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Post-Black Metal und/oder Blackgaze sind aktuell in aller Munde bzw. Ohren. Seit 2015 ist es etwas ruhig um Deafheaven geworden, die zu den bekannteren Vertretern des Genres gehören. Nun melden sie sich eindrucksvoll mit einer 12-minütigen Single zurück, die zum kommenden vierten Album "Ordinary Corrupt Human Love“ gehört, das mit Produzent Jack Shirley in Oakland aufgenommen wurde und am 13. Juli via Anti-Records erscheint. Mehr davon!

Vorbestellen kann man das Album, u.a. auch als Colored Vinyl hier.

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Via Napalm Records erscheint am 27. April das neue God Is An Astronaut-Album "Epitaph". Daraus hat die Band nun den Titeltrack veröffentlicht, unterlegt mit düsteren, bedrückenden Schwarz-Weiß-Photos von Stanley B. Burns, MD & The Burns Archive. Dreht den Song nicht zu weit auf am Anfang, denn - Achtung, Spoiler - da kommt noch was. Das Artwork der Platte stammt übrigens von Fursy Teyssier, der auch als Musiker für die musikalisch ähnlich gearteten Les Discrets tätig ist.

Vorbestellen könnt ihr die Platte u.a. hier.

Live kann man die Band hier sehen:

29.04. Köln - Gebäude 9
30.04. Berlin - Columbia Theater
03.05. Wien - Szene
04.05. München - Feierwerk

Nach "Manifesto" geht es nun weiter im Single-Release-Karussel bei Harakiri For The Sky. Mit "Stillborn" bleibt das Duo dem melodiösen Blackgaze treu, streut hier und da Crust-Elemente ein und verleiht dem Song einen eher klassischen Metal-Charakter im Solo-Part.

Vor einer knappen Woche ist zudem der Song "Voidgazer" erschienen. Vor einem Monat gab es außerdem ein Lyrics-Video zum Song "You Are The Scars". Wenn ich richtig gezählt habe, hat die Band alles in allem die folgenden sechs Songs der nachfolgenden Tracklist bereits vorab veröffentlicht:

01. Fire, Walk With Me
02. The Graves We’ve Dug
03. You Are The Scars
04. Heroin Waltz
05. Tomb Omnia
06. Stillborn (dieser Artikel)
07. Voidgazer
08. Manifesto (Bonus in der Vinyl-Version)

Das Album "Arson" erscheint am 16. Februar via AOP Records.

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Nach "Heroin Waltz" haben Harakiri For The Sky nun die nächste Single aus dem via AOP Records am 16. Februar erscheinenden Album "Arson" veröffentlicht. Dieses Mal hat das Duo aus Österreich sich Silvi Bogojevic für die Lead-Stimme und Leesa für den Chorgesang als Gäste eingeladen. Erstere war 2010 Teilnehmerin bei der österreichischen Casting-Show "Helden von morgen". Man darf es sicher als glückliche Fügung bezeichnen, daß sie von Harakiri For The Sky für deren musikalische Pläne angeworben wurde.

Alle 667 Bestelloptionen des Albums findet ihr in der YT-Beschreibung.

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Artist: Rolo Tomassi
Album: Time Will Die And Love Will Bury It
Erscheinungstermin: 02. März 2018
Label: Holy Roar Records
Gesamtlänge: 53:00 Min.
Link zur Band: http://www.rolotomassiband.com/

Tracklist:

01. Towards Dawn
02. Aftermath
03. Rituals
04. The Hollow Hour
05. Balancing The Dark
06. Alma Mater
07. A Flood Of Light
08. Whispers Among Us
09. Contretemps
10. Risen

"Time Will Die And Love Will Bury It" - Ein Albumtitel wie ein Gedicht. Und hierbei handelt es sich weder um einen Zufall noch eine Eigenschöpfung. Die Jazz/Math Core-Band mit Black und Post Metal-Affinität aus dem britischen Sheffield sah sich inspiriert durch einen Druck eines Freundes, dessen künstlerische Grundlage ein Zitat des Underground-Schriftstellers Richard Brautigan darstellt. Am 02. März erscheint also das 5. Studioalbum von Rolo Tomassi allgemein und das 2. auf Holy Roar Records. Was erwartet eure Ohren? 

Eine Traumsequenz. Das ist der erste Eindruck, den der Hörer bekommen kann, wenn "Time Will Die And Love Will Bury It" mit dem Opener "Towards Dawn" startet. Beinahe liebliche Synthesizer-Klänge und gesampelte Chöre leiten über 03:44 Minuten über in "Aftermath", der extrem melodiös und unschuldig, gar optimistisch anmutet. Die Melodiebögen von Sängerin/Shouterin Eva Spence fügen sich perfekt in die reduziert instrumentierte, rhythmisch auffällige Strophe, während sich die Gesamtheit aller Beteiligten im atmosphärischen, flächigen Refrain ins höchst Epische steigert.

Doch die Friedlichkeit ist trügerisch. "Rituals" holt den Hörer zurück in die Realität. Black Metal-Blastbeats, verzerrte Shouts und Growls, knarrzende Synthies, bei Rolo Tomassi stehen plötzlich alle Zeichen auf Angriff.

Am Boden liegend besänftigt das Intro zum anschließenden "The Hollow Hour" den Hörer ein wenig, untermalt von Vintage Hammond Orgel-Klängen...bis der Song ausholt und nachtritt. Aggressive Stakkato-Arbeit der Instrumente, harsche Vocals, keine Verschnaufpause. Und dann überrascht die Band mit einem melodiösen Part, in dem die cleane Stimme von Eva Spence kurzzeitig fein wehklagt. Schwenk zum Klavier lastigen Zwischenpart, der aber wieder die Ruhe vor dem Sturm verkörpert. Im Mix wurde Eva Spence der Charakter verliehen, als stünde sie im dialogischen aggressiven Disput mit sich selbst oder einer höheren Macht. Das epische Outro des Songs voller Wehmut, Schwermut und Zerrissenheit lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen.

"Balancing The Dark" beginnt jazzig und behält seine rhythmische Komplexität auch nach dem ruhigen Intropart bei. Tom Pitts an den Drums weiß, was er tut und die Saiteninstrumente fügen sich ihm und seinen Akzentuierungen. Ein Donnergrollen gleicher Part kümmert sich zwischenzeitlich um die Magengrube des Hörers, bevor ein Orgel untermauerter Part einen der experimentellsten Songs der Platte beschließt.

"Alma Mater" macht ab Sekunde 1 keinen Hehl um seinen aggressiven Charakter. Rhythmisch vertrackt, versiert instrumentiert zieht der Song das Tempo an. Bis die Band auch ihm ein harmonisches Fremdwort für Pause gönnt.
"A Flood Of Light" erinnert mich nicht nur vom Titel an "Absence Of Light" der britischen Devil Sold His Soul. Brachiale Klangwände gepaart mit einsilbigen Shouts, ergänzt um zarte Melodielinien und Streicherarrangements, die in einem 80s beeinflussten Synthie-Part samt maximal verzerrtem Bass von Nathan Fairweather aufgehen...Flut trifft es ganz gut. Hier brechen über 08:20 Minuten wahrlich Klangwelten über den Hörer herein. Die Stimme von Eva Spence ist im Finale ein wahrer Gänsehaut-Garant. Einer der besten Songs der Platte.

Mit "Whispers Among Us" geht es wieder zurück in die Dunkelheit. Tiefe Growls, aggressives Picking der Gitarren, schwermütige, träge Riffs ziehen den Hörer in einen dunklen Strudel. Mit einem Moment der Befreiung, der an Kraft zunimmt beendet die Band diesen Teil des Albums. "Contretemps" besinnt sich auf die Friedlichkeit des Openers zurück, eine simple Klavierlinie, melancholisch, einsam. Zum zweiten Drittel des 08:16 Minuten langen Songs fährt Gitarrist Chris Cayford schwere Fuzz-Geschütze auf und schiebt mit einem kratzenden Teppich beiseite, was sich nicht wehren kann. Die Länge des Songs lässt vermuten, daß hier etwas Großes aufgebaut werden soll. Und so kommt es. Atmosphäre, Epik, Keyboarder James Spence untermalt dies' alles mit unschuldigen Synthie- und Orgel-Klängen, während ein scheinbar Tonart fremder Akkord im post-rockigen Klimax die Harmonie durchbricht und das mitleidende Herz aufschreckt. Ein beinahe sakraler Melodiegesang trägt den vorletzten Song, reduziert instrumentiert final zu Grabe.

Mit dem ruhigen "Risen" führen Rolo Tomassi die sakrale Art des Gesangs fort. Ein wenig erinnert mich die Melancholie der Gesamtkomposition gar an Melanie Wills' Stimme bei "Short Stories With Tragic Endings" von From Autumn To Ashes, wobei jene aber instrumental von den japanischen Mono begleitet würde. Nach 53:00 Min. ist es an der Zeit, daß jene sich zur ewigen Ruhe bettet und einen Abschied in Liebe erlebt. All die Erlebnisse, die Emotionen, die Stürme und Kämpfe finden einen harmonischen Schluss in Geborgenheit.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier. Wem der Plattenspieler in der Bahn zu affig ist und wer keinen Bock auf Spotify & Co. hat, der wird das Album vmtl. auch am Releasetag hier bei Bandcamp finden. Die neue Platte stellt die Band ebenfalls auf Tour vor, darunter folgende Termine in oder von Deutschland aus erreichbar:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Fazit:

Zugegeben hatte ich bis zu dieser Platte meine Probleme, den Zugang zur Band zu finden. Ein einziger kompletter Durchlauf der Scheibe hat aber ausgereicht, mich vollends zu begeistern. Die Kombination der fragilen Melodiestimme von Sängerin Eva Spence, der sie die verzerrten, teilweise gutturalen Screams und Shouts gegenüberstellt könnte kaum konträrer sein. Technische Finesse, ohne zu prahlen, ein Gespür für abwechslungsreiches Songwriting und den Sinn für die richtigen Momente, die ein guter Song benötigt, Rolo Tomassi schaffen es, mit einem homogenen Stilmix (so widersprüchlich es auch klingen mag) ein grandioses und rundes Album abzuliefern. "Time Will Die And Love Will Bury It" ist beileibe nichts für den Sonntagsspaziergang - außer man wandert vielleicht durch Ruinen vergangener Königreiche - und auch nichts für den Kochabend mit Freunden. Das Album ist etwas Intimes, etwas, das man alleine laut hören muss - von der ersten bis zur letzte Sekunde. Und danach ruft man seine/n besten Freund/in an und bedankt sich, sie/ihn zu haben. 

Anspieltipps:

Aftermath, A Flood Of Light, Contretemps

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Rolo Tomassi legen nach "Rituals" nun mit der nächsten Single nach. "Balancing The Dark" heißt die zweite Auskopplung aus dem am 02. März erscheinenden Album "Time Will Die And Love Will Bury It" (Holy Roar Records). Auch die zweite Single ist düster und grollend...mit einem kleinen jazzigen Kniff am Ende.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier. Auf Tour ist die Band in oder von Deutschland aus erreichbar hier:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

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Via Holy Roar Records/Ipecac erschien dieser Tage die neue Single der britischen Rolo Tomassi. Unter dem Titel "Rituals" verpacken die Sheffielder wütend Hardcore-, Math Core- und (Post)Black Metal-Elemente, der Melodiegesang tritt deutlich in den Hintergrund und schroffe Shouts und Growls dominieren.
Nach dem 2015er "Grievances" der Jazz/Math Core-Band um Sängerin Eva Spence ist dies' der erste Vorbote des neuen Albums, dessen Titel sowie Releasedatum noch nicht bekannt sind „Time Will Die and Love Will Bury It“ lautet und am 02. März via Holy Roar Records erscheint. Auf lovewillburyit.com können sich Interessierte aber für den Newsletter anmelden bzw. das Album vorbestellen.

Tracklist:

01. Towards Dawn
02. Aftermath
03. Rituals
04. The Hollow Hour
05. Balancing The Dark
06. Alma Mater
07. A Flood Of Light
08. Whispers Among Us
09. Contretemps
10. Risen

„Der Name des Albums stammt von einem Poster eines Freundes, das er als Tribute für ein Gedicht von Richard Brautigan entwarf. Ich wusste sofort, dass unser neues Album so heißen sollte. Nachdem der Titel des Vorgängers „Grievances“ eher einfarbig und simpel war, schwingt im neuen Namen Optimismus und Vielschichtigkeit mit. Und genau so sollte auch der Sound des neuen Albums sein. Der Name stand schon fest, noch bevor wir überhaupt anfingen an Songs zu schreiben, was mir allerdings dabei half, den Anderen meine Vision des Albums etwas näher zu bringen. „Rituals“ ist nur ein kleiner Teil von „Time Will Die and Love Will Bury It“, das so viel mehr zu bieten hat, als nur brutale Musik.“ -  James Spence (Keyboard/Gesang)

Zum Album folgt auch eine Tour mit Stopps innerhalb DEs oder grenznah:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Tickets und Infos gibt es hier: www.rolotomassiband.com

"Springfield" war ein großartiger Vorbote des neuen Anathema-Albums "The Optimist" (KScope/Snapper Music). Nun gibt es zehn weitere Tracks der Briten, die auf dem aktuellen Album zwischen elektronischen Spielereien, Dark Alternative/Ambient, Post- und Pop-Rock pendeln - auch gerne mal mit Instrumental-Songs dazwischen. Vincent, Danny und Lee teilen sich die Gesangsparts untereinander auf und geben dem Ganzen einen großen Facettenreichtum mit. Großartig ist auch das jazzige "Close Your Eyes", das beinahe Bohren und der Club of Gore-Charakter besitzt. Als Abschluss gibt's das gut 11 Min. lange epische "Back To The Start", von dem aber nur sieben Minuten wirklich als Song zu bezeichnen sind.

Im Herbst ist die Band mit den französischen Alcest auf Tour.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/B67rofhowiz4ipeoc7gng7bggaq?t=The_Optimist_-_Anathema

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Am 09. Juni erscheint das neue Album "The Optimist" (via Kscope) der britischen Anathema. Produziert wurde das Album von Tony Doogan, der bereits mit Mogwai und Belle & Sebastian arbeitete und gemastert in den legendären Abbey Road Studios. Vorbestellen könnt ihr das Album, auch in limitiertem Vinyl, hier.

Die Tracklist:
1. 32.63N 117.14W
2. Leaving It Behind
3. Endless Ways
4. The Optimist
5. San Francisco
6. Springfield
7. Ghosts
8. Can’t Let Go
9. Close Your Eyes
10. Wildfires
11. Back To The Start

Die Band aus Liverpool, die 1990 als Death-/Doom-Kapelle begann und sich auch im Zuge häufiger Besetzungswechsel dann Richtung Dark Alternative/Ambient/Post-Rock wandelte, geht zudem mit den französischen Shoegaze-Koryphäen Alcest im Herbst auf Tour durch Europa.