freuen uns schon unglaublich auf Euroblast XIII in 2017.

Euroblast XII vom 30.09. – 02.10.2016 in der Essigfabrik, Köln

Euroblast 2016 Quinten Quist
What a (Euro)blast. Drei Tage keine Musik-Updates, weil ich die Ehre hatte, das Euroblast Vol. 12 in Köln photographisch zu begleiten. Jetzt: Fix und alle von drei Tagen Kniebeugen vor den Bühnen für den perfekten Winkel, Gewichtheben mit dem Superweitwinkel und Sprints von der Hauptbühne in den Keller zur Nebenbühne und zurück, um nichts zu verpassen. Euroblast 2016 war groooßartig und hat superviel Spaß gemacht. Viel gelernt, viel gelacht. Jetzt heißt es "sortieren" - die Synapsen, die dank der Masse an Polyrhythmen etwas durcheinander sind wie auch den Berg an Photos.
 
Genug der Worte. Mehr demnächst hier, bei Quinten Quist Konzertphotographie, bei Instagram, bei Time For Metal und bei diesen (und vielen weiteren) tollen Photographen: