Springe zum Inhalt

Mitte 2016 hatte die Saitenfraktion von Night Verses das Experiment unternommen, neun Drummer - darunter Anup Sastry (ex-Monuments),
Mike Ieradi (Protest The Hero), Loniel Robinson (letlive.) und Billy Rymer (The Dillinger Escape Plan) - einen Song spielen zu lassen, ohne, daß jeder weiß, was der andere tut. Auf Basis dessen hatten Nick DePirro (Gitarre) und Reilly Herrera (Bass) dann den Song auf harmonischer Ebene komplettiert. Das Ergebnis seht ihr hier.

Vergangene Woche hat das Trio nun drei neue Tracks, die auf dem aktuell in Planung befindlichen 2018er Album enthalten sein werden veröffentlicht. Beschreiben kann man den Sound als eine Mischung aus Animals As Leaders, Intervals und Russian Circles. Aber macht euch lieber euer eigenes Bild. Zudem ist die Band mit Intervals auf US-Tour.

Vergangenen Freitag ist die neue EP der Leipziger The Sleeper erschienen. Nachdem die Band um Shouter Steven Jost (Ex-Narziss) bereits die Singles "The God Of Suffocation" und "Inertia Spiral" im Vorfeld veröffentlichte, gibt es nun vier weitere Tracks des von John Browne (Monuments, Flux Conduct) produzierten Albums. Auf internationalem Niveau bietet das Quintett sauberen, modernen Progressive Metal, teilweise mit (melodischen) Ambient-, Post Metal- und Hardcore-Anleihen. Wunderbar abwechlungsreich und hoffentlich bald auch in eurer Bandcamp-Sammlung.

Nachdem Jinjer bereits mit "A Plus Or A Minus" das Re-Release ihres Albums "Cloud Factory" via Napalm Records für den 16. Februar angekündigt haben, geht es nun mit "Bad Water" als Live-Video weiter. Aufgenommen wurden die Sequenzen im Oktober 2017 in Kiev, als die Band dort mit Twelve Foot Ninja auf der Bühne stand. Verantwortlich für Kamera, Schnitt und Editing ist erneut Oleg Rooz, der die Band aktuell auf ihrer Tour mit Arch Enemy mit seiner Kamera begleitet.

Vorbestellen kann man die Platte hier.

26.01.18 DE - Oberhausen / Turbinenhalle
27.01.18 DE - Geiselwind / Music Hall
28.01.18 NL - Tilburg / O13
29.01.18 DE - Hamburg / Große Freiheit
31.01.18 SE - Malmö / KB
01.02.18 NO - Oslo / Rockefeller
02.02.18 SE - Stockholm / Arenan
03.02.18 SE - Gothenburg / Trädgarn
05.02.18 DE - Berlin / Huxleys
06.02.18 DE - Wiesbaden / Schlachthof
07.02.18 DE - Saarbrücken / Garage

1

Am 09. März erscheint via Sumerian Records das neue Between The Buried And Me-Album "Automata" bzw. dessen erster Teil. Denn die Band wird im Laufe des Jahres auch noch den zweiten Teil des Doppelalbums unters Volk bringen. Die erste Single "Condemned To The Gallows" ist wieder ein bunter Strauß diverser Spielarten des Metals, überspannt von den progressiven Finger-und Stimmbandfähigkeiten der einzelnen Musiker. Startet der Song doch recht klassisch und straight, kippt er im nächsten Moment in hektisches Death Metal-Screaming, um nach einem Ausflug ins Synapsen-Phantasialand inkl. klassischem Gitarrensolo am Ende dann wieder in die Harmonie, getragen von feinen Melodien von Sänger Tommy Giles Rogers zurückzukehren. Vorbestellen kann man die Platte hier.

Im April und März ist die Band mit The Dear Hunter und Leprous auf US-Tour.

3

Artist: Rolo Tomassi
Album: Time Will Die And Love Will Bury It
Erscheinungstermin: 02. März 2018
Label: Holy Roar Records
Gesamtlänge: 53:00 Min.
Link zur Band: http://www.rolotomassiband.com/

Tracklist:

01. Towards Dawn
02. Aftermath
03. Rituals
04. The Hollow Hour
05. Balancing The Dark
06. Alma Mater
07. A Flood Of Light
08. Whispers Among Us
09. Contretemps
10. Risen

"Time Will Die And Love Will Bury It" - Ein Albumtitel wie ein Gedicht. Und hierbei handelt es sich weder um einen Zufall noch eine Eigenschöpfung. Die Jazz/Math Core-Band mit Black und Post Metal-Affinität aus dem britischen Sheffield sah sich inspiriert durch einen Druck eines Freundes, dessen künstlerische Grundlage ein Zitat des Underground-Schriftstellers Richard Brautigan darstellt. Am 02. März erscheint also das 5. Studioalbum von Rolo Tomassi allgemein und das 2. auf Holy Roar Records. Was erwartet eure Ohren? 

Eine Traumsequenz. Das ist der erste Eindruck, den der Hörer bekommen kann, wenn "Time Will Die And Love Will Bury It" mit dem Opener "Towards Dawn" startet. Beinahe liebliche Synthesizer-Klänge und gesampelte Chöre leiten über 03:44 Minuten über in "Aftermath", der extrem melodiös und unschuldig, gar optimistisch anmutet. Die Melodiebögen von Sängerin/Shouterin Eva Spence fügen sich perfekt in die reduziert instrumentierte, rhythmisch auffällige Strophe, während sich die Gesamtheit aller Beteiligten im atmosphärischen, flächigen Refrain ins höchst Epische steigert.

Doch die Friedlichkeit ist trügerisch. "Rituals" holt den Hörer zurück in die Realität. Black Metal-Blastbeats, verzerrte Shouts und Growls, knarrzende Synthies, bei Rolo Tomassi stehen plötzlich alle Zeichen auf Angriff.

Am Boden liegend besänftigt das Intro zum anschließenden "The Hollow Hour" den Hörer ein wenig, untermalt von Vintage Hammond Orgel-Klängen...bis der Song ausholt und nachtritt. Aggressive Stakkato-Arbeit der Instrumente, harsche Vocals, keine Verschnaufpause. Und dann überrascht die Band mit einem melodiösen Part, in dem die cleane Stimme von Eva Spence kurzzeitig fein wehklagt. Schwenk zum Klavier lastigen Zwischenpart, der aber wieder die Ruhe vor dem Sturm verkörpert. Im Mix wurde Eva Spence der Charakter verliehen, als stünde sie im dialogischen aggressiven Disput mit sich selbst oder einer höheren Macht. Das epische Outro des Songs voller Wehmut, Schwermut und Zerrissenheit lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen.

"Balancing The Dark" beginnt jazzig und behält seine rhythmische Komplexität auch nach dem ruhigen Intropart bei. Tom Pitts an den Drums weiß, was er tut und die Saiteninstrumente fügen sich ihm und seinen Akzentuierungen. Ein Donnergrollen gleicher Part kümmert sich zwischenzeitlich um die Magengrube des Hörers, bevor ein Orgel untermauerter Part einen der experimentellsten Songs der Platte beschließt.

"Alma Mater" macht ab Sekunde 1 keinen Hehl um seinen aggressiven Charakter. Rhythmisch vertrackt, versiert instrumentiert zieht der Song das Tempo an. Bis die Band auch ihm ein harmonisches Fremdwort für Pause gönnt.
"A Flood Of Light" erinnert mich nicht nur vom Titel an "Absence Of Light" der britischen Devil Sold His Soul. Brachiale Klangwände gepaart mit einsilbigen Shouts, ergänzt um zarte Melodielinien und Streicherarrangements, die in einem 80s beeinflussten Synthie-Part samt maximal verzerrtem Bass von Nathan Fairweather aufgehen...Flut trifft es ganz gut. Hier brechen über 08:20 Minuten wahrlich Klangwelten über den Hörer herein. Die Stimme von Eva Spence ist im Finale ein wahrer Gänsehaut-Garant. Einer der besten Songs der Platte.

Mit "Whispers Among Us" geht es wieder zurück in die Dunkelheit. Tiefe Growls, aggressives Picking der Gitarren, schwermütige, träge Riffs ziehen den Hörer in einen dunklen Strudel. Mit einem Moment der Befreiung, der an Kraft zunimmt beendet die Band diesen Teil des Albums. "Contretemps" besinnt sich auf die Friedlichkeit des Openers zurück, eine simple Klavierlinie, melancholisch, einsam. Zum zweiten Drittel des 08:16 Minuten langen Songs fährt Gitarrist Chris Cayford schwere Fuzz-Geschütze auf und schiebt mit einem kratzenden Teppich beiseite, was sich nicht wehren kann. Die Länge des Songs lässt vermuten, daß hier etwas Großes aufgebaut werden soll. Und so kommt es. Atmosphäre, Epik, Keyboarder James Spence untermalt dies' alles mit unschuldigen Synthie- und Orgel-Klängen, während ein scheinbar Tonart fremder Akkord im post-rockigen Klimax die Harmonie durchbricht und das mitleidende Herz aufschreckt. Ein beinahe sakraler Melodiegesang trägt den vorletzten Song, reduziert instrumentiert final zu Grabe.

Mit dem ruhigen "Risen" führen Rolo Tomassi die sakrale Art des Gesangs fort. Ein wenig erinnert mich die Melancholie der Gesamtkomposition gar an Melanie Wills' Stimme bei "Short Stories With Tragic Endings" von From Autumn To Ashes, wobei jene aber instrumental von den japanischen Mono begleitet würde. Nach 53:00 Min. ist es an der Zeit, daß jene sich zur ewigen Ruhe bettet und einen Abschied in Liebe erlebt. All die Erlebnisse, die Emotionen, die Stürme und Kämpfe finden einen harmonischen Schluss in Geborgenheit.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier. Wem der Plattenspieler in der Bahn zu affig ist und wer keinen Bock auf Spotify & Co. hat, der wird das Album vmtl. auch am Releasetag hier bei Bandcamp finden. Die neue Platte stellt die Band ebenfalls auf Tour vor, darunter folgende Termine in oder von Deutschland aus erreichbar:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Fazit:

Zugegeben hatte ich bis zu dieser Platte meine Probleme, den Zugang zur Band zu finden. Ein einziger kompletter Durchlauf der Scheibe hat aber ausgereicht, mich vollends zu begeistern. Die Kombination der fragilen Melodiestimme von Sängerin Eva Spence, der sie die verzerrten, teilweise gutturalen Screams und Shouts gegenüberstellt könnte kaum konträrer sein. Technische Finesse, ohne zu prahlen, ein Gespür für abwechslungsreiches Songwriting und den Sinn für die richtigen Momente, die ein guter Song benötigt, Rolo Tomassi schaffen es, mit einem homogenen Stilmix (so widersprüchlich es auch klingen mag) ein grandioses und rundes Album abzuliefern. "Time Will Die And Love Will Bury It" ist beileibe nichts für den Sonntagsspaziergang - außer man wandert vielleicht durch Ruinen vergangener Königreiche - und auch nichts für den Kochabend mit Freunden. Das Album ist etwas Intimes, etwas, das man alleine laut hören muss - von der ersten bis zur letzte Sekunde. Und danach ruft man seine/n besten Freund/in an und bedankt sich, sie/ihn zu haben. 

Anspieltipps:

Aftermath, A Flood Of Light, Contretemps

Mit der neuen Single "Humanoid" (Season Of Mist) markieren Cynic ihr mittlerweile gut 30-jähriges Bandbestehen. Vom Original-LineUp ist zwar nur noch Paul Masvidal übrig, der jedoch von Sean Malone und Matt Lynch unterstützt wird. Verantwortlich für den Mix des neuen Songs ist Ex-Periphery Bassist Adam “Nolly” Getgood.

'Humanoid' is a portrait of contrasts, like those between struggle and stillness, or the immediate against the limitless. Our Stargate is planet Earth — consciousness, the transmitter. We, sentient creatures of light, are alive now — on a sphere, floating in a galaxy fixed amidst the infinite. It's quite miraculous to be aware of this, and it invokes a sense of urgency and empowerment that is unlike anything else."

Am 08. Dezember letzten Jahres hat der Gitarrenvirtuose Chris Schiermann sein schlicht "Schiermann" betiteltes Album veröffentlicht, darunter ein Track mit Unterstützung von TesseracTs Amos Williams am Bass. "Technical Disabilities" heißt die Nummer und wurde just als Musikvideo released, bei dem der erwähnte Tiefton-Musiker auch Regie führte. An den Drums findet sich für den Song sein Sohn Zach Schiermann (der bereits mit 14 Jahren an einem Meshuggah Drum-Contest teilnahm).

Den Track selbst bezeichnet Schiermann als “self competition” und lässt man sich auf die vertrackten und progressiven Strukturen ein, weiß man, wieso der werte Herr diese Beschreibung gewählt hat. Irgendwo im Steve Vai- und Animals As Leaders-Universum spielt die Musik im wahrsten Sinne, charakterisiert durch starke Akzente, umgesetzt durch perkussives Slappen auf der Gitarre. Dieses Jahr kann man den Künstler auf einer UK-Tour inkl. dem UK Tech Fest erleben.

Gastmusiker auf dem Album selbst sind wie folgt:

Matt Gartska (Animals As Leaders)
Adrian Terrazas-Gonzales (The Mars Volta)
Acle Kahney
und Amos Williams (TesseracT)
Navene Koperweis
(Entheos)
Mike Malyan 
und Jakub Zytecki (DispersE)
Chris Maresh
(Eric Johnson)
Ashe O’Hare
(Ex-TesseracT, Voices from the Fuselage)

Das Album könnt ihr hier bei Bandcamp streamen oder kaufen.

1

Via Century Media erscheint am 02. März das neue Album von Oceans Of Slumber mit dem Titel "The Banished Heart". Die Band hat vor einigen Tagen dazu die erste Single veröffentlicht, die dann auch direkt mal neun Minuten und eine Sekunde lang ist. Für andere ist das schon eine EP^^. Der Hörer bekommt, was er erwartet: Eine maximal technische Drum-Performance, beinahe soulige und durchweg melodiöse Vocals der Sängerin Cammie Gilbert unterlegt mit düsteren Gitarrenlinien. Dem geneigten Prog Metal-Fan ist ihr Auftritt auf dem Euroblast 2016 übrigens vlt. noch in Erinnerung.

Digital vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

1

Am 16. Februar erscheint das Re-Release von "Cloud Factory", dem 2014er Album der ukrainischen Jinjer, ursprünglich auf The Leaders Records veröffentlicht. Napalm Records, die Heimat der Band seit "King Of Everything" bringt das Album nun neu raus, u. a. auch auf Vinyl. Zu diesem Anlass gibt es nun den Track "A Plus Or A Minus" als neues Lyric-Video aus der Feder der Agentur The Black Soil, deren Creative Director Ingwar Dovgoteles bereits den BUMA Award für das "Best Musical Video" zum Jinjer-Song "I Speak Astronomy" erhielt.

"As most of you don’t know, "A Plus Or A Minus" is a visual prequel to our "I Speak Astronomy" video, meaning both videos are connected … and we’ve always wanted to give it its own video so when Napalm Records asked to re-release our second album CLOUD FACTORY, we jumped at the chance to cast a light on some of our favorite tracks, one that was sometimes overshadowed by our more popular material."

Vorbestellen kann man die Platte hier.

Live ist die Band demnächst hier zu sehen:

12.01.18 DE - München / Tonhalle
13.01.18 DE - Stuttgart / LKA Longhorn
14.01.18 CZ - Prag / Forum Karlin
15.01.18 CH - Zürich / Komplex
17.01.18 IT - Mailand / Alcatraz
18.01.18 FR - Lyon / Transbordeur
19.01.18 ES - Barcelona / Razzmatazz
20.01.18 ES - Madrid / La Riviera
22.01.18 FR - Toulouse / Le Bikini
23.01.18 FR - Paris / Bataclan
24.01.18 BE - Antwerpen / Trix
26.01.18 DE - Oberhausen / Turbinenhalle
27.01.18 DE - Geiselwind / Music Hall
28.01.18 NL - Tilburg / O13
29.01.18 DE - Hamburg / Große Freiheit
31.01.18 SE - Malmö / KB
01.02.18 NO - Oslo / Rockefeller
02.02.18 SE - Stockholm / Arenan
03.02.18 SE - Gothenburg / Trädgarn
05.02.18 DE - Berlin / Huxleys
06.02.18 DE - Wiesbaden / Schlachthof
07.02.18 DE - Saarbrücken / Garage

Aus dem im Mai letzten Jahres erschienenen Album "The Deity" haben die britischen Construct nun den Song "Devil Inside" als Musikvideo exklusiv über It Djents ausgekoppelt. Die Nummer kombiniert djent-lastige Sounds, aggressives Slapping, punktgenaue Drumgrooves und beinahe poppige Gesangsmelodien. Wer sich gut mit Heart Of A Coward, Textures, The Arusha Accord oder Monuments arrangieren kann, wird hier seine helle Freude haben.

Merch und CDs der Band aus Stoke-on-Trent findet ihr hier, den Album-Stream (neben der Youtube-Version) hier.

Das gesamte Album als Stream bei Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=fA5RDvDgvAs

(Quelle)