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Wow. Orchards aus dem britischen Brighton haben gestern im Kölner MTC den Beweis angetreten, daß es sich lohnt, rechtzeitig zur Vorband bei einem Konzert zu erscheinen. Die Vier um Sängerin Lucy Evers haben just einen Deal mit Big Scary Monsters eintüten können, dem Label, auf dem auch Tiny Moving Parts zuhause sind (und die gestern den Headliner gaben). Und musikalisch geht es in eine ähnliche Ecke, wenngleich etwa poppiger. Als hätten sich Paramore mit ihrem letzten Album deutlich mehr Mühe gegeben. Und das ist positiv gemeint.

Zum Labeleinstand gibt's nun die Single "Love You 2":

Die meisten Texte setze ich in der Regel aus einzelnen Stücken zusammen, die mir nach und nach einfallen, doch 'Luv You 2', der von einer kurzen Unterhaltung mit einer Person handelt, mit der ich einst befreundet war, habe ich in nur einer halben Stunde geschrieben. Wir beide haben uns in die selbe Person verliebt und wussten das damals aber noch nicht. Ich fühlte mich im Vergleich zu dem anderen Mädchen, zu dem sich die besagte Person offensichtlich mehr hingezogen fühlte, irgendwie minderwertig, doch nach einem aufmunterndem Gespräch mit meiner besten Freundin, habe ich dann erkannt, dass das Ganze meine Mühen nicht wert ist und ich einfach drüber stehen und weitermachen sollte.“ - Lucy Evers (Gesang)

Math-Pop, Experimental Indie...egal, Orchards geben sich nicht mit 0815-Interpretationen zufrieden und das zeigt Gitarrist Sam Rushton auch gerne und gut. Live kann man die Band noch auf drei Dates in DE und Grenznähe erleben und es lohnt sich!

19.04.18 - Hamburg - Headcrash
20.04.18 - Trier - Lucky’s Luke (ausverkauft)
23.04.18 - Wien - Arena (AT)

Orchards sind:

Lucy Evers - Gesang
Sam Rushton - Gitarre
Dan Fane - Bass
Will Lee-Lewis - Drums

Die Single "Darling" erschien bereits vor sechs Monaten:

Die Bochumer Progressive Rocker WalzWerk (deren Name sich von der Arbeitsstätte des Gitarristen Lutz ableitet) haben just ein Video zum Song "Sinuston" veröffentlicht, dessen Aufnahmen von ihrer Releaseshow am 03. März im Zeitmaultheater stammen. Elektronische Spielereien, die aus dem Dubstep entliehen sind treffen auf mal verzerrte, mal cleane Effektgitarren und die Stimme von Sänger Felix wird kontrastiert durch sampleartige Spoken Word-Passagen von "Dauergast" Simone Görtz, die die Band auch live unterstützt(e). Den Abschluss bildet ein beinahe Steven Wilson-esques Outro mit solierendem Jazz-Bass, das sich durch einen grundlegend molligen Charakter auszeichnet, aber seine Auflösung in Dur findet.

Die Platte der Bochumer wurde übrigens in London vom u. a. als Keyboarder der britischen Band The Pineapple Thief bekannten Toningenieur Steve Kitch
gemastert.

With so many people producing music these days the quality can vary. However I’m glad to say that I really enjoyed working on this album. I’m not really a fan of the label ‘prog’ but I get to master a lot of ‘prog’ music. For me prog has to be progressive. Rather than a copy of something from the 70s. So for me the WalzWerk album is very ‘progressive’ with a wide range of originality, influences and interest. Lots of big riffs that rock. Very tight. Interesting ambient sections that aren’t just random noises. Magnificent!

Das Album, das am 02. März 2018 via Calygram erschien könnt ihr weiterhin hier streamen oder bei Bandcamp kaufen.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Btbewgxgvcvqawzuf44hziyqlki?t=WalzWerk_-_WalzWerk

Nach "Cut Me Under" hat die Supergroup Royal Coda um Frontmann Kurt Travis nun die dritte Single des kommenden selbstbetitelten Albums veröffentlicht. "Breathe Correct" ist ein fokussierter, unaufgeregter Track, der durch Atmosphäre zu überzeugen weiß.

Am 27. April gibt es dann via Blue Swan Records weitere sieben Tracks.

 

Vorbestellen könnt ihr die Platte physisch hier, digital hier.

Auf "Soyuz One" folgt mit "Exit Suite" nun die nächste Single des am 18. Mai  via Kscope erscheinenden Albums "Soyuz" der norwegischen Prog-/Artrocker Gazpacho.

"The song turned out to be a mournful lament with cinematic qualities and when we were asked if there were any songs that might suit having an accompanying film, “Exit Suite”, as it is called, was suggested along with a couple of other tracks. The result you can see below. It was made by Dewi Allen from the university of South Wales, Cardiff.

When we spoke to him he had an original idea that we had lots of comments and suggested changes to but he stuck to his guns thankfully and the film he made was fantastic. It speaks for itself and showcases his very special talent. I hope you all agree.

Spring is the air! Not in the film but in the air so kiss each other and be happy. We sure will." - Thomas Andersen (Keyboards, Programming)

Vorbestellen könnt ihr die Platte weiterhin hier.

58 Minuten pure musikalische Schönheit. Das erwartet den Hörer bzw. Betrachter des Live-Mitschnitts der "Destrier" Show von Agent Fresco, aufgenommen am 01. Oktober 2015 in ihrer Heimat Island - genauer gesagt im Harpa in Reykjavik. Das Album erschien 2015 via Long Branch Records und kann mit Fug und Recht als logische Weiterführung des Vorgängers " A Long Time Listening" (2010) betrachtet werden. Seit drei Jahren warten Fans nun auf den Nachfolger zu "Destrier", was sich angesichts ausgedehnter Touren um den halben Globus (u. a. mit Leprous) doch recht schwierig gestaltet. Einen neuen Song gab es aber auf der letzten Tour bereits live und das Video der Show ist eine willkommene Überbrückung, bis es endlich neue phantastische Musik der vier sympathischen Isländer geben wird.

Die gesamten 58 Minuten könnt ihr entweder für schlappe 5,00 EUR leihen oder für 10,00 EUR komplett euer Eigen nennen. Den Teaser ("Howls" in voller Länger) könnt ihr euch kostenfrei ansehen.

Setlist: 
01. Let Them See Us
02. Dark Water
03. Pyre
04. Destrier
05. Wait For Me
06. Howls
07. The Autumn Red
08. Citadel
09. See Hell
10. Let Fall The Curtain
11. Bemoan
12. Angst
13. Death Rattle
14. Mono No Aware

 

Owane, das sind (laut Facebook mittlerweile nicht mehr nur ein Ein-Mann-Projekt) der Mittzwanziger Øyvind Owane (Gitarre) und Drummer Maciej Dzik aus Norwegen. Kürzlich hat das Duo die neue instrumentale Platte "yeah whatever" veröffentlicht. Acht Songs zwischen Progrock/-metal und Fusion, komponiert, aufgenommen und produziert von Owane und Maciej selbst. Die improvisierten Saxophon-Einlagen stammen von Josef 7.

Fans von CHON, Dirty Loops, Intervals, Plini oder DispersE sollten dem Ganzen definitiv einen Durchgang gönnen.

Streamen und kaufen könnt ihr die Platte hier bei Bandcamp.

Im Februar hatte der Musiker mit "Rock Is Too Heavy" die erste (und laut Beschreibung) einzige Single des Albums als Video veröffentlicht:

Als im April letzten Jahres letlive. verkündeten, daß die Band Geschichte sei, war die Enttäuschung groß. Kurze Zeit später aber sah man Sänger Jason Butler bereits umringt von Stephen Harrison (Ex-The Chariot) und Aric Improta (Ex-Night Verses) in seiner neuen Band The Fever 333Die Band konnte einen Deal mit Roadrunner Records sichern und hat nun die Debüt-EP "Made In America" veröffentlicht.

"It’s about bringing back that socio-political mindfulness. We’re trying to write the soundtrack to the revolution that we know is about to happen." - Jason Butler

Erhältlich ist sie bei den üblichen Streamingdiensten inklusive Youtube.

Bereits im Dezember 2017 wurde die Single "Walking In My Shoes" samt Video veröffentlicht:

Im September 2017 gab's "Hunting Season" mit Travis Barker (Blink-182), der vorab als Live-Video einer Performance vor Randy's Donuts das erste Signal der Band darstellte:

Im August veröffentlichte die Band ein Video zu "We're Coming In":

Amarionette haben nach "Chemistry" die nächste Single veröffentlicht. Leider ist Sänger Quin White, der eine wunderbar markante und passende Stimme hatte nicht mehr Teil der Band (auch wenn er bei FB nich gelistet wird). Dafür übernimmt bei "Charm" Solokünstler Andrés, mit dem die Band bereits getourt ist das Mikro. Ein wenig geht der Druck und die Energie vorheriger Songs gefühlt verloren. Die kommende EP soll diverse weitere Gastsänger featuren und wird hoffentlich wieder ein wenig des "Modern Disco"-Vibes zurückbringen. "Charm" wurde von Gitarrist Nick Raya und Andrés geschrieben.

Die britischen Editors sind musikalisch schon ein Phänomen, schaffen sie es doch, auf ihren Shows Filzmantel tragende Hipster mit gekrempelten Jeans und (Alt-)Grufties gleiermaßen zu vereinen und mitzureißen. Es mag an der Stimme von Sänger Tom Smith liegen, an den tanzbaren beatlastigen Nummern der Marke Synth-Pop oder den düsteren, simpleren Klangkonstrukten.

Auf "Violence" (PIAS/Rough Trade) entfernen sich die Editors ein wenig von der Düsterkeit und bringen auch gerne mal Nummern mit durchgehendem 4/4 Disko-Beat. Irgendwie schwingt für mich auch das Weihnachtsalbum "Funny Looking Angels" von Smith und seinem Kumpel Andy Burrows  (Razorlight, We Are Scientists) mit. Es mag an den Geigen liegen, an den Gesangslinien, an den Dur-Akkorden. Hört einfach selbst, was "Violence" für euch ist.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Blvgcc3xfeplckx2feouj7p6rvi?t=Violence_-_Editors

Was soll ich zu diesem Album noch sagen. Seit Monaten lobe ich Rolo Tomassi und "Time Will Die And Love Will Bury It" in den höchsten Tönen - und genau die könnt ihr jetzt endlich hören. Denn heute ist das Album via Holy Roar Records erschienen. Wer weder Spotify noch Google Play Music oder sonstige Dienste nutzt, kann die Platte auch hier bei Soundcloud oder auch bei Bandcamp genießen. Oder - was noch besser ist - ihr kauft die Scheibe hier.

Rolo Tomassi live:

28.03.18 - Wien - Chelsea (AUT)
30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bcoxr3rfwx5ud3yoyhdq7ackylm?t=Time_Will_Die_and_Love_Will_Bury_It_-_Rolo_Tomassi