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Breaking Benjamin haben just den Nachfolger zum aktuellen Album "Dark Before Dawn" angekündigt und direkt die erste Single dazugepackt. "Ember" wird die Platte heißen, über Hollywood Records erscheinen und ihr könnt sie ab dem 26. Januar vorbestellen. Die Single "Red Cold River" könnt ihr hier erwerben. Und: Der NuMetal ist stark in ihr. Sattes Strophenriff, schwerer Refrain, klassischer 2000er Gesang (ohne das abwertend zu meinen). Photos ihrer Show in Köln mit Starset findet ihr übrigens hier.

Mit der Single "shira" hatten Glassjaw erst kürzlich relativ überraschend ihr neues Album angekündigt. "Material Control" ist heute via Globochem Music erschienen, 12 Tracks zwischen gut einer und vier Minuten lang, die zwischen Noise, psychedelischen Konstrukten. Klangteppichen und Melodien pendeln. Die Platte ist beileibe nicht leicht zu konsumieren, auch wenn das harmonische "Strange Hours" zur Mitte der Scheibe im Deftones-Stil ein wenig Ruhe einkehren lässt. "Bastille Day" wartet gar mit World Music-Einflüssen auf.  Und wo andere Bands es mit dem Titeltrack gerne übertreiben, liefern Glassjaw einfach den kürzesten Track, instrumental, der Platte ab.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Btvpe7ostdxxq5jk6ms4alzirzu?t=Material_Control_-_Glassjaw

Nach "Warzone" ist nun die nächste Single aus dem am 19. Januar erscheinenden Of Mice & Men-Album "Defy" (Rise Records) veröffentlicht worden. Der Titeltrack kommt als Lyricvideo und ist musikalisch etwas melodiöser und treibender als die Vorgänger-Single.

Via Agonia Records ist vergangenen Freitag "Disconnect", das neue Album von Threat Signal erschienen. Gut sechs Jahre hat es damit gedauert, bis die Band, deren Einflüsse klar Soilwork und Fear Factory zuzuordnen sind (Christian Olde Wolbers produzierte gar das Debütalbum „Under Reprisal“) die nächste Platte nachgelegt haben. Neben frickeligeren Songs gibt's auf der Platte auch die klassischen NuMetal-Hymnen wie "Walking Alone". Den Abschluss bildet das zehnminütige "Terminal Madness", das musikalisch alle zusammenfasst, was die Scheibe vorher in Fragmenten wiedergegeben hat.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Byptwtzaj4qwzjcvcdmjuahe6em?t=Disconnect_-_Threat_Signal

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Am 19. Januar erscheint "Defy", die neue Of Mice & Men-Platte via Rise Records, die erste ohne Sänger Austin Carlile. Nach "Back To Me" gibt es nun mit "Warzone" die nächste Single und die hat es in sich. Deutlich mehr NuMetal-Einfluss und Härte, als man es bisher gewohnt war. Ein wenig Machine Head schwingt für mein persönliches Empfinden sogar mit. Zwar wird der Melodieteil nicht unterschlagen, aber anteilig steht er weit hinter den Knüppelparts und bissigen Shouts von Bassist und Neuerdings-Sänger Aaron Pauley. Vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

Heute erscheint das neue 36 Crazyfists-Album "Lanterns" via Spinefarm Records. Viel brauche ich hier an dieser Stelle dazu nicht mehr zu sagen, denn wer erst einmal lesen möchte, was ihn erwartet, der kann sich hier mein Review der Platte durchlesen. Ansonsten: Viel Spaß mit "Lanterns".

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bojzhb7urhcsejo43kneszzyobi?t=Lanterns_-_36_Crazyfists

Seit 22 Jahren wüten die Emil Bulls durch den deutschen Nu- und Alternative-Metal-Wald. Heute also erscheint ihr neuntes Album "Kill Your Demons" - den Titeltrack hatte die Band vorab veröffentlicht - via AFM Records und Sänger Christoph v. Freydorf und seine Mannen werden ab November auch auf große Promo-Tour durch die sogenannten DACH-Regionen gehen.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bgxeb6ahkjyslreytuerw3q5t3e?t=Kill_Your_Demons_-_Emil_Bulls

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Bereits am 15. September ist "The Stories We Tell Ourselves" von Nothing More via Better Noise Records erschienen und ich hatte über einzelne Singles bereits berichtet. Schändlicherweise habe ich das Album bis dato ignoriert. Was die Vier aus San Antonio, Texas da vollbracht haben, ist unfassbar gut und abwechslungsreich. Auf 18 Songs bzw. Interludes zaubern die Herren einen feinen Mix aus Alternative Rock und Metal, NuMetal und progressiven Elemente irgendwo zwischen Sevendust und Karnivool (und nicht mal das wird dem Album gerecht).

Bestellen kann man das Album hier. Zwei weiße Doppel-Vinyl sind bei Pledgemusic noch verfügbar ;).

Live ist die Band z. B. hier in Köln am 13. Dezember 2017 zu sehen.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bw3pa3tenhh3n6iz3wqdamh3h44?t=The_Stories_We_Tell_Ourselves_-_Nothing_More

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36_Crazyfists_Lanterns

Artist: 36 Crazyfists
Album: Lanterns
Erscheinungstermin: 29. September 2017
Label: Spinefarm Records
Gesamtlänge: 46:32 Min.
Link zur Band: https://www.facebook.com/36crazyfists/

PreOrders: z. B. über Spinefarm Records UK

Tracklist:

01. Death Eater
02. Wars To Walk Away From
03. Better To Burn
04. Damaged Under Sun
05. Sea And Smoke
06. Where Revenge Ends
07. Sleepsick
08. Bandage For Promis
09. Below The Graves
10. Laying Hands
11. Old Gold
12. Dark Corners

36_Crazyfists
Photo: Bobby Bates Photography

Nach dem 2015er 36 Crazyfists-Album "Time And Trauma", das in den USA in den Billboard Heatseeker Charts auf Platz 2 gelandet ist, kehrt das Quartett aus dem frostigen Anchorage, Alaska mit "Lanterns" nun im Spätsommer 2017 zurück.

Im 23. Jahr nun machen Brock Lindow (Gesang) und Steve Holt (Gitarre) zusammen unter dem Namen 36 Crazyfists Musik. Und auch wenn Mick Whitney (Bass) und Kyle Baltus (Schlagzeug) nicht zu den Gründungsmitgliedern gehören und Mick zwischenzeitlich vier Jahre abstinent war, so sagt die Band, sie sei nicht eine selbige, sondern eine Familie. Lindow, der nach familiären Veränderungen mit seiner ganz persönlichen Depression zu kämpfen hatte, schrieb sich während der Arbeit auf einem Lachskutter die Trauer von der Seele und legte damit den Grundstein für das neue Album.

„'Lanterns' stehen für das Licht, nach dem wir alle suchen. Die Songs drehen sich alle um das Ringen, es zu finden, nach vorne zu schauen und hinter uns zu lassen, was uns in unserem Leben innerlich zurückgehalten hat. Jeder hat auf irgendeiner Ebene mit Depression zu kämpfen. Es geht darum, wie man da raus kommt, einen Fuß vor den anderen setzt, aufsteht und in so einer dunklen Zeit weiterlebt."

Los geht's mit "Death Eater", dessen Namen sie aus Harry Potter entliehen haben und 36 Crazyfists drücken direkt auf's Gaspedal. Circle Pit-Alarm. Was sofort auffällt ist die natürliche Abmischung der Platte. Da klackert der Bass, da scheppert das Schlagzeug (im positiven Sinne) und die Bassdrum kickt wie in den frühen 2000ern, da beißt der Gitarrensound. Im Zwischenteil sieht man förmlich die Faust-Meere in der Luft auf der nächsten Show der Nordamerikaner.

"Wars To Walk Away From" bringt dann eine etwas psychedelischere Stimmung mit sich, die schön vom melodiösen Refrain aufgelöst wird. Lindows Stimme hat über die Jahre nichts an Authentizität eingebüßt und seine Balance zwischen Screams, Shouts und Melodien ist ausgewogen und clever wie eh und je.

"Better To Burn" ist strophentechnisch etwas sperriger, wird aber 36CF-typisch im Refrain aufgelöst. "Damaged Under Sun" beginnt perkussiv mit Drums und Bass, der hart angeschlagen mehr Schlagwerk denn Saiteninstrument ist. Verglichen zu den Refrains der vorangegangenen Songs ist jener schwerer greifbar und erschließt sich nicht umgehend. Macht aber nichts, wir haben Zeit.

Das zurückhaltend beginnende "Sea And Smoke" öffnet die Platte für melancholische Momente, die viel Raum für Lindows charakteristische Stimme und leidende Gesangslinien geben. In diesem Modus geht es weiter mit "Where Revenge Ends", bei dem eine schrabbelige Akustikgitarre den Ton angibt. Man stelle sich eine marode Blockhütte im verschneiten Arctic Village vor, eine Fell tragende Person mit Zottelbart vor einem schwach glimmenden Kamin...wäre der Song ein Pinsel, könnte er dieses Bild malen.

Genug getrauert. "Sleepsick" weckt den Hörer mit einem Shuffle-artigen satten Riff aus seiner Verlorenheit. Der massiven Wand aus Doublebass-Attacken wird noch ein ruhiger Zwischenteil gegenübergestellt. "Bandage For Promis" startet mit der tiefen erzählähnlichen Stimme Lindows und nimmt dann langsam Fahrt auf. Und hier erklingt dann auch das erste Gitarrensolo der Platte, das in seiner Zurückhaltung vielleicht auch mehr Melodiepart sein soll, aber gar nicht hätte sein müssen. Dadurch, daß der Bass in diesem Moment alleine den Song tragen muss, wirkt der Gitarrenpart ein wenig verloren und der Song schwächelt subjektiv betrachtet etwas.

"Laying Hands" ist ein klassischer 36CF-Song. Spannungsaufbauende Strophe, treibender Refrain. Und hier findet sich das nächste Solo, dieses Mal etwas ausgereifter, aber auch jenes nimmt dem Song ein wenig das Futter. "Below The Graves" hat beinahe thrashigen Charakter, besonders in der Bridge des Songs. Das Halftime-Strophenriff erinnert hier und da an Killswitch Engages "Rose Of Sharyn" und schiebt den Metalcore-Vibe ins Trommelfell. Und ob 36CF jemals einen dermaßen aggressiven C-Teil geschrieben haben...hossa. Macht lieber die Zimmertür zu, wenn ihr die Nummer anschmeißt.

"Old Gold", das vorletzte Stück der Platte bringt dann wieder den psychedelischen Ansatz zurück, wirkt angriffslustig und hinterlistig. Dessen böööse Bridge leitet über in den erwartet melodiösen Refrain, der schizophren teils mehrstimmig interpretiert wird und zur Mitte des Songs in eine Art Breakdown kippt. "Dark Corners", der Abschluss der Platte, ist eine schwermütige Nummer mit charakteristischer unverzerrter Gitarre. Zum Ausklang unterstützen verhalten (elektronische) Streicher die Stimmung.

Fazit:
36 Crazyfists bieten auf "Lanterns" das volle Spektrum dessen, was sie können und auszeichnet. Der organische Sound der Platte bereichert ganz klar die Authentizität des Werks und versetzt den Hörer in die "guten alten Zeiten". Etwas Neues wird man hier nicht finden. Wen das nicht stört, der ist mit "Lanterns" gut bedient. Solides und bewährtes Songwriting, technisch einwandfrei umgesetzt und eine Stimme wie Lindows findet man in der Form einfach kein zweites Mal. Schwermut, Melancholie und auch Frustration dominieren die Stimmung der Scheibe und ihre Veröffentlichung zur herbstlichen Jahreszeit trägt sicher zur Verinnerlichung der Songs bei.

Anspieltipps: Wars To Walk Away From, Sea And Smoke, Sleepsick

36 Crazyfists haben ja bereits mit der Single "Death Eater" ihr neues Album "Lanterns" für den 29. September via Spinefarm angekündigt. Als zweite Single gibt es nun "Better To Burn" - wieder ein klassischer 36CF-Song, der nicht enttäuscht.

Vorbestellen könnt ihr die Platte hier.