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Die Bochumer Progressive Rocker WalzWerk (deren Name sich von der Arbeitsstätte des Gitarristen Lutz ableitet) haben just ein Video zum Song "Sinuston" veröffentlicht, dessen Aufnahmen von ihrer Releaseshow am 03. März im Zeitmaultheater stammen. Elektronische Spielereien, die aus dem Dubstep entliehen sind treffen auf mal verzerrte, mal cleane Effektgitarren und die Stimme von Sänger Felix wird kontrastiert durch sampleartige Spoken Word-Passagen von "Dauergast" Simone Görtz, die die Band auch live unterstützt(e). Den Abschluss bildet ein beinahe Steven Wilson-esques Outro mit solierendem Jazz-Bass, das sich durch einen grundlegend molligen Charakter auszeichnet, aber seine Auflösung in Dur findet.

Die Platte der Bochumer wurde übrigens in London vom u. a. als Keyboarder der britischen Band The Pineapple Thief bekannten Toningenieur Steve Kitch
gemastert.

With so many people producing music these days the quality can vary. However I’m glad to say that I really enjoyed working on this album. I’m not really a fan of the label ‘prog’ but I get to master a lot of ‘prog’ music. For me prog has to be progressive. Rather than a copy of something from the 70s. So for me the WalzWerk album is very ‘progressive’ with a wide range of originality, influences and interest. Lots of big riffs that rock. Very tight. Interesting ambient sections that aren’t just random noises. Magnificent!

Das Album, das am 02. März 2018 via Calygram erschien könnt ihr weiterhin hier streamen oder bei Bandcamp kaufen.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Btbewgxgvcvqawzuf44hziyqlki?t=WalzWerk_-_WalzWerk

Mit der neuen Single "HLB2" haben WOES ihre Hommage an Drakes Megahit "Hotline Bling" veröffentlicht.

I remember when I first demoed 'HLB2' I was so excited about it! I knew it had something really special. When I first started working on it, it was a totally guitar based song that sounded like what you would expect from us. When we started working on it as a band, we couldn’t get it together so it went on the backburner for a while. Then after a month or two we looked at it with fresh eyes, we were like ‘OK, holy shit, now we’re on to something.’ and the whole song was pretty much re-written from there, barring a couple bits from the original arrangement. Lyrically, the song is about trying to get it together with someone you have a casual thing with, and it not working out and the kind of self-reflections that come from that kind of experience. It’s something that has happened to me a few times I guess, and at the time I couldn’t really see why.” - DJ (Vocals)

Am 04. Mai erscheint dann via UNFD die EP "Self Help", die ihr hier vorbestellen könnt.

WOES on Tour (Galaxy Camp Festival):

17. Mai, Zürich, Dynamo
18. Mai, Karlsruhe, CO-Club
19. Mai, Köln, Essigfabrik
20. Mai, Leipzig Parkbühne

Tracklist der EP:

1. High On You (Video)
2. Real World (Video)
3. Losing Time (Video)
4. Over It
5. HLB2 (dieser Artikel)

Vom aktuellen Album "Crooked Shadows" (Fueled By Ramen) stammt "Heart Beat Here", das Dashboard Confessional bereits im Vorfeld als Audiostream veröffentlichten. Die Nummer ist rein akustisch und erinnert an Mumford & Sons. Protagonist des Videos ist Bandleader Chris Carrabba, der trotz seiner 43 Jahre einfach nicht zu altern scheint.

Neben den Satanic Surfers haben sich auch die ebenfalls aus Schweden stammenden Melodycore-Koriphäen No Fun At All am vergangenen Freitag mit einem neuen Album zurückgemeldet. "Grit" erschien via Bird Attack Records und bietet auf 12 Songs und knapp 33 Min. schnörkellosen Punkrock, als wäre es 1999. Mein Abiturienten-Ich macht Luftsprünge :).

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/B2ftuanyzmjed4g5ujktwbntpwy?t=GRIT_-_No_Fun_at_All

Aus dem von den Kritikern gefeierten aktuellen Album "Material Control" (Globochem/Century Media) haben Glassjaw nun den Song "shira" als Musikvideo veröffentlicht. Das Videomaterial stammt von ihrer Saint Vitus Releaseparty aus 2017.

Fiddlehead aus Boston als Allstar-Band zu bezeichnen ist vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen. Dennoch sei erwähnt, daß hier keine Unbekannten an den Instrumenten und am Mikro stehen. Gitarrist Alex Henery spielt bei Basement, Sänger Patrick Flynn und Drummer Shawn Costa sind bzw. waren beide bei Have Heart tätig (ersterer war erst kürzlich mit seinem Projekt FREE in Europa auf Tour). Casey Nealon spielt bei Youth Funeral und GloryAlex Dow kommt von Intent.

Die Herrschaften haben just ihre neue Platte "Springtime And Blind" via Run For Cover Records veröffentlicht. Und kennt man Flynn eher rabiat, schafft er es auf diesem Album, mit dem er den Verlust seines Vaters verarbeitet und mit seiner Art zu singen, eine einfühlsame Stimmung zu kreieren, die mal melancholisch, mal trist, mal lakonisch, mal verzweifelt, mal wütend klingt. Musikalisch pendelt das Album irgendwo zwischen Indie, Alternative, Emo und Post-HC der Fugazi-Ära.

Fans von Walter Schreifels, frühen The Get Up Kids, The Casket Lottery, Able Baker Fox, Small (23; falls sich jemand an die Chapel Hill-Zeiten erinnern kann) werden Gefallen an Fiddleheads Full Length-Debüt finden.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Babseeyr4udxrhqfawgtwfv4oxm?t=Springtime_and_Blind_-_Fiddlehead

Via SharpTone Records ist kürzlich "Better Luck Tomorrow", das neue Album von Settle Your Scores erschienen. Was das Quintett aus Cincinnati hier hervorragend kombiniert sind Elemente aus Pop-Punk und Post-HC. Wo A Day To Remember sich technisch oder musikalisch nicht an die Extreme trauen, preschen SYS mit voller Kraft voraus. Da ist der Breakdown ein potenzierter Schlag in die Magengrube, auf den dann wieder der Strandurlaub-Refrain folgt, bei dem sich alle lachend in den Armen liegen.

Amüsant sind die Rezensionen der "Metal"-Magazine, die scheinbar einfach nicht akzeptieren können oder wollen, daß die Band sich an Metal-Sounds und Elementen wie lupenreinen Metal-Soli bedient und diese mit Pop-Punk kombiniert. Blasphemie! Der liberale Hörer wird mit "Better Luck Tomorrow" definitiv seinen Spaß haben.

Fans von SECRETS, Issues oder Capstan sollten dem Album mindestens einen Durchgang schenken.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bm6hshdu6emtrplvqkidhpeyuny?t=Better_Luck_Tomorrow_-_Settle_Your_Scores

Nach dem Pre-Releasestream haben die dänischen møl vergangenen Freitag ihr neues Album "Jord" offiziell via Holy Roar Records veröffentlicht. Die Band aus Aarhus hat hier zweifelsohne ein bemerkenswertes Werk geschaffen, das so divers ist, daß es den alteingesessenen Blackmetal-Fans die Fußnägel hochrollen lassen könnte, aber dem Genre eben den frischen Winde einhaucht, der dem ein oder anderen den Zugang zu dieser doch oft sperrigen Musik erst ermöglichen könnte.

Neben klassischen Blastbeat-Parts prägnanten Melodiebögen gibt es hier und da auch Anleihen aus dem Metalcore, verhallten Gesang, wie ihn Alcest zelebrieren oder harsche Shouts der Marke Oathbreaker - und dann ist da das instrumentale "Lamdba", das einfach nur schön ist, einfach schön. Das Ganze eskaliert im Titeltrack am Ende der Platte, in dem die Band neben einem Wave-Gitarren ähnlichen Zwischenpart auch gesanglich alles auspackt, was geht.

Fans von den erwähnten Bands sowie des neuen Rolo Tomassi-Albums sollten dringend reinhören.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bf5bot5txy52dgs37bwbbzbpsrq?t=Jord_-_M0L

Vergangenen Freitag ist via Apathia Records und Thundering Production "Savages", das neue Album von The Dali Thundering Concept erschienen. Das zweite Album der Band aus Paris ist ein Konzeptwerk und beschäftigt sich mit der Dystopie, was die Menschheit Ungemütliches erwartet, wenn wir unsere Lebensstandards und Vorstellungen der Welt nicht anpassen. Themen wie die globale Erwärmung, die Grenzen zwischen den Menschen und veraltete politische Thesen werden aufgegriffen und musikalisch sowie textlich verarbeitet.

Alle Streaming- und Kaufoptionen findet ihr hier.

Zuletzt konnte man dieses Kreativkonzept im Video zu "Utopia" auf sich wirken lassen. Die Band ist mit ihrem Zweitwerk auch mit Jinjer auf Tour:

15.05. BERLIN Musik & Frieden
16.05. BOCHUM Rockpalast
17.05. KÖLN Jungle Club
18.05. FRANKFURT Nachtleben

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bdy2ibottxmpbqqo6onx6btb6dm?t=Savages_-_The_Dali_Thundering_Concept

Heute - nach 13 langen Jahren - ist das neue Album der Satanic Surfers erschienen, einer der schwedischen Melodycore/Skatepunk Bands. Mein Fazit zu "Back From Hell" (Regain Records) konntet ihr ja bereits hier nachlesen.

Bei den üblichen Streamingdiensten ist das Album noch nicht zu finden. Bei Bandcamp, was hinsichtlich der Einnahmen deutlich besser für Musiker ist  könnt ihr die Platte aber streamen und bei Gefallen auch downloaden.