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Passend zum Release ihres aktuellen Albums "Proper Dose" sind The Story So Far aktuell auf Promo-Tour und haben hierzu die mächtigen Citizen sowie All Get Out im Gepäck, die am 02. November diesen Jahres ebenfalls ihr neues Album "No Bouquet" (Equal Vision) veröffentlichen.

Los ging's mit dem deutschen Ableger der Tour am Dienstag in Köln im ausverkauften Gebäude 9, einem der wenigen verbliebenen mittelgroßen Venues der Domstadt, die Clubatmosphäre versprechen. Zeitig starteten All Get Out, die laut Facebook-Bio nur aus Nathan Hussey (Gesang und Gitarre) sowie Kyle Samuel (Gitarre) bestehen. Auf einen Bassisten sowie einen Drummer verzichtete man aber dennoch nicht. Irgendwo zwischen gemäßigten Thrice und Moose Blood würde ich den Sound des Duos ansiedeln. Kyle Samuel, der auch als Session- und Live-Gitarrist arbeitet und der Country Music-Szene Texas' verbunden ist, hatte sichtlich Spaß daran, live zu spielen und man sah ihm seine Routine (auch aus Shows mit seiner früheren Band The Rocketboys, die bereits für Twenty One Pilots den Opener mimten) deutlich an.

Als nächstes durften Citizen ran. Die Band hat auf der aktuellen Tour ihr 2017er "As You Please" (Run For Cover Records) im Gepäck, eines der für mich besten Alben des Jahres. Und schlagartig wurde es unruhiger im Publikum. Neben Songs des erwähnten Albums fand sich auch die Post-HC Hymne "Sleep" auf der Setlist wieder und die ersten Crowdsurfer riefen zum kollektiven Wettspringen während des mitreißenden Sets. Sänger Mat, dem seine Fitness deutlich anzusehen ist hielt dann und wann auch bereitwillig das Mikro ins Publikum, um dem geneigten Fan seine five seconds of fame zu ermöglichen.

Der Headliner The Story So Far gab anschließend 15 Songs von vier Alben zum Besten und im Publikum gab es kein Halten mehr. Ohne Graben vor der Bühne und Security hatten die Gäste es leicht, die Bühne entweder selbst zu erklimmen oder bodysurfend dort aufzuschlagen. Abgesehen von einem fragwürdigen Sprung mit den Knien voran, einer blutigen Nase durch einen Ellbogen und einem umgefallenen Mikrophon (mehr fiel mir nicht auf) lief der Abend aber überraschend human ab. Sänger Parker Cannon, der gemütlich gekleidet in Oasis-Manier am Mikro verweilte erzählte zwischendurch kleinere Geschichten, auch, daß sie aus ungewöhnlich großen Gläsern Bier getrunken hätten. Tja, und das trotz der niedlichen 0,2l Gläser der Domstadt ;). Für die Show vor der Bühne sorgte das Publikum selbst, indem sich einige der Gäste um einen freie Fläche inmitten des Raums kümmeren, die dann auf eine undefinierbare Zählzeit kollektiv durch den pogenden Mob wieder besetzt wurde.

Alle Photos findet ihr hier bei Facebook:

➡ The Story So Far ➡ Citizen ➡ All Get Out @ Gebäude 9, 25.09.2018 © 2018 www.quintenquist.com - Please tag this...

Gepostet von Quinten Quist Konzertphotographie am Donnerstag, 27. September 2018

 

Weitere Photos findet ihr in Kürze auch bei MoreCore.de, photographiert von meiner Kollegin Julia.

Viel bleibt mir nach meinem Review nicht mehr zu sagen über "As You Please", das neue Album von Citizen, das heute via Run For Cover Records erscheint. Feinster Alternative/Emo mit einer bitteren Kirsche auf der Sahne. Definitiv eines der besten Alben der letzten Monate.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/B645qrtto4b74dlnu4h77hl2oia?t=As_You_Please_-_Citizen

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Citizen As You Please

Artist: Citizen
Album: As You Please
Erscheinungstermin: 06. Oktober 2017
Label: Run For Cover
Gesamtlänge: -
Link zur Band: https://www.facebook.com/Citizentheband/

PreOrders: z. B. über Run For Cover UK

Tracklist:

01. Jet
02. In the Middle Of It All
03. As You Please
04. Medicine
05. Ugly Luck
06. World
07. Fever Days
08. Control
09. Discrete Routine
10. I Forgive No One
11. You Are a Star
12. Flowerchild

Laut Presseinfo beschreibt "As You Please", das neue Album von Citizen, die Ursprünge der Unzufriedenheit, die den US-amerikanischen Rostgürtel - und ganz besonders seine Heimatstadt Toledo, Ohio - schon seit vielen Jahren heimsucht. Da ich wenig Berührungspunkte mit den gesellschaftlichen Zuständen in den USA vorweisen kann, lasse ich das vorliegende Werk ungeachtet dieses Kontexts frei und unabhängig wirken und dokumentiere das Erlebnis - und dieses Album ist eines - in eigenen Worten.

Randnotiz:
Die Band ist im Oktober auf Minitour in Deutschland:

07.10. 2017 Köln | Tsunami Club (ausverkauft)
08.10.2017 Berlin | Cassiopeia

Mit "Jet", der ersten Single des Albums geht es also in die Tiefen der Seele bzw. Erfahrungen von Sänger Mat Kerekes. Ein leicht britischer Indierock-Gitarrenklang, ein hektischer Bass im Wechsel mit verspielten Drums, die Stimme von Sänger Kerekes, die mal lakonisch, mal nachdrücklich eine Geschichte von Unsicherheit, Verzweiflung und Schuld erzählt, gipfelnd in einem phantastischen Refrain...ein großartiger Einstieg.

"If I'm in vain then you, you must be too
Are we on our way back down?
Into delusion we will go to stare at a glimpse of hope
Make me more assured, to clean my wounds"

Der C-Teil erinnert gar durch seinen leichten Shoegaze-Charakter an die letzte Hundredth-Platte. Die Band hat übrigens auch eine Live-Version im Studio 4 aufgenommen und als Video veröffentlicht, das ihr hier findet.

"In The Middle Of It All" überrascht mit einem beinahe Queen-esquen mehrstimmigen Vocal-Intro, dem ein fast trockenes "I saw you were there!" aus dem Off entgegengestellt wird. Und dann folgt dieser flächige Refrain, der auch von Rivers Cuomo hätte geschrieben sein können. Simulierte Abtastfehler des CD-Player-Lasers, die den Hörer hektisch nach der Ursache zu suchen nötigen beenden die Harmonie - verstörend.

Der Titeltrack "As You Please" scheint ungefährlich, unauffällig und lethargisch, bis die Fuzzgitarren und ein hohes Zirpen den Hörer aber eines Besseren belehren. "Medicine" klingt wie der tongewordene Blick auf die leere Dose Prozac auf dem Nachttisch. Notleiden, Fluchtgesuche, Panik - nicht im Sinne einer unkontrollierten Eskalation, sondern eher einer emotionalen Ausweglosigkeit. "Ugly Luck" zieht das Tempo dann ein wenig an und hilft dem Hörer von den Knien hoch zurück in den Stand - um zu tanzen und mit Optimismus gen Horizont zu blicken. Eine Grundbetroffenheit bleibt, aber eine positive Gleichgültigkeit drängt sie immer wieder in ihre Ecke zurück.

Zu Beginn von "World" klingt Kerekes' Stimme, als befände er sich mit dem Hörer in einem spärlich möblierten Raum, zu ihm sprechend in einem privaten Dialog. Dem Kern seiner Aussage verleiht er schroff Ausdruck im fordernden Refrain, in dem eine Flanger-artige Backgroundstimme den zweiten Melodiepart übernimmt.
"Fever Days" konzentriert sich vorerst auf eine akustische Gitarrenlinie und die einfache verzerrte Basslinie, die zusammen mit den Drums den Einstieg in etwas Großes bereitet. Citizen verstehen es wahrhaftig, Spannung aufzubauen, mit Dynamik zu spielen und selten gute Refrains wie aus dem siebten Überraschungsei zu zaubern.

"Control" erinnert ein wenig an The Appleseed Cast, melancholische Abgeschlagenheit, zerbrochene und mühsam zusammengeklebte Hoffnung. "Discrete Routine" ist schleppend, beginnt wie eine abendliche Sommerbrise, die in ein vorherbstliches Unwetter umschlägt. "I Forgive No One" wird mit modulierter Stimme eröffnet, ein knarziger Bass, ein Double-Time Refrain mit Noise-lastigem Chorus. "You Are A Star"startet geheimnisvoll mit perkussivem Intro, das in den klaren Refrain überleitet, der im Laufes Stückes noch wächst und sich mit dramaturgisch starken Klang-Elementen angereichert vor dem Hörer aufrichtet, bis er selbst zum Outro wird.

"Flowerchild", die längste Nummer der Platte, beginnt akustisch und unschuldig. Der letzte Sommertag barfuß im Gras, die Halme zwischen den Zehen, ein Ausbruch an Emotionen, impulsiv und energetisch. Auch Kerekes' Stimme kratzt ungewohnt und überraschend, überschlägt sich beinahe. Eine verhaltenes Klavier steht der Akustikgitarre zur Verabschiedung zur Seite. Bis bald, Citizen. Hoffentlich bis ganz bald.

Fazit:
Mit "As You Please" liefern Citizen DEN Soundtrack für die Post-Sommerdepression. Fragil, emotional und melancholisch weckt dieses Album Erinnerungen an Momente, die vielleicht niemals stattgefunden haben. Es inspiriert und zeichnet Geschichten. Dieses Album transportiert akustisch nicht nur durch eine große Vielzahl an Sounds und Instrumenten ein ganzes Bilderbuch, das der Hörer erstmal (be)greifen lernen muss. Große Harmonien öffnen Türen und erleichtern den Zugang. Die Vielfalt der Songs, die emotionale Varianz, die immer wieder von einer subtilen Tristesse begleitet wird verleihen "As You Please" einen umfangreichen Charakter, der lange begeistern können wird.
Wem das neue Turnover-Album zu fröhlich war, aber nicht auf den Mix aus Emo, Indie und Alternative verzichten mag, der wird mit dem neuen Werk von Citizen sein dunkles Gegenstück finden.

Anspieltipps: Alles

Nach dem phantastischen "In The Middle Of It All" haben Citizen nun mit "Fever Days" eine weitere Single des am 06. Oktober erscheinenden Albums "As You Please" veröffentlicht, das via Run For Cover Records das Licht der Welt erblicken wird. Und ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, daß dieses Album eines der besten Indie/Alternative/Emo-Alben der letzten Jahre ist. Seid gespannt!

Citizen auf Tour:

07.10. 2017 Köln | Tsunami Club (ausverkauft)
08.10.2017 Berlin | Cassiopeia

Vorbestellen könnt ihr das Album hier (und ihr könnt nichts falsch machen).

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"In The Middle Of It All" heißt die neue Single von Citizen aus dem kommenden Album "As You Please", das am 06. Oktober via Run For Cover Records erscheint. Die Nummer kommt inkl. Video und die Vorgänger-Single "Jet" könnt ihr hier hören.

Citizen auf Tour:

07.10. 2017 Köln | Tsunami Club (ausverkauft)
08.10.2017 Berlin | Cassiopeia

Vorbestellen könnt ihr das Album hier.

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Nachdem "Jet" bereits als Audiospur erschien, haben Citizen nun ein etwas verstörendes Musikvideo veröffentlicht. Wer mir die Story in drei Sätzen erklären kann, bekommt bei der nächsten Hoch den (Mini)Rock-Party ein Bier auf's Haus. Am 06. Oktober erscheint dann das dritte Album "As You Please" via Run For Cover Records.

Auf Tour könnt ihr die Band hier sehen:

07.10. 2017 Köln | Tsunami Club
08.10.2017 Berlin | Cassiopeia

Vorbestellen könnt ihr das Album hier.

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Am 06. Oktober erscheint das dritte Citizen-Album "As You Please" via Run For Cover Records und die Band hat nun die erste Single daraus veröffentlicht. "Jet" ist eine kernige Nummer, die ohne es zu übertreiben Stellung bezieht. Melancholisch und frustriert, aber immer konzentriert. Klingt wirr? Hört es euch einfach an und ihr werdet es verstehen - zumindest hoffe ich das für mich^^

Aufgenommen hat die Band die Platte mit ihrem langjährigen Produzenten Will Yip (Circa Survive, La Dispute) und so zwölf neue Songs gemeinsam erschaffen, die laut Band teils außergewöhnlich instrumentiert wurden. Z. B. findet sich im Song „In The Middle Of It All“ ein immer wiederkehrender von Sänger und Songwriter Mat Kerekes gesampelter Chor. Dazu gesellen sich außerdem Orgelbegleitung und unübliche Drum-Effekte wie in “You Are A Star” und “Medicine”.

Tracklist:

01. Jet
02. In The Middle Of It All
03. As You Please
04. Medicine
05. Ugly Luck
06. World
07. Fever Days
08. Control
09. Discrete Routine
10. I Forgive No One
11. You Are a Star

Das neue Album der Band aus Toledo, Ohio könnt ihr hier vorstellen, auch in rotem Vinyl mit schwarzgelben Splattern.

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Nach "Intuition" haben Northlane nun den nächsten neuen Song veröffentlicht - samt passendem Musikvideo. "Citizen" heißt die Nummer und klingt weniger vertrackt, mit leichtem Of Mice And Men-Einschlag. In welchem Zusammenhang das Duo zu einem neuen Album steht...man kann nur mutmaßen.

Produziert hat den Song David Bendeth (Bring Me The HorizonA Day To RememberParamore) in New Jersey. Regisseur war Jason Eshragian.

“Citizen is a song that was written about the first world police state and our willingness to live under the watch of those in power, for their means, while those who blow the lid on it suffer. Writing this one was quite a mission – it took a lot of work but we are proud of it and beyond excited to share it with you all.”

Josh Smith, Gitarre

Northlane auf Tour in DE:

20. Juni - Colos Saal, Aschaffenburg
21. Juni - Tower, Bremen
24. Juni - With Full Force, Gräfenhainichen
29. Juni - Garage, Saabrücken
30. Juni - Kellerklub, Stuttgart
01. Juli - Vainstream Rockfest, Münster
04. Juli - Airport, Regensburg