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Nach dem 2016er "Integrity Blues" überraschen Jimmy Eat World heute mit gleich zwei neuen Songs, und zwar dem eher selbstbewussten "Love Never" sowie dem zurückhaltenden "Half Heart". Aktuell gibt es noch keine Infos zu einem dazugehörigen Album. Was aber feststeht sind ihre Auftritte in unseren Breiten:

30.05. Hannover - Capitol
01.06. Nürburgring - Rock am Ring
02.06. Nürnberg - Rock im Park
03.06. Leipzig - Conne Island

 

Vom aktuellen Album "I Don't Think I Can Do This Anymore" (Hopeless Records) stammt die Single "Can We Stay Like This", die Moose Blood nun als Musikvideo veröffentlicht haben. Der Song ist auch einer der spannenderen der aktuellen Platte, die subjektiv ein wenig mehr Ecken und Kanten hätte haben können. Im Video läuft alles rückwärts, was eure Aufmerksamkeit fordert, um die Story zu verstehen.

Die Band sagt zum Song:

"’Can We Stay Like This’ is a song Eddy wrote for his wife whilst in LA, during the recording session for the album. The video has a darker tone than anything we’ve done before. It’s a mood we’ve been trying to achieve from a video for a while now, and we’re really happy with the way it all came together".

Der Regisseur Zelinsky sagt zum Video:

"The video is about getting back to that place as described in the song and the desire to undo that which can’t be undone. There’s a perfect moment for this couple that’s the polar opposite of where we find them and it’s impossible to get there because time only runs in one direction although not in film."

Moose Blood auf Tour:

Via Pure Noise Records ist am 27. April das neue Album von Hawthorne Heights erschienen. "Bad Frequencies" wurde im Vorfeld mit den Singles "Starlighter (Echo, Utah)", "Just Another Ghost" und "Pink Hearts" angekündigt. Auf zehn weiteren Songs zeigt das Quartett auch 11 Jahre nach dem überraschenden Tod von Gitarrist und Sänger Casey Calvert, daß sie immer noch wissen, wie man gute Emocore/Screamo Songs schreibt, die durch Pop-Punk-Anleihen auch nicht selten über ausreichend Mitsing-Charakter verfügen ("Crimson Sand").

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bnbicehvharemcn5gheu5bayley?t=Bad_Frequencies_-_Hawthorne_Heights

Aus Illinois stammen Homesafe, die aus Ryan Rumchaks (der auch bei Knuckle Puck am Bass steht), Tyler AlbertsonEmanuel Duran und Joe Colesby bestehen. Nach diversen Eigenveröffentlichungen hat die Band nun einen Deal mit Pure Noise Records an Land ziehen können, über die am 29. Juni dann die neue Platte "One" erscheint.

Als erste Single gibt es nun "Vanilla-Scented Laser Beams", eine gelungene Gratwanderung zwischen 90s Rock, Emo und Pop-Punk.

"We’ve been waiting a long time to bring these songs to life and we can’t wait to share them with the world. We love what we created. This record means everything to us. "Vanilla-Scented Laser Beams" is a fun, out of the gate, ice-breaker for the album. It’s about a moment of happenstance in which you meet someone and are caught off-guard by the way they make you feel. Whether it’s only for that moment, or goes beyond it, it’s something you feel the upmost need to explore"

Fans von Moose Blood (den alten Songs), Knuckle Puck oder Real Friends sind hier gut aufgehoben.

Track List:
1. Point Blank
2. Run
3. Say Something
4. Sadistic Society
5. Have It All
6. Vanilla-Scented Laser Beams
7. Suits and Ties
8. I Don’t Know How
9. Time Ain’t Free
10. Stay Away
11. Get It Right
12. Sideways Sleeper
13. fin

Vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

Vom aktuellen Album "41" (Pure Noise Records) stammt der schwermütige Song "Karate School" von Reggie And The Full Effect.

“'Karate school', is about a boy's journey when he moves from New Jersey to California. He befriends an older Asian man who teaches him karate and then he kicks everyone’s ass”. - James Dewees (Vocals, Gitarre)

Könnte der Stoff eines Kultfilms sein^^. Oder eben ein Flashback in vergangene Tage, von denen die Band in ihrem zwanzigjährigen Bestehen massig erlebt hat.

Vom aktuellen Album "Crooked Shadows" (Fueled By Ramen) stammt "Heart Beat Here", das Dashboard Confessional bereits im Vorfeld als Audiostream veröffentlichten. Die Nummer ist rein akustisch und erinnert an Mumford & Sons. Protagonist des Videos ist Bandleader Chris Carrabba, der trotz seiner 43 Jahre einfach nicht zu altern scheint.

Fiddlehead aus Boston als Allstar-Band zu bezeichnen ist vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen. Dennoch sei erwähnt, daß hier keine Unbekannten an den Instrumenten und am Mikro stehen. Gitarrist Alex Henery spielt bei Basement, Sänger Patrick Flynn und Drummer Shawn Costa sind bzw. waren beide bei Have Heart tätig (ersterer war erst kürzlich mit seinem Projekt FREE in Europa auf Tour). Casey Nealon spielt bei Youth Funeral und GloryAlex Dow kommt von Intent.

Die Herrschaften haben just ihre neue Platte "Springtime And Blind" via Run For Cover Records veröffentlicht. Und kennt man Flynn eher rabiat, schafft er es auf diesem Album, mit dem er den Verlust seines Vaters verarbeitet und mit seiner Art zu singen, eine einfühlsame Stimmung zu kreieren, die mal melancholisch, mal trist, mal lakonisch, mal verzweifelt, mal wütend klingt. Musikalisch pendelt das Album irgendwo zwischen Indie, Alternative, Emo und Post-HC der Fugazi-Ära.

Fans von Walter Schreifels, frühen The Get Up Kids, The Casket Lottery, Able Baker Fox, Small (23; falls sich jemand an die Chapel Hill-Zeiten erinnern kann) werden Gefallen an Fiddleheads Full Length-Debüt finden.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Babseeyr4udxrhqfawgtwfv4oxm?t=Springtime_and_Blind_-_Fiddlehead

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Nach "Just Another Ghost" haben Hawthorne Hights nun die nächste Single des kommenden Albums veröffentlicht. "Starlighter (Echo, Utah)" kommt recht pop-punkig daher mit teils extrem hohen Vocals. Zum Signing mit Pure Noise Records sagt die Band:

"We really believe that 'Bad Frequencies' is one of the best things that we've created as Hawthorne Heights, so we wanted to give it every possible chance at success. After a few conversations with Jake, we knew everything would come together quickly, and that it would be a fun project for both the band and label.

"Bad Frequencies" erscheint am 27. April via Pure Noise Records und kann hier vorbestellt werden.

The Wonder years Sister Cities

Artist: The Wonder Years
Album: Sister Cities
Erscheinungstermin: 06. April 2018
Label: Hopeless Records
Gesamtlänge: 43:36 Min.
Link zur Band: http://thewonderyearsband.com/

Tracklist:

1. Raining In Kyoto
2. Pyramids of Salt
3. It Must Get Lonely
4. Sister Cities
5. Flowers Where Your Face Should Be
6. Heaven's Gate (Sad & Sober)
7. We Look Like Lightning
8. The Ghosts Of Right Now
9. When The Blue Finally Came
10. The Orange Grove
11. The Ocean Grew Hands To Hold Me

Drei Jahre nach "No Closer To Heaven" sind The Wonder Years mit "Sister Cities" zurück. Und für den Schaffensprozess hat die Band einen strukturierten aber ungewöhnlichen Ansatz ausgewählt.

"It started with journals and photos. We started by documenting. We didn't know where it would go or if it would go anywhere at all but we wrote it all down. We took photos of everything. And then when it came to put it altogether, we had this catalog of how we felt and what it looked like and sounded like and we built from there. Figuring out what the moments were that stayed with me the most. When did I feel most connected to the people around me and why? What did being in this place during this moment teach me? It was a difficult year personally and globally and we experienced that through this lens of being everywhere but home, kind of floating through places and seeing how being there altered our perspective." - Dan Campbell (Vocals)

Irgendwie im Pop-Punk-Genre beheimatet, aber doch irgendwie anders als andere sind The Wonder Years ein kleiner Lichtblick im Drei-Akkorde-Universum aus Converse All Stars, Bonanza-Fahrrad und Miniramp im heimischen Garten.

Mit "Raining In Kyoto" starten The Wonder Years mit uns also ihre Reise - und ohne zuviel zu verraten - es wird eine weite. Was so verhalten beginnt bricht kurz später in einen emotionalen Refrain, dessen Intensität nur noch vom Zwischenteil übertroffen wird. Sänger Dan Campbell spielt seine Range hier komplett aus, von verhaltenen Passagen mit leichtem Gekiekse bis zu kratzigen Ausbrüchen.
Mit "Pyramids Of Salt" bringt die Band ungewöhnlich früh eine eher balladenhafte Nummer. Was für eine Strophe. Der gefühlvolle Text wird perfekt durch die zerbrechliche Stimme von Campbell interpretiert, die nicht selten kurz davor ist, zu kippen. Und dann ist da diese Akkordvariation bei Minute 2. Wer da keine Gäsenhaut bekommt ist ein Salzkorn.

"I Must Get Lonely" greift einen ähnlichen Charakter auf, orientiert sich aber eher am frühen 90er Jahre Alternative Rock der Marke Buffalo Tom - plus dynamischem Outro. Der Titeltrack "Sister Cities" ist unbestreitbar der Hit der Platte, schlägt er doch eine ähnliche Kerbe wie einst "Cardinals". Tanzbar, Mitsing-Charakter, treibend, Offbeat Disco-HiHat, Punkrock Gitarrenthema. Ein hervorrangend eingearbeiteter Zwischenteil lockert das Konstrukt und schafft Raum für den "Bäm!"-Moment.

Wem hiernach Füße und Stimmbänder schmerzen, der findet in "Flowers Where Your Face Should Be" Erholung. Die lupenreine Ballade mit Streichervariationen und beinahe Schlaflied-Qualitäten trägt den Hörer durch ein glockenklanggleiches Himmelreich, wäre da nicht der knarrzende Bass, die hektische Hihat und Campbells Stimme, die sich trotz aller Zurückhaltung auch einfach mal Luft verschaffen muss. Aufgewacht. Mit "Heaven's Gate (Sad & Sober)" ist Schluss mit harmonischem Friede, Freude, Eierkuchen-Einerlei. Der Song ist auch einer der eher schwerer zugänglicheren der Platte. Nicht, weil ihm Melodie oder Hooks fehlen, jedoch verlangt er nach deutlich mehr Aufmerksamkeit beim Hörer. Der anschließende "We Look Like Lightning" greift wieder das melancholische Konzept auf. Ein wunderbarer Refrain, der in der Folge auch noch an Dynamik und Ausdruck gewinnt, klagend und nachdrücklich.

"The Ghosts Of Right Now" verzichtet auf eine freundliche Einleitung und kommt umgehend auf den Punkt. Und da bleibt der Song auch. Druckvolle Komposition ohne echte Erholungsmomente. "When The Blue Finally Came" öffnet erneut das Kapitel der Melancholie. Reduzierte Instrumentierung, Sänger Campbell steht bildlich gesprochen in der Mitte der Bühne, umringt von Dunkelheit und nur angestrahlt von einem blauweißen Spot, über 02:11 Minuten seine Geschichte erzählend. Schön. Einfach. Und einfach schön. "The Orange Grove" wendet das Blatt und bringt mit seinem Halftime-Refrain den Kopfnicker-Moment. Kurz vor Schluss setzt die Band wie zu Beginn der Platte auf eine gesunde Mischung aus Zurückhaltung und Deutlichkeit.

Am Ende des Werks angekommen beschließen The Wonder Years mit "The Ocean Grew Hands To Hold Me" über 06:15 Minuten - dem längsten Song der Scheibe - ihre Reise durch die vielfältigen Ebenen der Gefühlswelten. Eingangs schwermütig und träge, flächig getragen durch diverse Instrumententypen eines Streicher-Orchesters bricht der Song wie eine Welle aus Crunch-Gitarren zum Ende hin über den Hörer zusammen, befreiend, Unschuld wiederbringend - und verstummt wie eine durch eine plötzliche Böe erlischende Kerze in tiefschwarzer Nacht.

Fazit:

Mit "Sister Cities" haben The Wonder Years ein hervorrangendes und vielfältiges Album vorgelegt. Gespickt mit Dynamik, Melancholie, Energie und Spielfreude kommt hier so schnell keine Langeweile auf. Ich möchte nicht sagen, die Band sei erwachsen geworden, da dies' i.d.R. einhergeht mit fadem Songwriting, langweiligen und uninspirierten Kompositionen. Mit der aktuellen Platte aber entfernt sich die Band deutlich vom Pop-Punk und setzt auf Facettenreichtum, was sich rhythmisch ebenso wie gesanglich widerspiegelt.

Ein wenig gewöhnunsbedürftig ist, daß sie meist eine krachendere Nummer bringen, die Härchen im Ohr gerade hellhörig werden und im nächsten Song bereits wieder müde den Kopf neigen (dürfen). Wenn eine Hälfte der Platte aus eher ruhigeren Songs besteht, die andere straighter nach vorne flüchtet, ist es vermeintlich schwerm eine sinnvolle Balance zu finden - zugegeben.

Alles in allem ist "Sister Cities" ein sehr gutes Album, das dem Genre, seien es Pop-Punk, Emo, College-Rock oder Post-HC, frischen Wind ins müde Gesicht bläst.

Anspieltipps:

Pyramids Of Salt, Sister Cities, The Ocean Grew Hands To Hold Me

Nach der letzten Single "Pyramids Of Salt" gibt es seit heute das komplette Album "Sister Cities" (Hopeless Records) von The Wonder Years. Feinster Alternative Rock mit Emo-Einschlag, Ausflügen in Punkrock-Sphären und massig Herzblut auf 11 Songs.

Live kann man die Band aktuell leider nur in GB sehen. Bleibt zu hoffen, daß sie sich auch bald wieder auf den europäischen Kontinent verirren und die Scheibe live präsentieren. Denn danach schreit "Sister Cities" - und zwar laut!

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bbrz7vur2z6dehngrnk2hzmpktm?t=Sister_Cities_-_The_Wonder_Years