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Was für ein Tag! Seit der 2009er Emo(core)-Übershow von Taking Back Sunday, Underoath, Thursday und Emery gab es wohl kaum ein so gezielt ausgewähltes Festival-LineUp, wie beim Galaxy Camp, das in der Domstadt gastiert und die alten Hasen und Newcomer des Pop-Punk - mit experimentellen Ausbrüchen nach links und rechts, oben und unten - vereint.

Im Detail sollte das bedeuten: Stand Atlantic aus Australien, WOES aus UK, Broadside aus den USA, Can't Swim aus den USA, WSTR aus UK, Trash Boat aus UK sowie Knuckle Puck und State Champs aus den USA traten an, auf vier Shows in Deutschland und der Schweiz feinsten modernen Pop-Punk zu zelebrieren. Am 19. Mai stand die Kölner Essigfabrik, organisiert von Positive Records und Wizard Promotions, auf der Liste und sie erschienen in Scharen. Knapp ausverkauft drängten sich vmtl. um die 1.000-1.200 Gäste nahezu allen Alters ab 16:00 Uhr durch die Eingangstore. Für das leibliche Wohl sorgte das Dortmunder Catering Doppeltsolecker.

Und da ich von 17:00 - 23:00 Uhr beinahe pausenlos mit zwar lediglich zwei Aufgaben - nämlich Stagediver*innen ab-/auffangen und weiterschieben im nicht vorhandenen Pressegraben sowie Photographieren - beschäftigt war, diese aber umso aufmerksamkeitsintensiver waren, lasse ich lieber die Bilder anstatt Worte sprechen. Denn die Sprache hat mir das Festival eh verschlagen - im positiven Sinne.

Anzumerken sei dennoch, daß alle Bands durchweg eine überraschend gute und überzeugende Performance abgeliefert haben (beim Melodiegesang kann sich so manche Metalcore-Band mit Clean-Vocals eine Scheibe abschneiden), die Künstler keine Scheu hatten, auf Tuchfühlung (im wahrsten Sinne...nehmen wir z. B. den Sprung von Trash Boats Tobi ins Publikum, um dort weiterzusingen) mit den Fans zu gehen, das Publikum ab Sekunde 1 bis zum Ende Vollgas gegeben hat, dabei immer freundlich und rücksichtsvoll im Umgang miteinander schien (abgesehen von einer Situation, bei der ich einen Idioten sah, der meinte, mit den Füßen voran von der Bühne springen zu müssen...Arschbomben gehören ins Schwimmbad) und den Bands kaum Raum auf der Bühne ließ, so oft wie von dort zum Stagediving angesetzt wurde, die reibungslose Orga (jeweils 15 Min. Umbau sauber durchziehen bei acht Bands ist schon beachtlich), der Sound im Allgemeinen und Lachen und gute Laune an jeder Ecke.

Herausragend waren für mich die Auftritte von Trash Boat (neue Single "Shade"), Can't Swim und Stand Atlantic. Alles in allem hat das Festival für die erste Ausgabe die Messlatte schon recht hoch angesetzt, sollte es - was ich doch schwer hoffe - eine Wiederholung im kommenden Jahr geben. Hut ab, Galaxy Camp!

Hier geht's zur Galerie bei Facebook.

➡ STATE CHAMPS ➡ Knuckle Puck ➡ Trash Boat ➡ WSTR ➡ Can't Swim ➡ Broadside ➡ Woes ➡ Stand Atlantic @ Essigfabrik Köln,...

Gepostet von Quinten Quist Konzertphotographie am Donnerstag, 24. Mai 2018

In der Adventszeit haben Positive Records und Avocado Booking dem geneigten Metalcore-Fan ein ganz besonders Geschenk gemacht und ein feines Paket, bestehend aus Northlane, ERRA, Invent Animate und Ocean Grove unters Bäumchen der Essigfabrik in Köln gelegt.

Am 08. Dezember also war quasi vorgezogene Bescherung und vier unterschiedliche Acts mit ähnlichen Wurzeln suchten die Halle in Deutz heim. Ocean Grove waren erst vor einigen Monaten zusammen mit Beartooth und Sylar im niederländischen Eindhoven zu Gast und nun auch endlich in unseren Breiten. Und verglichen mit ihrem Auftritt im Mai konnten die Herrschaften aus Australien nochmal eine große Schippe drauflegen.

Invent Animate sorgten anschließend für den Bollo-Faktor des Abends und erhielten zeitweise Unterstützung am Mikro von ERRAs Jesse Cash, während ERRA selbst dann, vom Publikum scheinbar heiß ersehnt, wieder mehr Ruhe und Melodie in den Abend brachten. "Neuzugang" JT Cavey (Ex-Texas In July) am Mikro half vorbildlich beim Auf- und Abbau und versorgte seine Jungs mit Wasser. Und so strukturiert die Vorbereitung ablief, so sauber war auch die Show.

Der Headliner Northlane, der 2017 schon das ein oder andere Mal hierzulande die Bühnen unsicher machte konnte die Souveränität aufgreifen und lieferte eine solide Show ab, inkl. Gitarrist Jonathon Deileys Vape-Action durch den Mundschutz, Bassist Alex Milovic mit neuer Frisur und Marcus Bridge mit Offenherzigkeit und Nähe zu seinen Fans.

Ein gelungener Abend und willkommener als jedes Sternsingen.

➡ Northlane ➡ ERRA ➡ Invent Animate ➡ Ocean Grove @ Essigfabrik, Köln, 08.12.2017 © 2017/2018 www.quintenquist.com -...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Dienstag, 2. Januar 2018

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- Neck Deep, As It Is, Real Friends, Blood Youth -
19. Oktober 2017, Gebäude 9, Köln

Ende Oktober gastierten Neck Deep auf ihrer "The Peace And The Panic"-Tour auch in der Kölner Essigfabrik. Das wohl perfekteste Pop-Punk-Package 2017 hierzulande schaffte es dann auch wie zu erwarten, die Halle bis unter's Dach mit Fans vorwiegend jüngerer Generationen zu füllen, die nicht selten auf As It Is-Sahneschnittchen und Berufsflo Patty Walters warteten. Mit Real Friends gab's zusätzlich die feine Gratwanderung zwischen Emo und Alternative, das eigentliche Trio Blood Youth mit Gastbassist Matt Hollinson sorgte aber zum Start erst einmal mit einer ordentlichen Kelle Melodic Hardcore/Metalcore für Aufmerksamkeit. Letztere sind übrigens in Kürze nochmal in unseren Breiten unterwegs und zwar als Support der Prophets Of Rage in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle, um ihr aktuelles Album "Beyond Repair" (Rude Records) auch einem Metal-affineren Publikum näherzubringen.

Während also Patty Walters bar jedweder Gravitation im Minutentakt von der Bühne abhob, sich Real Friends-Sänger Dan Lambton durch die Songs kämpfte, stimmlich und emotional, und Blood Youth-Drummer Sam Hallett den Pokal für die beste Mimikarbeit des Abends für sich beanspruchen konnte, spielten Neck Deep sogar "Don't Wait" vom aktuellen Album, das normalerweise von Sam Carter (Architects) unterstützt und heute von einem langjährigen Freund der Band, der auf den Spitznamen "Razor" hört guttural interpretiert wird. Das Publikum war kaum zu bändigen, weshalb wir Photographen aus Sicherheitsgründen auch vorzeitig den Graben verlassen mussten. Viel Spaß mit den Photos, die bis dahin ihren Weg durch's Objektiv auf die Speicherkarte gefunden haben:

➡ Neck Deep ➡ Real Friends ➡ As It Is ➡ Blood Youth @ Essigfabrik, Köln, 19.10.2017 © 2017 www.quintenquist.com - Please...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Freitag, 10. November 2017

Für Time For Metal hab ich mal über den Tellerrand geschaut und wollte mich live davon überzeugen, ob die Komponisten - Dragonforce - des Endgegner-Songs der dritten Guitar Hero-Ausgabe auch das halten können, was sie versprochen haben. Als Support gab's ein "Fabel-haftes" Adventure Metal-Konzept mit dem Namen Twilight Force aus Schweden, deren Sänger sich just verabschiedet hatte und vom Sabaton-Gitarristen Tommy ersetzt wurde.

Dragonforce + Support am 23.10.2017 in der Essigfabrik, Köln

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Vergangenen Dienstag ging's nach Köln in die Essigfabrik zu August Burns Red, Vitja und Napoleon. Und was soll ich sagen: Brachialer Abend jenseits meiner Erwartungen. Aber alle Details lest ihr hier bei Time For Metal. Viel Spaß damit :).

August Burns Red + Support am 01.08.2017 in der Essigfabrik, Köln

Was für ein Paket! Die Pop-Punk Durchstarter Neck Deep, die erst kürzlich mit A Day To Remember auf Tour waren (den Bericht findet ihr hier) beehren den deutschsprachigen Raum diesen Herbst erneut. Und damit nicht genug, denn sie haben sich die aktuell vielleicht heißesten Vertreter des Genres eingepackt und mit As It Is und Real Friends wahrliche Hochkaräter im Köfferchen. Und um das Set abzurunden, werden Blood Youth, die erst kürzlich ihr feines Debüt-Album "Beyond Repair" veröffentlicht haben den Vierer mit ein wenig Alarmpotential komplettieren.

The Peace and The Panic EU Tour 2017

19.10.2017 Köln - Essigfabrik (DE)
20.10.2017 Hamburg - Knust (DE)
23.10.2017 Berlin - BiNuu (DE)
24.10.2017 Leipzig - Conne Island (DE)
25.10.2017 Stuttgart - Universum (DE)
26.10.2017 München - Backstage Werk (DE)
27.10.2017 Wien - WUK (AU)

Tickets gibt's z. B. ab sofort hier zu extrem guten Kursen.

Für Time For Metal durfte ich diese Woche Coheed & Cambria, begleitet von den britischen Dinosaur Pile-Up in der Essigfabrik in Köln dabei beobachten, wie sie ihr Album "Good Apollo I’m Burning Star IV Volume One: From Fear Through The Eyes Of Madness" in Gänze performed haben. Die Photos und den Bericht findet ihr nun hier:

Coheed and Cambria + Support am 14.06.2017 in der Essigfabrik, Köln

Endlich! Endlich waren Periphery wieder im Lande und für Time For Metal konnte ich die Herrschaften in Begleitung von The Contortionist und Destrage wieder live sehen - und ablichten! Viel Spaß mit dem Bericht und den Photos.

Periphery + Support am 17.05.2017 in der Essigfabrik, Köln

Vergangenen Samstag beehrten Touché Amoré, Swain und Angel Du$t die Essigfabrik in Köln. Hier findet ihr jetzt meinen Bericht samt Photos von der beeindruckenden Show der größten Headliner-Tour der Band bei Time For Metal.

Touché Amoré + Support am 23.01.2017 in der Essigfabrik, Köln

➡ Touche Amore ➡ ANGEL DU$T ➡ Swain @ Essigfabrik, Köln, 22.01.2017 © 2017 www.quintenquist.com, Shot for Time For...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Montag, 30. Januar 2017