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Über seine Arbeit für den Titelsong des Films "The Promise", der sich mit dem armenischen Völkermord beschäftigt hatte ich ja bereits hier vor einiger Zeit berichtet. Posthum erhält die Nummer nun ein weiteres Musikvideo aus Szenen des Films und Momenten von Chris Cornell im Studio und für eben diesen Anlass inszeniert.

Zeilen wie die folgenden wiegen heute umso schwerer:

And one promise you made
One promise that always remains
No matter the price
A promise to survive
Persevere and thrive
As we've always done.

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Bereits vor einer Weile wurde die Audiospur zum Chris Cornell-Song "The Promise" veröffentlicht, der aus dem Soundtrack zum Historiendrama mit Christian Bale über den armenischen Völkermord stammt (seit 21. April in den Kinos).  Alle Erlöse aus dem Film kommen verschiedenen Non-Profit-Organisationen zugute. Das Video ist ein Zusammenschnitt aus Material der folgenden Organisationen und wurde von Chris selbst und seiner Frau Vicky produziert:

“Cries from Syria”, Evgeny Afineevsky
“Ross Kemp's Migrant Hell”
“Survivors”, Nazik Armenakyan
“Exodus: Our Journey to Europe”, Keo Films
Weiteres Material von SOS Méditerranée, Refugee Rescue, Human Rights Watch, Doctors Without Borders/Médecins Sans Frontières (MSF)

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Photo: Chris Cuffaro

Die 90er waren das Jahrzehnt des Grunge. Ich hatte lange Haare, abgeschnittene Bundeswehrhosen und Michael Jordan Basketballschuhe an und trug Pearl Jam-Shirts in XL (die mir nicht mal heute passen). Bands wie eben erwähnte Pearl Jam, Alice In Chains, Mudhoney, Mother Love Bone, Candlebox, Temple Of The Dog, Mad Season oder Nirvana waren omnipräsent und prägten eine Generation. Zu ihnen gehörten auch Soundgarden, die Band um den charismatischen Sänger Chris Cornell. Verglichen mit  manch anderer Seattle-Band hatte Cornell eine ungewöhnliche Stimme, die vier Oktaven umfasste und die gerade deshalb so faszinierend war. Eine Rockband mit einem derartigen Organ...herausragend.

1995 - ich war gerade 15 Jahre alt - sah ich die Band das erste Mal live in Oberhausen auf der "Into The Superunknown"-Tour mit Kyuss, Pennywise, Blind Melon, Reef und Sponge als Vorbands. Was für ein Erlebnis. Stone Gossard am Bass verprügelte sogar noch einen "Fan", der ihn angespuckt hatte. Blind Melon waren kurz danach Geschichte, da der Sänger an einer Überdosis verstarb. Und die Hoffnung wuchs, daß die Musikszene aufwacht und sich die Großen wie auch Layne Staley von Alice In Chains fangen würden und nach dem Tod von Andy Wood 1990 (Mother Love Bone), für den Temple Of The Dog ins Leben gerufen wurde den Drogen entsagen. Staley verlor den Kampf und folgte dann in 2002, ebenfalls verstorben an einer Überdosis Heroin. Chris Cornell hingegen schaffte den Absprung und machte eine Therapie, wurde clean.

Und auch wenn sich Soundgarden 1997 auflösten, war er immer da. Sein erstes Solo-Album "Euphoria Morning" lief bei mir rauf und runter, Jahr ein, Jahr aus. Wem seine Stimme oder sein Auftreten - auch nach dem "Great Expectations"-Soundtrack mit dem unerreichten "Sunshower" oder dem Zusammenschluss mit den Rage Against The Machine-Musikern unter dem Namen Audioslave 2001-2007 (vormals als Civilian ins Leben gerufen) - bis dahin aus unerfindlichen Gründen verborgen geblieben waren, der lernte ihn spätestens mit dem James Bond-Titelsong "You Know My Name" für "Casino Royale" kennen.

Bei Rock Am Ring 2009 sah ich ihn nochmal live, solo. Und auch wenn die Show nicht so mitreißend war wie erhofft - vielleicht lag es an der Tageszeit - so war ich froh, daß ich diesen Moment miterleben durfte.

Just erschienen Jubiläumsausgaben der Alben "Ultramega O.K." und "Badmotorfinger". Seine neue Single "The Promise" für den gleichnamigen Film mit Christian Bale erschien Mitte März. Und das soll nun auch das Vermächtnis eines des großartigsten und prägendsten Künstlers der modernen Rockmusik sein. Am 17. Mai verstarb der Musiker aus bislang ungeklärter Ursache, unerwartet und überraschend - im Alter von nur 52 Jahren. Farewell, Chris Cornell. Thank you for the music <3!

Nachtrag am 19. Mai 2017: Cornell nahm sich selbst das Leben und hinterlässt eine Ehefrau sowie drei Kinder. Wir wissen nicht, was in ihm in diesem Moment vorgegangen ist. Dennoch: Achtet auf eure Mitmenschen. Und unterstützt Innitativen, die sich dem Thema Depressionen widmen, z. B. die Robert Enke Stiftung.

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Chris Cornell, Ausnahmekünstler und Frontmann der Legende Soundgarden darf nach seinem James Bond-Titeltrack wieder einmal Kinomusik machen. Dieses Mal vertont er "The Promise", ein Historiendrama mit Christian Bale über den armenischen Völkermord, das am 21. April in die Kinos kommt.  Alle Erlöse aus dem Film werden an verschiedene Non-Profit-Organisationen gespendet.

Unerreicht bleibt aber "Sunshower" aus dem "Great Expectations"-Soundtrack.

Als Kind der 80er und 90er war der Paradiesvogel Prince ein stetiger Begleiter für mich. Mal als "Prince", mal als "TAFKAP". Wie auch immer, einige seiner Melodien werden ewig mitschwingen.
Sinéad O’Connor hat ihren Erfolg sicher Prince zu verdanken, der "Nothing compares 2 U" fünf Jahre vor ihrem Cover-Hit für sein eigenes Projekt "The Family" aufnahm.  Würdig, ihn zu re-interpretieren ist sicher Chris Cornell, dessen Stimme mindestens so charismatisch ist wie die des Urhebers Prince.

Gute Reise und tröste die Tauben.

Celebrate life!