Springe zum Inhalt

Via InsideOut Music erscheint am 04. Juli "Ocean Machine - Live At The Ancient Roman Theatre Plovdiv" von Devin Townsend bzw. Devin Townsend Project. Daraus hat der Metal-Mogul nun "Regulator (Live in Plovdiv 2017)" veröffentlicht. Aufgenommen wurde das Material im alten römischen Amphitheater in Plovdiv, Bulgarien.

Ocean Machine wurde vor 20 Jahren veröffentlicht, und obwohl Marty (Schlagzeug) nicht mehr unter uns weilt, konnte ich in dieser Nacht endlich das komplette Album in voller Länge zusammen mit unserem damaligen Bassiten John ‘Squid’ Harder live aufführen. An einem kalten Abend in einer alten Stadt in einem antiken Theater sind viele Aspekte meines Lebens zusammengeführt und mit einander verbunden worden, und ich bin ganz besonders stolz auf das Ergebnis. Dies ist eine sehr spezielle Live-Aufnahme eines besonderen Abends, und ich hoffe, ihr versteht und genießt es als ein Tribut an die Dinge, die all das ursprünglich inspiriert haben."

Das ganze kommt als Limited Deluxe 3CD/2DVD/Blu-Ray Artbook (mit Liner Notes von Devin und einer exklusiven Dokumentation auf DVD 2 / Blu-Ray), als Special Edition 3CD/DVD Digipak, als Blu-Ray und als Digital Audio Album.

Bestellen kann man die Platte hier.

2

Weil beim Euroblast immer alles anders ist, geht's auch hier jetzt einmal rückwärts. Das grandiose Festival in der 13. Ausgabe liegt jetzt eine Woche zurück und so langsam lichten sich die Photo-Dickichte. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen und die Erinnerung wieder wachzurütteln, geht's heute mit Tag 3 und den dazugehörigen Bildern los. Highlight war neben dem Headliner Devin Townsend sicher das Ibanez-Gewinnspiel, das neben Veranstalter John von der Evanescence-Gitarristin Jen Majura präsentiert wurde. Und natürlich sei das Finale zu erwähnen, bei dem sich die gesamte Crew im Beifall des Publikums vollkommen gerechtfertigt und mehr als verdient baden darf :).

Los geht's aber mit Benjamin Lechuga, dem Überraschungsgast, der den tba-Slot kurzfristig bedienen darf. Der aus Chile stammende Gitarrist hat Drummer und Bassist mit im Gepäck und motiviert die frühen Vögel im Keller der Essigfabrik mit "Are you drunk already?"-Ansagen, zum Heavy Fusion-Funk zu tanzen, den das Trio zelebriert. "I want you dancing!" und so soll es auch geschehen. Auf der Hauptbühne geht es mit den deutschen Metasphere weiter, die eine Art Technical Death Metal spielen und ohne Bassist für mich etwas schwach klingen. Zurück in der Elektroküche poltern derweil schon Atlin aus der Bonner Ecke stammend los. Sie witzeln, sie würden Emocore machen, korrigieren aber dahingehend, daß sie einfach machen, wozu sie Lust haben. Daß es mit sechs Leuten auf der kleinen Bühne etwas eng werden könnte, lösen die zwei Sänger (ein Shouter, ein Shouter/Clean-Vocals) durch Egoriser vor der Bühne. Musikalisch gibt's progressiven Metalcore, thematisch stehen Liebe und Miteinander ganz oben auf der Liste und auch 30 exklusive Refugees Welcome-Shirts hatte die Band im Gepäck.

Oben haben derweil Ghost Iris aus Dänemark ihre Position eingenommen. Das aktuelle Album "Blind World" gilt es zu promoten und Jesper und seine Jungs geben Vollgas. Die Halle ist an diesem zugegeben harten dritten Tag (wer Car Bomb, Frontierer und Co. am Samstag überlebt hatte, konnte sich glücklich schätzen) endlich voller und die müden Geister sollten spätestens zum letzten Song der Kopenhagener erwacht sein. Ganz großes Kino gibt's dann im Keller des Gebäudes mit A Kew's Tag - und das ahnten scheinbar auch einige andere, denn der Raum ist rappelvoll und man bestaunt großartigen Progrock mit Akustikgitarre. Auch Bassist Alexander ist Weltklasse. Ach, einfach alles an diesem Auftritt, bei dem auch mal Melodien durch's Mikro gepfiffen werden ist phantastisch. Voices From The Fuselage mit Ashe 'O Hara, der kurzzeitig bei TesseracT das Mikro bedienen durfte sammeln sich mittlerweile in der Halle und spielen einen soliden, aber für mich persönlich eher unspektakulären Auftritt.

Also wieder runter ins Basement und gucken, was Second Horizon so anstellen. Der Keller hatte sich kaum geleert und so gibt's hier Schulter an Schulter instrumentalen Progmetal mit Djent-Anleihen in kuscheliger Atmosphäre. Die Franzosen von Kadinja habe ich dieses Jahr bereits beim Complexity Fest sehen dürfen, damals noch ohne Basser. Zwischenzeitlich schien man eine Dame für den Posten engagiert zu haben, heute jedoch steht Quentin am Tieftöner - und es ist eine Quasi-Rückkehr, da er bereits früher als Gitarrist der Band tätig war. Die Halle füllt sich auch stetig, die Temperaturen steigen, weshalb sich Drummer Morgan dann auch zur Hälfte des Sets seines Shirts entledigt. Die Pariser liefern eine technisch ausgereifte Show und haben sich ihren Slot auf der Hauptbühne sichtlich verdient. Im Keller stehen nun Nameless Day Ritual aus Bulgarien bereit...naja, fast. Man hat zuerst Tonprobleme, was aber eher an der eigenen Hardware zu liegen schien und dann ist ihr mitgereister Videograph, der entweder ständig im Sichtfeld des Publikums steht oder irgendwelche Flächen auf dem Boden abklebt ein wenig störend im Gesamtbild des Auftritts. Der Aufritt, der mit zehn Minuten Verspätung beginnt wurde per iPad live gestreamt. Wenn's denn sein muss? Mir bleibt die wenig aufregende Jinjer-Kopie leider als unsympathisch in Erinnerung. Mal sehen, was da noch folgt.

Nach der Nummer dann aber die Vorfreude auf das ganz große Kino. The Hirsch Effekt auf der Hauptbühne, nach einem Jahr Pause endlich zurück und im Gepäck haben die drei Hannoveraner ihr neues wunderbares Album "Eskapist". Nils, Mo und Ilja müssen nicht viel tun, die Halle kocht von ganz alleine. Auf Tuchfühlung mit der ersten Reihe zu gehen, lässt sich Nils dennoch nicht nehmen. Und auch Drummer Mo springt rituell zum Ende des Sets von seiner Bassdrum. Zugabe-Rufe müssen leider durch die Pausenmusik verstummt werden. Wer aber mehr sehen möchte: Die Band geht gerade erst auf große(!) Tour durch Deutschland. Im Keller gibt's nun Instrumental Post Prog Rock/Metal mit Eschar. Und obwohl die Halle bei den Hirschen recht voll war und man als Besucher ein paar Minütchen braucht, um in den Keller zu gelangen, ist der Raum schon recht voll. Meine Notizen verraten mir "episch" und "Musik zum Zugucken" (und Zuhören, versteht sich) und das ist es auch.

Der heimliche Headliner sleepmakeswaves aus Australien steht derweil schon bereit, die Halle zum Beben zu bringen. Extrem dynamisch unterwegs für Postrock sind die Jungs aus Sydney, die gerade auf großer Europa-Tour sind. Im Photograben der vollen Halle kann man den Fabrik-Duft der nigelnagelneuen Nike Air Max von Gitarrist Otto während seiner agilen Rumrennerei riechen XD - nach DER Show vermutlich war's das dann aber auch ;). Mit Ansagen wie "This song is very important to us, think of somebody you love" kündigen die Jungs ihre instrumentalen Songs zwischendurch an und trotz des ziemlich harten und für Postrock eher untypischen Sounds des Dingwall-Basses von Alex bleibt die Atmosphäre erhalten. Ihr Cover von Robert Miles' "Children" kündigt die Band witzelnd als Bewerbungssong für die Playlist des australischen Radiosenders triple J an, betitelt die Nummer aber als "Faith" von George Michael. Humor habe sie ja ;).

Nach soviel Spaß gibt's im Keller wieder auf die Kauleiste. Make Me A Donut leiten ihr Set erst instrumental mit beinahe mathematischen Stakkato-Fragmenten ein, bis dann Shouter Valentin die Bühne betritt und ein gutturales Feuerwerk entzündet^^. Die Riffs des technischen "Swiss Progressive Metal" sind zwar knüppelhart, lassen aber auch hier und da Raum für melodiöse und straightere Parts. Dann ist es soweit - Heavy Devy, der im Sommer auch überraschend auf dem Eier mit Speck Festival in Viersen spielte (und zu dem es noch weitere Galerien geben wird) schließt die Hauptbühne am dritten Tag und damit auch das 13. Euroblast Festival. Musikalisch ausnahmslos und ohne Frage hochprofessionell liefern Devin und seine Band Song für Song ab, immer mit genügend Luft dazwischen, um Geschichten zu erzählen oder Witze einzustreuen.
Als Grund für seine Peniswitz-Affinität gibt er Nervosität an, was ihn ja irgendwie nochmal sympathischer macht, berücksichtigt man, das der Gute jetzt seit Mitte der 90er Jahre auf den Bühnen steht - und nicht auf kleinen. Durfte ich ihm während des erwähnten Festivals noch einen Ballon zwischen die Zähne stecken, so entscheidet er sich heute, jenen mit seinem Allerwertesten zum Platzen zu bringen.
Zu "Kingdom" whoot das Publikum (Twelve Foot Ninja, was habt ihr da nur getan?!) in den instrumentalen Pausen und die Band kann kaum mehr an sich halten und lacht sich sichtlich schlapp. Damit der Song aber irgendwie zu Ende gebracht werden kann, instruiert Devin Townsend die Gäste, an einer geeigneten Stellen damit weiterzumachen - was sie tun und das sogar gefühlt lauter als die Musik aus den Boxentürmen. Mehr bleibt mir nicht zu sagen - man muss es erlebt haben.

Das Euroblast 2017 war wieder ein definitives Highlight und für manche sicher sogar DAS Highlight (erst im Nachhinein habe ich festgestellt, wieviele UK Tech Metal Festival-Fans die Anreise zum Euroblast auf sich genommen haben). Musikalisch sehr breit, spannend und qualitativ hochwertig aufgestellt, top organisiert (vielen Dank allen Helfern und der Security!), Spaß an allen Ecken und Enden, viele alte und neue Freunde getroffen - das ist mein persönliches Fazit, das sich sicher mit dem Erlebten des ein oder anderen decken wird. Danke ans gesamte Team, die Bands, Fans, Photographen, Magazine, Aussteller, Techniker, Caterer...um es mit dem vielleicht am häufigsten benutzten Wort des Wochenendes abzuschließen: "OUI!"

Die Photos des dritten Tages findet ihr jetzt vorerst bei Facebook (und irgendwann auch hier auf der Seite). Liken, teilen und Feedback sind natürlich gerne gesehen und erwünscht :).

Euroblast XIII @ Essigfabrik Köln, Day III 01.10.2017, ➡ Devin Townsend ➡ sleepmakeswaves ➡ The Hirsch Effekt ➡ Kadinja ...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Sonntag, 8. Oktober 2017

Aus dem aktuellen Album "Transcendence" hat der Großmeister des Metal Devin Townsend nun den Song "Offer Your Light" als farbenfrohes und animiertes Lyric-Video veröffentlicht. Wer nicht genug von ihm bekommen kann, gibt sich hier den neuen Song von Comeback Kid, bei dem er als Gast auftritt oder bewegt seinen Hintern zum Eier Mit Speck Festival - oder zum Euroblast 2017. Photos seiner Show in Dortmund findet ihr übrigens hier und hier.

2

Die Kanadier sind schon ein sympathisches Völkchen. Hauen sich beim Eishockey die Köppe ein, um danach in der Bar wieder einen zusammen zu trinken und pflegen dabei dennoch die feine französische Sprache, lachen sich über die benachbarte Nation mit dem Murmelhirn an der Spitze schlapp - und bringen immer wieder gute Musik hervor. In diesem Falle haben sich die ehrenwerten Comeback Kid mit dem Musik-Mastermind Devin Townsend (der 2009 bereits ein Album für Andrew Neufelds Zweitband Sights & Sounds produzierte) im Rahmen der neuen Label-Partnerschaft mit Nuclear Blast zusammengetan. Klingt abgedreht, ist es aber gar nicht so sehr. CBK stehen hier klar im Vordergrund, Mr. Townsend bekommt einen metallischen Outro-Part.

Ein Interview zum Status Quo findet ihr hier bei Noisey.

Kaufen könnt ihr die Nummer hier.

2

Am 08. März ging's ins FZW nach Dortmund zu Devin Townsend, Between The Buried And Me und Leprous. Viele Photos und ein Bericht sind bereits bei Time For Metal online. Hier sind nun weitere Bilder aus meinem Archiv. Viel Spaß damit.

Mittwoch war ich für Time For Metal bei Devin Townsend, Leprous und Between The Buried And Me im FZW in Dortmund. Was soll ich sagen...es war grandios! Aber Photos sagen mehr als tausend Worte, Viel Spaß damit!

http://time-for-metal.eu/devin-townsend-project-support-am-08-03-2017-im-fzw-dortmund/

Devin Townsend Tour 2017

1

Das Mastermind Devin Townsend, das gerne mal in einer kurzen Livesession via Youtube satte Metalsongs vor Publikum komponiert veröffentlicht am 02. September sein neues Album "Transcendence". Als Vorgeschmack gibt's jetzt den mit Nolly (Bassist bei Periphery) gemixten Song "Failure".

Haunted Shores, das Nebenprojekt von Peripherys Misha Mansoor und Mark Holcomb, haben eine Neuauflage ihres Songs "Norway Jose" vom Album Viscera - angereichert um die Vocals des Metalgotts Devin Townsend veröffentlicht. Die ehemals instrumentale Version klingt jetzt noch düsterer als vorher. Haunted Shores kombinieren Black-, Death- und Progmetal zu einem ungewöhnlichen Gesamtkonstrukt.