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Artist: Rolo Tomassi
Album: Time Will Die And Love Will Bury It
Erscheinungstermin: 02. März 2018
Label: Holy Roar Records
Gesamtlänge: 53:00 Min.
Link zur Band: http://www.rolotomassiband.com/

Tracklist:

01. Towards Dawn
02. Aftermath
03. Rituals
04. The Hollow Hour
05. Balancing The Dark
06. Alma Mater
07. A Flood Of Light
08. Whispers Among Us
09. Contretemps
10. Risen

"Time Will Die And Love Will Bury It" - Ein Albumtitel wie ein Gedicht. Und hierbei handelt es sich weder um einen Zufall noch eine Eigenschöpfung. Die Jazz/Math Core-Band mit Black und Post Metal-Affinität aus dem britischen Sheffield sah sich inspiriert durch einen Druck eines Freundes, dessen künstlerische Grundlage ein Zitat des Underground-Schriftstellers Richard Brautigan darstellt. Am 02. März erscheint also das 5. Studioalbum von Rolo Tomassi allgemein und das 2. auf Holy Roar Records. Was erwartet eure Ohren? 

Eine Traumsequenz. Das ist der erste Eindruck, den der Hörer bekommen kann, wenn "Time Will Die And Love Will Bury It" mit dem Opener "Towards Dawn" startet. Beinahe liebliche Synthesizer-Klänge und gesampelte Chöre leiten über 03:44 Minuten über in "Aftermath", der extrem melodiös und unschuldig, gar optimistisch anmutet. Die Melodiebögen von Sängerin/Shouterin Eva Spence fügen sich perfekt in die reduziert instrumentierte, rhythmisch auffällige Strophe, während sich die Gesamtheit aller Beteiligten im atmosphärischen, flächigen Refrain ins höchst Epische steigert.

Doch die Friedlichkeit ist trügerisch. "Rituals" holt den Hörer zurück in die Realität. Black Metal-Blastbeats, verzerrte Shouts und Growls, knarrzende Synthies, bei Rolo Tomassi stehen plötzlich alle Zeichen auf Angriff.

Am Boden liegend besänftigt das Intro zum anschließenden "The Hollow Hour" den Hörer ein wenig, untermalt von Vintage Hammond Orgel-Klängen...bis der Song ausholt und nachtritt. Aggressive Stakkato-Arbeit der Instrumente, harsche Vocals, keine Verschnaufpause. Und dann überrascht die Band mit einem melodiösen Part, in dem die cleane Stimme von Eva Spence kurzzeitig fein wehklagt. Schwenk zum Klavier lastigen Zwischenpart, der aber wieder die Ruhe vor dem Sturm verkörpert. Im Mix wurde Eva Spence der Charakter verliehen, als stünde sie im dialogischen aggressiven Disput mit sich selbst oder einer höheren Macht. Das epische Outro des Songs voller Wehmut, Schwermut und Zerrissenheit lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen.

"Balancing The Dark" beginnt jazzig und behält seine rhythmische Komplexität auch nach dem ruhigen Intropart bei. Tom Pitts an den Drums weiß, was er tut und die Saiteninstrumente fügen sich ihm und seinen Akzentuierungen. Ein Donnergrollen gleicher Part kümmert sich zwischenzeitlich um die Magengrube des Hörers, bevor ein Orgel untermauerter Part einen der experimentellsten Songs der Platte beschließt.

"Alma Mater" macht ab Sekunde 1 keinen Hehl um seinen aggressiven Charakter. Rhythmisch vertrackt, versiert instrumentiert zieht der Song das Tempo an. Bis die Band auch ihm ein harmonisches Fremdwort für Pause gönnt.
"A Flood Of Light" erinnert mich nicht nur vom Titel an "Absence Of Light" der britischen Devil Sold His Soul. Brachiale Klangwände gepaart mit einsilbigen Shouts, ergänzt um zarte Melodielinien und Streicherarrangements, die in einem 80s beeinflussten Synthie-Part samt maximal verzerrtem Bass von Nathan Fairweather aufgehen...Flut trifft es ganz gut. Hier brechen über 08:20 Minuten wahrlich Klangwelten über den Hörer herein. Die Stimme von Eva Spence ist im Finale ein wahrer Gänsehaut-Garant. Einer der besten Songs der Platte.

Mit "Whispers Among Us" geht es wieder zurück in die Dunkelheit. Tiefe Growls, aggressives Picking der Gitarren, schwermütige, träge Riffs ziehen den Hörer in einen dunklen Strudel. Mit einem Moment der Befreiung, der an Kraft zunimmt beendet die Band diesen Teil des Albums. "Contretemps" besinnt sich auf die Friedlichkeit des Openers zurück, eine simple Klavierlinie, melancholisch, einsam. Zum zweiten Drittel des 08:16 Minuten langen Songs fährt Gitarrist Chris Cayford schwere Fuzz-Geschütze auf und schiebt mit einem kratzenden Teppich beiseite, was sich nicht wehren kann. Die Länge des Songs lässt vermuten, daß hier etwas Großes aufgebaut werden soll. Und so kommt es. Atmosphäre, Epik, Keyboarder James Spence untermalt dies' alles mit unschuldigen Synthie- und Orgel-Klängen, während ein scheinbar Tonart fremder Akkord im post-rockigen Klimax die Harmonie durchbricht und das mitleidende Herz aufschreckt. Ein beinahe sakraler Melodiegesang trägt den vorletzten Song, reduziert instrumentiert final zu Grabe.

Mit dem ruhigen "Risen" führen Rolo Tomassi die sakrale Art des Gesangs fort. Ein wenig erinnert mich die Melancholie der Gesamtkomposition gar an Melanie Wills' Stimme bei "Short Stories With Tragic Endings" von From Autumn To Ashes, wobei jene aber instrumental von den japanischen Mono begleitet würde. Nach 53:00 Min. ist es an der Zeit, daß jene sich zur ewigen Ruhe bettet und einen Abschied in Liebe erlebt. All die Erlebnisse, die Emotionen, die Stürme und Kämpfe finden einen harmonischen Schluss in Geborgenheit.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier. Wem der Plattenspieler in der Bahn zu affig ist und wer keinen Bock auf Spotify & Co. hat, der wird das Album vmtl. auch am Releasetag hier bei Bandcamp finden. Die neue Platte stellt die Band ebenfalls auf Tour vor, darunter folgende Termine in oder von Deutschland aus erreichbar:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Fazit:

Zugegeben hatte ich bis zu dieser Platte meine Probleme, den Zugang zur Band zu finden. Ein einziger kompletter Durchlauf der Scheibe hat aber ausgereicht, mich vollends zu begeistern. Die Kombination der fragilen Melodiestimme von Sängerin Eva Spence, der sie die verzerrten, teilweise gutturalen Screams und Shouts gegenüberstellt könnte kaum konträrer sein. Technische Finesse, ohne zu prahlen, ein Gespür für abwechslungsreiches Songwriting und den Sinn für die richtigen Momente, die ein guter Song benötigt, Rolo Tomassi schaffen es, mit einem homogenen Stilmix (so widersprüchlich es auch klingen mag) ein grandioses und rundes Album abzuliefern. "Time Will Die And Love Will Bury It" ist beileibe nichts für den Sonntagsspaziergang - außer man wandert vielleicht durch Ruinen vergangener Königreiche - und auch nichts für den Kochabend mit Freunden. Das Album ist etwas Intimes, etwas, das man alleine laut hören muss - von der ersten bis zur letzte Sekunde. Und danach ruft man seine/n besten Freund/in an und bedankt sich, sie/ihn zu haben. 

Anspieltipps:

Aftermath, A Flood Of Light, Contretemps

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Rolo Tomassi legen nach "Rituals" nun mit der nächsten Single nach. "Balancing The Dark" heißt die zweite Auskopplung aus dem am 02. März erscheinenden Album "Time Will Die And Love Will Bury It" (Holy Roar Records). Auch die zweite Single ist düster und grollend...mit einem kleinen jazzigen Kniff am Ende.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier. Auf Tour ist die Band in oder von Deutschland aus erreichbar hier:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Von Musikern, Fans sowie der Fachpresse wird das neue Converge-Album "The Dusk In Us" (Deathwish/Epitaph) bereits in den höchsten Tönen gelobt. Bereits seit 1990 sind die Pioniere des Metal- und Mathcore umtriebig und fünf Jahre nach "All We Love We Leave Behind" kehrt das Quartett endlich auf die musikalische Bühne zurück.

Schon der Opener "A Single Tear", den es bereits als Video gab deutet darauf hin, daß die Band auf der neuen Platte keine Gefangenen macht. Schwer 90s-lastiger Sound, angezerrte Stimme, treibender Hardcore-Punk...so geht's auch weiter mit "Eye Of The Quarrel". Eine satte Wagenladung Schwermut schwingt ebenso mit und der beinahe Post Blackmetal-artige Titeltrack "The Dusk In Us" hat davon wohl die deutlichste Outline. Das Duo "Broken By Light" und "Cannibals" stehen für die totale Eskalation. Kurzum: Zahnschutz rein, wenn ihr die Platte zuhause anschmeißt und euch eure Beißerchen lieb sind.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bpjahhgkukfvo4ri4txymelingu?t=The_Dusk_In_Us_-_Converge

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Via Holy Roar Records/Ipecac erschien dieser Tage die neue Single der britischen Rolo Tomassi. Unter dem Titel "Rituals" verpacken die Sheffielder wütend Hardcore-, Math Core- und (Post)Black Metal-Elemente, der Melodiegesang tritt deutlich in den Hintergrund und schroffe Shouts und Growls dominieren.
Nach dem 2015er "Grievances" der Jazz/Math Core-Band um Sängerin Eva Spence ist dies' der erste Vorbote des neuen Albums, dessen Titel sowie Releasedatum noch nicht bekannt sind „Time Will Die and Love Will Bury It“ lautet und am 02. März via Holy Roar Records erscheint. Auf lovewillburyit.com können sich Interessierte aber für den Newsletter anmelden bzw. das Album vorbestellen.

Tracklist:

01. Towards Dawn
02. Aftermath
03. Rituals
04. The Hollow Hour
05. Balancing The Dark
06. Alma Mater
07. A Flood Of Light
08. Whispers Among Us
09. Contretemps
10. Risen

„Der Name des Albums stammt von einem Poster eines Freundes, das er als Tribute für ein Gedicht von Richard Brautigan entwarf. Ich wusste sofort, dass unser neues Album so heißen sollte. Nachdem der Titel des Vorgängers „Grievances“ eher einfarbig und simpel war, schwingt im neuen Namen Optimismus und Vielschichtigkeit mit. Und genau so sollte auch der Sound des neuen Albums sein. Der Name stand schon fest, noch bevor wir überhaupt anfingen an Songs zu schreiben, was mir allerdings dabei half, den Anderen meine Vision des Albums etwas näher zu bringen. „Rituals“ ist nur ein kleiner Teil von „Time Will Die and Love Will Bury It“, das so viel mehr zu bieten hat, als nur brutale Musik.“ -  James Spence (Keyboard/Gesang)

Zum Album folgt auch eine Tour mit Stopps innerhalb DEs oder grenznah:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Tickets und Infos gibt es hier: www.rolotomassiband.com

Nach ihrem fulminanten Auftritt auf dem diesjährigen Euroblast geht's direkt weiter mit bewegenden Bewegtbildern der Hirsche. Die Hannoveraner haben sich den Song "Berceuse" aus dem aktuellen grandiosen Album "Eskapist" geschnappt und von André Schlechte visualisieren lassen.

Auf Tour sind The Hirsch Effekt hier:

12.10. Kiel - Die Kieler Schaubude
13.10. Treibsand - Lübeck
14.10. EXIL Göttingen
15.10. Glashaus Bayreuth
17.10. Berlin - Nuke Club
18.10. Scheune Dresden
19.10. Rosenkeller e.V. Jena
20.10. Felsenkeller Leipzig
21.10. Kulturzentrum KFZ Marburg
25.10. Weinheim - Café Central
26.10. Karlsruhe - jubez
27.10. Frankfurt - DAS BETT
28.10. Stuttgart - Club Zentral
29.10. Lindau - Club Vaudeville
30.10. Augsburg - Soho Stage
31.10. Backstage München
02.11. AT, Viper Room Vienna
03.11. Freiburg - Crash Musikkeller
04.11. CH, St. Gallen - Grabenhalle
06.11. Ulm - Club Schilli
07.11. Nürnberg - Z-Bau
08.11. Mainz - Kulturclub Schon Schön
09.11. MusikZentrum Hannover
10.11. Bremen - Kulturzentrum Lagerhaus
11.11. Hamburg - Molotow
30.11. Chemnitz - Atomino
01.12. Magdeburg - Insel der Jugend
02.12. Halle/S. - Hühnermanhattan Klub
07.12. Musikbunker Aachen
08.12. Alte Post Emden
09.12. Club Hanseat Salzwedel
14.12. Oberhausen - Druckluft
15.12. Moers - Bollwerk 107
16.12. Köln - MTC Cologne

Tickets gibt es unter http://tickets.thehirscheffekt.de

Zuerst die (richtig) schlechte Nachricht: The Arusha Accord haben ihren Auftritt auf dem diesjährigen Euroblast Festival aus persönlichen Gründen abgesagt :(. Also nach Devil Sold His Soul vor zwei Jahren keine Rückkehr von Paul Green nach Köln. Ein wenig Linderung (und irgendwie auch nicht) bringt die neue Single "Vultures". Und wieder einmal hat Ex-Periphery Bassist Nolly die Finger im Spiel gehabt. So langsam versteht man, wieso die Studiokarriere wichtiger als das Bandleben war.

Die erste Single "Blackened Heart" findet ihr wie gehabt hier.

(Quelle: It Djents)

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“I Can Tell You About Pain" and "Eve" heißen die Songs der neuen Converge 7-Inch, dem ersten Lebenszeichen seit der 2012er "All We Love We Leave Behind"-LP. Die gleichnamige EP, die physisch via Deathwish erscheinen wird kann man nur als rotes Vinyl aus Europa hier vorbestellen. Die zwei Songs könnten kaum unterschiedlicher sein. Prügelt sich "I Can Tell You About Pain" ordentlich nach vorne, so pendelt "Eve" in psychedelischen, schleppenden, atmosphärischen Breiten mit melodischen Ansätzen.

Ein Album soll noch in diesem Jahr erscheinen.

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Am 18. August erscheint "Eskapist" (Long Branch Records), das neue Album der Hannoveraner The Hirsch Effekt, ihres Zeichens studierte Musiker und Vollwahnsinnige. Ilja, Moritz und Nils haben wieder tief in die Trickkiste gegriffen und ein weiteres Stück Artcore geschaffen, das durch Progressive Metal, Pop und Postrock-Anleihen glänzt. Bekommt man hier zu Beginn satt auf's Fressbrett, gönnt die Band dem Hörer zur Mitte hin dann doch ein wenig ihrer typischen epiksatten Harmonien und beschreitet den akustischen Gipfel in Post Rock-Stiefeln. Anstrengend? Mitnichten. Bereichernd? Ja.

Die Band ist außerdem auf Tour:

12.10. Kiel -Schaubude
13.10. Lübeck - Treibsand
14.10. Göttingen - Exil
17.10. Berlin - Nuke
18.10. Dresden - Scheune
19.10. Jena - Rosenkeller
20.10. Leipzig - Felsenkeller
21.10. Marburg - KFZ
25.10. Weinheim - Cafe Central
26.10. Karlsruhe - Jubez
27.10. Frankfurt - Das Bett
28.10. Stuttgart - Goldmarx
29.10. Lindau - Club Vaudeville
30.10. Augsburg - Soho Stage
31.10. München - Backstage
03.11. Freiburg - Crash
06.11. Ulm - Club Schilli
07.11. Nürnberg - Z-Bau
08.11. Mainz - Schon Schön
09.11. Hannover - Musikzentrum
10.11. Bremen - Lagerhaus
11.11. Hamburg - Molotow
07.12. Aachen - Musikbunker
08.12. Emden - Alte Post
09.12. Salzwedel - Hanseat
14.12. Oberhausen - Druckluft
15.12. Moers - Bollwerk
16.12. Köln - MTC

Festivals:
14.07. Hamburg - Wutzrock
15.07. Speyer - Hallenbeben Open Air
03.-05.08. Wacken - W:O:A
15.09. Kummerfeld - Ackerfestival
29.09.-01.10. Köln - Euroblast

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Acht lange Jahre mussten wir auf neues Material der britischen Tech-Metal Kings The Arusha Accord warten. Nachdem Sänger Paul Green in der Zwischenzeit das Mikro bei Devil Sold His Soul übernommen hat und man wenigstens von ihm immer mal wieder was sah und hörte, geht's nun in Vollbesetzung zurück auf die Bildfläche (und auch zumindest in UK auf die Bühnen). "Blackened Heart" heißt die erste Single des Sechsers aus Reading - und sie ist vielversprechend! Technisch anspruchsvoll, versiert, vielseitig und nach einem nervenaufreibenden Teil folgt mit einer harmonisch "Head over Heels" ähnlichen Überleitung auch der melodiösere Part, in dem die beiden Sänger Paul und Alex Green sich in aller Deutlichkeit zum Schlagabtausch duellieren. Mehr davon!

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Die britischen Progressive-/Techmetal/Mathcore Koryphäen SikTh veröffentlichen heute ihr langersehntes neues Album "The Future In Whose Eyes?" via Peaceville Records. Nach der 2015er EP "Opacities" hat die Band nun 12 volle Songs am Start, um eure Gehörgänge zu verwirren.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/B4kbpl4xssc6rhrc5bymsdnteei?t=The_Future_in_Whose_Eyes_-_SikTh