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Bereits vor zwei Wochen haben Therapy? nach dem Audiostream zur ersten Single "Callow" vom kommenden Album "Cleave", das am 21. September via Marshall Records erscheinen wird jener nun auch ein Musikvideo spendiert. Sänger und Gitarrist Andy Cairns hat eine ausführliche Erklärung, wie es zu der Single kam und was sie inhaltlich bedeutet:

“Callow is one of two songs on the album that I wrote start-to-finish. Everyone who knows anything about our band know that I love Hüsker Dü and The Buzzcocks and Ramones, and this is another melodic punky song in the vein of Nowhere and Screamager and Lonely, Cryin’, Only, with maybe a hint of the Manic Street Preachers The Holy Bible too. My son Jonah is really into a rapper called Lil Peep, which sounds to me like emo with trap drum beats, with lyrics about how fucked up and lost and lonely he feels, and I managed to get Jonah a ticket for his show in London last year. A few months later he said to me, ‘Lil Peep is dead’, and I could see that he was really affected by it: I realised that, for him, this was like the passing of John Lennon or Ian Curtis or Kurt Cobain.  In some of his music, Lil Peep talked about the antidepressant Xanax, the over-use of which has become a real problem in the UK, and while I was thinking about that I remembered a Stephen Fry quote where, after he was prescribed antidepressants to combat his manic depression, and he said that he felt like a zombie for months. He said something like, ‘If you take away my demons, you’ll also take my angels.’ His point was that, yes, there were dizzying heights and terrifying lows without antidepressants, but he’d rather have that than constant numbness. So this song is talking about how we negotiate the chaos of life right now, and to understand why someone might numb out so that they don’t notice our divides”.

Die Tracklist des Albums:

1. Wreck It Like Beckett
2. Kakistocracy
3. Callow
4. Expelled
5. Success Success Is Survival
6. Save Me From The Ordinary
7. Crutch
8. I Stand Alone
9. Dumbdown
10. No Sunshine

Vorbestellen könnt ihr die Scheibe hier.

Artist: Real Friends
Album: Composure
Erscheinungstermin: 13. Juli 2018
Label: Caroline Music
Gesamtlänge: 32:53 Min.

Tracklist:

1. Me First
2. Stand Steady
3. From The Outside
4. Smiling On The Surface
5. Hear What You Want
6. Unconditional Love
7. Composure
8. Get By
9. Ripcord
10. Take A Hint

Composure is everything we’ve always come up short on. We focused more on melodies than ever before. We focused more on the overall emotional climate of each song than ever before. I truly think that every song on the record stands on its own. But when all the songs come together it creates our best effort to date.

Mit diesen Worten erklärt Real Friends-Bassist und Texter Kyle Fasel die aktuelle Platte "Composure". Produziert von Mike Green (Pierce The Veil, Paramore) könnte dieses Album der nächste Schritt für Real Friends sein.

Nach ihrem 2016er "The Home Inside My Head" sind Real Friends nun mit "Composure" zurück. Sänger Dan Lambton & Co. hatten sich Anfang des Jahres aus der Galaxy Camp Tour verabschiedet und haben nun die Chance, mit einem Paukenschlag zurückzukehren.

"Me First" beginnt unschuldig verhalten, liefert dann aber eine feine Mischung aus Pop-Punk und Emo-Nuancen. "You make me feel helpless like a bird with broken wings" klagt Lambton und man erahnt schon, daß das Album bei einem derart klaren Opener thematisch kein Zuckerschlecken werden könnte. Auch stimmlich bringt Lambton die Intensität seiner Inhalte durch deutlich rauhere Töne als auf dem Vorgängeralbum zum Ausdruck. "Stand Steady" behält das Pop-Punk Tempo bei und schwenkt in einen schönen Halftime-Refrain. "Here I am showing every worry". Geständnisse, die in dieser Position nicht jedem so leicht von der Hand gehen würden. Mit "From The Outside" kommt dann eine locker-beschwingte Nummer und eine der vier Singles und die, in denen Sänger Lambton seinen Gemütszustand vlt. am besten auf der gesamten Platte wiedergibt. Seine Versuche, Angst und Depressionen in den Griff zu bekommen und dies ein ambivalentes Unterfangen darstellt, wenn Tabletten nur kurzfristige Veränderungen - und das auch eher als eine Maske nach außen - versprechen.

"Smiling On The Surface" knüpft thematisch genau dort an. Clever gemacht ist das kurzzeitige tonale Chaos der Bridge kurz vor dem ruhigen Pre-Chorus. Und auch eine Akustikgitarre verirrt sich in den Song.

Mit "Hear What You Want" zieht die Band dann das Tempo wieder ein bißchen an und Sänger Lambton zeigt sich im Zwischenteil von der rauen Seite. "Unconditional Love", die letzte Single der Band, ist sozusagen die Ballade der Platte, die mit emotionalem Refrain und Stakkato-Chorus-Zwischenteil gespickt ist.

Der Titeltrack "Composure" - ohne dadurch eine negative Wertung auszusprechen - lässt "American Pie"-Soundtrack-Erinnerungen wach werden. Straighter College (Punk)Rock mit früher Blink-182 Note. Mit "Get By" geht's langsam gen letztem Fünftel der Platte. Palm-Mute Gitarren treffen auf Halftime-Parts und Punkrock-Attitüde.

"Ripcord" besticht durch eine prägnante Gitarren-Melodielinie in der Strophe - und wieder reizt Lambton seine Stimmbänder wehklagend in raue Gefilde. Zum Abschluss dann krönt die Band das neue Werk mit dem chorusbeladenen Harmoniehammer "Take A Hint".

Fazit:

"Composure" ist ein ehrliches, unverblümtes Bekenntnis. Auch wenn Real Friends eh nicht zur Happy Pop-Punk Garde gehören, so emotional und authentisch waren sie noch nie. Musikalisch ist das Album mit seiner Mischung aus Emo, Alternative Rock und College-/Pop-Punk ganz oben auf der Gut-Skala, ein wenig mehr kompositorischer Tiefgang hätte der Platte angesichts der Inhalte vielleicht noch besser zu Gesicht gestanden. Mike Green hat es dennoch geschafft, viele kleine Feinheiten verglichen mit dem Vorgänger-Album herauszuarbeiten.

Anspieltipps:

From The Outside, Smiling On The Surface, Me First

 

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bf3qqlnqo2qroyp2a7ibv5if3cu?t=Composure_-_Real_Friends

Die australischen Progrocker Circles haben just eine neue Single namens "Tether" veröffentlicht - moderner Alternative Rock mit progressivem Einschlag, Grooves, feinen Melodien und großem Pathos.

"On ‘The Last One’, CIRCLES deliver on the promise to seek the edges of what is common in their genre and leap over it. As soothing as some of the melodies and vocals on the new record may sound, the more unpredictable are the crushing riffs and grooves that follow. CIRCLES are the next step in the evolution in heavy music."

Am 31. August erscheint "The Last One" via Wild Thing Records/Season Of Mist und ich hoffe, daß dies' keine Prophezeiung ist.

Vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

Die Band kommt zudem mit Caligula's Horse und I Built The Sky auf Europa-Tour, u. a. auch nach Düsseldorf ins The Tube:

Nach "Sinner" folgt nun "Hell" aus dem am 03. August erscheinenden Album "Rituals" von Deaf Havana (SO Recordings). Der Song setzt deutlich auf atmosphärische und verstärkt elektronische Elemente und könnte auch eine ruhige B-Seite einer Don Broco-Single sein.

Wir schreiben das Jahr 1995 und ich stehe als Heranwachsender auf meinem ersten richtigen Konzert im Düsseldorfer Tor 3 (R.I.P.), vor mir Live, die mit ihrem 8-fach Platin-Album "Throwing Copper" den Weg in die Landeshauptstadt gefunden haben. Was für eine Aura! 2009 dann erfolgte die Auflösung der Band inkl. Rechtstreitereien zwischen den Instrumentalisten und Sänger Ed Kowalczyk. Mit Candlebox-Sänger Kevin Martin gründeten jene zusammen The Gracious Few, während Kowalczyk sich solo versuchte. Das 2014er Album "The Turn" mit neuem Sänger Chris Shinn war mäßig erfolgreich und Ende 2016 dann kündigte man an, in alter Formation die Band neu aufleben zu lassen.

Als ersten Höreindruck gibt es nun "Love Lounge", eine Up-Tempo Alternative Rock-Nummer, die zwar nicht viel mit den teils düsteren Songs der Vergangenheit gemein hat und auch Kowalczyks Stimme, die früher gerne mit R.E.M.s Michael Stipe verglichen wurde ist weniger nasal und...anders. Der Song gehört zur kommenden EP, zu der es aber bisher weder Titel noch ein VÖ-Datum gibt.

In den Staaten beginnt demnächst die perfekte 90s Rock-Tour mit Live und den Counting Crows. Vielleicht schaffen es die Herren ja auch spätestens nach dem Release der EP zusammen mit den Krähen nach Deutschland.

Am 14. September erscheint die neue Arcane Roots-EP "Landslide" via Easy Life Records. Enthalten sein werden vier Songs, drei davon sind überarbeitete Versionen von Nummern des aktuellen Albums "Melancholia Hymns" plus dem Titeltrack "Landslide", den es nun als Musikvideo gibt.

Tracklist:

1. Before Me (Over) feat. Emily Denton
2. Matter (Revel)
3. Landslide
4. Off The Floor (Fade)

Vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

Nach ihrer letzten Platte "Last Young Renegade" haben All Time Low nun die erste Single eines möglichen kommenden Albums veröffentlicht. "Everything Is Fine" (Fueled by Ramen) ist College Rock in Reinform (mit kleinen Pop-Punk-Anleihen), wie ihn Third Eye Blind, Better Than Ezra oder Tonic Ende der 90er/Anfang der 2000er nicht besser hätten spielen können.

Hier könnt ihr die Nummer streamen/kaufen.

Vom aktuellen Album "Eat The Elephant" stammt "The Contrarian", den A Perfect Circle nun als 2-D Version des ursprünglichen Hologramm-Videos veröffentlicht haben. Die Platte ist für Käufer der Deluxe Edition samt Prisma ausgeliefert worden. Nach der Installation einer App konnte man in Kombination mit erwähntem Prisma 58 Min. Videomaterial aus der Feder von Steven Sebring genießen, alles aus dem Blickwinkel eines 12-jährigen Mädchens. Wie Sebring es geschafft hat, Smartphone-Verbieter Keenan zu überzeugen, Menschen hinter ihre Geräte zu "zwingen", ist bislang ungeklärt. Das Erlebnis ohne App ist dennoch sehenswert.

Zweifelsohne dreht kaum eine Band dieser Tage bessere Musikvideos als Don Broco. Vom aktuellen Album "Technology" (SharpTone Records) stammt "Greatness", den Don Broco nun als Musikvideo veröffentlicht haben. Und das Ganze kommt als Mad Max-Anleihe daher - inkl. Dance-Battles und Splatterszenen.

Am 03. August erscheint via SO Recordings "Rituals", das neue Album der britischen Deaf Havana. Daraus gibt es nun die neue Single "Sinner". Musikalisch kommt das Ganze etwas weniger aufregend als ihr altes Material daher und ein wenig bedauere ich, daß sie nach der Auflösung von We Are The Ocean und dem Weggang des Sängers von Mallory Knox die Position nicht wirklich besetzt haben oder vmtl. nicht besetzen wollten, obwohl sie mit James Veck-Gilodi einen Sänger in ihren Reihen haben, der eine nicht unbedeutend charakterstarke Stimme hat. Schöner Song, der ein bißchen mehr Wumms vertragen hätte.

Update: Jetzt mit offiziellem Video: