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Kürzlich erfolgte die nächste Band-Ankündigung für das kommende Complexity Fest 2018 im niederländischen Haarlem. Zu großen Namen wie SikTh, Carnifex oder VOLA gesellen sich nun auch die folgenden Künstler am 23. und 24. Februar im Patronaat:

  • Dodheimsgard (Als Black Metal-Band in den 90ern gestartet, spielen sie heute experimentellen und atmosphärischen Avantgarde Metal)
  • Sithu Aye (Den britischen Solo-Künstler mit seinem instrumentalen "Happy Progmetal" kennen einige unter euch vlt. bereits von meiner Seite, z. B. von hier)
  • The Hirsch Effekt (Ihr aktuelles Album "Eskapist" schaffte es in meine Top 5 des Jahres 2017 und auch live ist das Artcore-Trio ein Erlebnis)
  • Toska (Instrumentaler Ambient Progressive Metal aus Brighton, UK)
  • Cabal (Beheimatet auf Long Branch Records, bei dem auch The Hirsch Effekt, Agent Fresco oder Uneven  Structure zuhause sind spielen die Kopenhagener Prog-Death, scharf wie ein Sturm Brotschneidemaschinen)
  • Barst (Das belgische Kollektiv spielt genreübergreifende Songs, wie es den Musikern eben in den Kram passt und bezeichnet das Ergebnis als “Wahnsinnsmusik”. Live wechselt die Besetzung jedes Mal, um ein einmaliges Erlebnis zu garantieren)
  • The Voynich Code (Die Portugiesen fanden hier auch bereits Erwähnung und werden mit ihrem Technical Progressive Deathcore sicher für viele lachende Gesichter sorgen :))
  • Knalpot (Das Amsterdamer Duo wird sicherlich zu den verrücktesten Erlebnissen des Wochenendes zählen. Electro, Dub, Post-rock, Ambient und Jazz sind die Pfeiler der experimentellen Musik, die live virtuos an diversen Instrumenten performed wird. Sie selbst sagen: "a motorbike race between Squarepusher, Radiohead and Clark". Man darf gespannt sein)
  • The Dali Thundering Concept (Die Pariser Mathmetal/-core kennen einige vlt. noch vom Euroblast oder dem UK Tech Fest)
  • Helium Horse Fly (Mit der Sängerin Marie Billy am Mikro und den Keyboards klingt das, was die Lütticher über sich selbst sagen extrem spannend: "Avant-garde experimental rock, venomous noise music, progressive baroque hardcore")
  • Chiraw (Die Niederländer melden sich nach einer Pause live zurück und performen Teile ihres kürzlich erschienen Albums "Machinarium". Musikalisch bedient man sich an Elementen aus Death und Industrial Metal, durch die Band selbst wie folgt beschrieben: "heavy, energized, brutal riffs, industrial atmospheric samples, crystal clean melodies, killer shouts and ground pounding beats")

Drei weitere Bandbestätigungen stehen noch aus.

Bereits bestätigt:

  • SikTh
  • Carnifex
  • John Frum (aktuelle und ehemalige Mitglieder von The Dillinger Escape PlanThe FacelessJohn Zorn)
  • Three Trapped Tigers
  • God Mother
  • Ulsect (ehemalige Mitglieder von Dodecahedron und Textures)
  • Blanck Mass (UK)
  • VOLA (DK)
  • Oceano (USA)
  • Employed To Serve (UK)
  • Aversions Crown (AUS)
  • PoiL (FR)
  • DISENTOMB (AUS)

Tagestickets gibt es für 20 EUR (Freitag) und 35 EUR (Samstag). Die Wochenend-Tickets gibt es hier.

Hardfacts:
Complexity Fest
23. (ab 18:00 Uhr) und 24. Februar (bis 04:00 Uhr) 2018
Patronaat Haarlem, Niederlande (Adresse)
Info & Tickets
Facebook-Event

Das Bollwerk 107 in Moers am Niederrhein ist seit jeher eine phantastische Anlaufstelle für gute und nicht selten auch progressive Musik aller Unterkategorien des Rock und Metal. So spielten hier in jüngster Vergangenheit z. B. die französischen Uneven Structure nebst den Hannoveranern von The Hirsch Effekt. Und auch die “Post.Prog.Rock”-Newcomer Isaac Vacuum haben die Bühne bereits zum Leben erweckt. Und genau jene haben aus ihrer Verbundenheit zur Location nun ein Event gemacht. 2018, und zwar am 05. Mai genauergesagt, wird es die erste Ausgabe des VACUUMFEST mit Unterstützung von Gitarre & Bass sowie dem Rockmagazin Ecplised in erwähnten Hallen geben und das Line-Up kann sich für die erste Ausgabe mehr als sehen lassen. So spielen neben dem Gastgeber selbst folgende Acts:

Lake Cisco
Ich habe die Band bereits als Vorband von The Intersphere erleben können und war hin und weg. Aktuell liegt die Band in den letzten Zügen zu den Aufnahmen des kommenden Albums.

Amplifier
1996 gegründet kann die Band auf über 1.000 Konzerte zurückblicken und wird mit ihrer Erfahrung sicher einiges zum Abend beisteuern können!

Slomind
Die Düsseldorfer haben gerade erst ihr Album "Metamorphoseon" veröffentlicht und sind sicher heiß darauf, das schwermütige Stoner-Sludge-Heavy Fuzz-Monster auch live zu spielen.

Aëdon
Wenn man es als noch relativ junge Band aus dem Ruhrgebiet mit einer EP geschafft hat, in China aufzutreten und damit sogar einen Beitrag im dortigen Fernsehen klarzumachen, gehört das VACUUMFEST wohl definitiv noch mit in die Bandgeschichte.

Long Distance Calling
Viele Worte muss ich über diese Band wohl nicht verlieren. 2006 gegründet kann man sie schon zu den Urgesteinen der deutschen Postrock-Szene zählen und ihr Einfluss auf viele Bands nach ihnen ist unbestritten. Der ehemalige Headliner des Euroblast Festivals veröffentlicht am 02. Februar sein neues Album "Boundless" und hat als erste Hörprobe daraus Anfang Dezember den Song "Out There" veröffentlicht.

Als Goodie gibt es eine Instrumentenausstellung mit ausgesuchten Modellen spezialisierter Manufakturen.

Hier geht es zum offiziellen Event, bei dem ihr alle News immer direkt und ungefiltert erhaltet: https://www.facebook.com/events/135157150503766/

Tickets für sehr sehr faire 20,00 EUR erhaltet ihr hier: https://www.adticket.de/Vacuumfest-2018-Long-Distance-Calling-Amplifier-Isaac-Vacuum-Lake-Cisco-Slomind-Aedon/Moers-Bollwerk-107/05-05-2018_17-30.html

Vor einer Woche hat Kingstar die ersten Bands für's kommende Vainstream Festival am Hawerkamp in Münster verkündet. Heute gibt's nun die nächsten Acts und die können sich sehen lassen:

Asking Alexandria
Touché Amoré
LIONHEART
Bury Tomorrow
Blessthefall
Stray From The Path

Außerdem bereits bestätigt sind:

Beatsteaks
Enter Shikari
Stick To Your Guns
Neck Deep

Tickets bekommt ihr noch zum Early Bird-Kurs für 55,90 EUR hier inkl. ÖPNV, VVK-Gebühr und Zugang zur Opening-Party am 2Tag vor dem Festival.
Hier findet ihr massig Eindrücke der 2017er Ausgabe des Punk- und Hardcore-Festivals in der Fahrradhauptstadt Deutschlands.

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Da ist sie, die erste Band-Welle für die 2018er Ausgabe des Euroblast Festivals in Köln. Vom 05. - 07. Oktober gibt sich wieder die Elite der progressiven und experimentellen Metal- und Rock-Szene auf zwei Bühnen die Klinke in die Hand. Mit dabei sind u. a.:

MONUMENTS
VOLA
Humanity's Last Breath
Hypno5e
Destiny Potato
Vitalism

Einen Eindruck aus 2017 findet ihr hier, das gesamte Review zur 2016er Ausgabe könnt ihr hier nachlesen. Weitere Eindrücke folgen.

Hier könnt ihr das Festivalticket inkl. vier Übernachtungen zum Sparpreis für Kölner Verhältnisse erwerben. Alle weiteren Tickets - und noch gibt's die günstigen Early Bird-Karten - findet ihr hier.

Am 30. Juni 2018 geht's wieder rund am Hawerkamp in Münster. Das nächste Vainstream Festival - präsentiert von Kingstar - winkt und hat heute die ersten Bands bekanntgegeben. Mit dabei sind:

Beatsteaks
Enter Shikari
Stick To Your Guns
Neck Deep

Kommende Woche werden dann die nächsten Acts verkündet. Tickets bekommt ihr noch zum Early Bird-Kurs für unter 60,00 EUR hier beim Veranstalter.
Hier könnt ihr übrigens nochmal nachlesen, wie es in diesem Jahr war - in Text und Bild.

Vom 28. bis 30. Juni 2018 findet das nächste Jera On Air Festival im niederländischen Ysselsteyn statt, gerade mal einen Steinwurf von Düsseldof entfernt. Nachdem das belgische Groezrock ja leider verkündete, daß es keine 2018er Edition geben wird, empfiehlt sich das holländische Punk- und Hardcore-Fest quasi von alleine.

Neben drei Bühnen - zwei größere und die Punkrockbar - erwarten den Besucher eine DJ-Stage, einen  Biergarten, einen Food Court, Signierstunden und weitere Attraktionen, damit zwischen den Bands keine Langweile aufkommt.  Gecampt werden kann natürlich auch, und das auf Wunsch sogar in den sogenannten Kartents, Zwei-Personen-Zelten aus Pappe, die wasserdicht sind und umweltfreundlich wiederverwertet werden können.

Im Vorfeld wurden bereits NOFX und Stick To Your Guns bestätigt, heute verkündeten die Veranstalter die nächste dicke Bandwelle, die sich sehen lassen kann:

Emmure, Less Than Jake, Modern Life Is War, Satanic Surfers, Miss May I, Anti-Flag, Lionheart, Nasty, A Wilhelm Scream, Stray From The Path, Knocked Loose, Blessthefall, Adept, Bad Cop/Bad Cop, Brutality Will Prevail, Get The Shot und Higher Power.

Um keine Updates zu verpassen, klickt hier mindestens auf "Interessiert". Tickets zu beinahe lächerlich geringen Preisen findet ihr entweder hier beim Veranstalter selbst oder hier bei Impericon.

Nach dem Euroblast ist vor dem Euroblast. Anfang Dezember werden die ersten Bands für die 14. Ausgabe verkündet und ganz Eilige können bereits jetzt ihre limitierten Bundles ordern (Versand am 08. Dezember 2017), darin enthalten bei Bedarf auch bereits die Unterkünfte für 3 oder 4 Nächte. Los geht's ab schlappen 99,00 EUR für ein Hardticket sowie ein exklusives Shirt in wahlweise Schwarz oder Weiß mit jeweiligem Design. Mehr infos bekommt ihr hier: http://euroblast.bigcartel.com/

Hier geht's zum Facebook-Event.

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Daß das Complexity Fest 2018 in Haarlem im Patronaat (eine wirklich tolle Location) noch so einige Leckerbissen in der Hinterhand haben wird, war stark anzunehmen. Daß aber in der zweiten Welle schon dermaßen großartige Acts verkündet werden, freut umso mehr. Denn nach Bands wie Carnifex und SikTh gesellen sich nun folgende weitere Acts ins Line-Up des niederländischen Prog-Festivals:

  • Blanck Mass (UK)
  • VOLA (DK)
  • Oceano (USA)
  • Employed To Serve (UK)
  • Aversions Crown (AUS)
  • PoiL (FR)
  • DISENTOMB (AUS)

Bereits bestätigt:

  • SikTh
  • Carnifex
  • John Frum (aktuelle und ehemalige Mitglieder von The Dillinger Escape PlanThe FacelessJohn Zorn)
  • Three Trapped Tigers
  • God Mother
  • Ulsect (ehemalige Mitglieder von Dodecahedron und Textures)

Tagestickets gibt es ab heute für 20 EUR (Freitag) und 35 EUR (Samstag). Die Wochenend-Tickets gibt es hier.

Facebook-Event: Complexity Fest 2018

Nach einem phantastischen 2017er Complexity Fest (hier findet ihr einen Bericht auf italienisch mit Photos von mir bzw. hier die Galerie bei Facebook) im niederländischen Haarlem, 2,5 Autostunden von Düsseldorf entfernt mit  Künstlern wie Agent Fresco, Ihsahn, Uneven Structure oder Napoleon geht es im Februar 2018 in die nächste Runde. Bisher wurden folgende Künstler bestätigt:

  • SikTh
  • Carnifex
  • John Frum (aktuelle und ehemalige Mitglieder von The Dillinger Escape Plan, The Faceless, John Zorn)
  • Three Trapped Tigers
  • God Mother
  • Ulsect (ehemalige Mitglieder von Dodecahedron und Textures)

Dieses Jahr wird das Event im Patronaat sogar über zwei Tage gehen, beginnend am Freitag, dem 23. Februar ab 18:00 Uhr bis 02:00 nachts und am Samstag von 12:00 Uhr bis 04:00 Uhr nachts/morgens.

Facebook-Event: Complexity Fest 2018

Die ersten Tickets können bereits zum Vorzugspreis von unglaublichen 25,00 EUR (exkl. Gebühren) hier erworben werden: http://bit.ly/2xI2cWF (ich hatte keinerlei Probleme mit der Bezahlung und Zustellung beim niederländischen Anbieter)
Tagestickets folgen demnächst.

Für Fans progressiver (Metal-)Musik ein Muss und das erste Highlight des Jahres. Sehr familiäre Atmosphäre, top organisiert, modernes Venue mit allerlei Schnickschnack und hinsichtlich Sehenswürdigkeiten kann man auch einfach noch den Sonntag dort verbringen, durch die Altstadt bummeln oder/und ans Meer fahren.

Complexity Fest 2018 First Wave

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Weil beim Euroblast immer alles anders ist, geht's auch hier jetzt einmal rückwärts. Das grandiose Festival in der 13. Ausgabe liegt jetzt eine Woche zurück und so langsam lichten sich die Photo-Dickichte. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen und die Erinnerung wieder wachzurütteln, geht's heute mit Tag 3 und den dazugehörigen Bildern los. Highlight war neben dem Headliner Devin Townsend sicher das Ibanez-Gewinnspiel, das neben Veranstalter John von der Evanescence-Gitarristin Jen Majura präsentiert wurde. Und natürlich sei das Finale zu erwähnen, bei dem sich die gesamte Crew im Beifall des Publikums vollkommen gerechtfertigt und mehr als verdient baden darf :).

Los geht's aber mit Benjamin Lechuga, dem Überraschungsgast, der den tba-Slot kurzfristig bedienen darf. Der aus Chile stammende Gitarrist hat Drummer und Bassist mit im Gepäck und motiviert die frühen Vögel im Keller der Essigfabrik mit "Are you drunk already?"-Ansagen, zum Heavy Fusion-Funk zu tanzen, den das Trio zelebriert. "I want you dancing!" und so soll es auch geschehen. Auf der Hauptbühne geht es mit den deutschen Metasphere weiter, die eine Art Technical Death Metal spielen und ohne Bassist für mich etwas schwach klingen. Zurück in der Elektroküche poltern derweil schon Atlin aus der Bonner Ecke stammend los. Sie witzeln, sie würden Emocore machen, korrigieren aber dahingehend, daß sie einfach machen, wozu sie Lust haben. Daß es mit sechs Leuten auf der kleinen Bühne etwas eng werden könnte, lösen die zwei Sänger (ein Shouter, ein Shouter/Clean-Vocals) durch Egoriser vor der Bühne. Musikalisch gibt's progressiven Metalcore, thematisch stehen Liebe und Miteinander ganz oben auf der Liste und auch 30 exklusive Refugees Welcome-Shirts hatte die Band im Gepäck.

Oben haben derweil Ghost Iris aus Dänemark ihre Position eingenommen. Das aktuelle Album "Blind World" gilt es zu promoten und Jesper und seine Jungs geben Vollgas. Die Halle ist an diesem zugegeben harten dritten Tag (wer Car Bomb, Frontierer und Co. am Samstag überlebt hatte, konnte sich glücklich schätzen) endlich voller und die müden Geister sollten spätestens zum letzten Song der Kopenhagener erwacht sein. Ganz großes Kino gibt's dann im Keller des Gebäudes mit A Kew's Tag - und das ahnten scheinbar auch einige andere, denn der Raum ist rappelvoll und man bestaunt großartigen Progrock mit Akustikgitarre. Auch Bassist Alexander ist Weltklasse. Ach, einfach alles an diesem Auftritt, bei dem auch mal Melodien durch's Mikro gepfiffen werden ist phantastisch. Voices From The Fuselage mit Ashe 'O Hara, der kurzzeitig bei TesseracT das Mikro bedienen durfte sammeln sich mittlerweile in der Halle und spielen einen soliden, aber für mich persönlich eher unspektakulären Auftritt.

Also wieder runter ins Basement und gucken, was Second Horizon so anstellen. Der Keller hatte sich kaum geleert und so gibt's hier Schulter an Schulter instrumentalen Progmetal mit Djent-Anleihen in kuscheliger Atmosphäre. Die Franzosen von Kadinja habe ich dieses Jahr bereits beim Complexity Fest sehen dürfen, damals noch ohne Basser. Zwischenzeitlich schien man eine Dame für den Posten engagiert zu haben, heute jedoch steht Quentin am Tieftöner - und es ist eine Quasi-Rückkehr, da er bereits früher als Gitarrist der Band tätig war. Die Halle füllt sich auch stetig, die Temperaturen steigen, weshalb sich Drummer Morgan dann auch zur Hälfte des Sets seines Shirts entledigt. Die Pariser liefern eine technisch ausgereifte Show und haben sich ihren Slot auf der Hauptbühne sichtlich verdient. Im Keller stehen nun Nameless Day Ritual aus Bulgarien bereit...naja, fast. Man hat zuerst Tonprobleme, was aber eher an der eigenen Hardware zu liegen schien und dann ist ihr mitgereister Videograph, der entweder ständig im Sichtfeld des Publikums steht oder irgendwelche Flächen auf dem Boden abklebt ein wenig störend im Gesamtbild des Auftritts. Der Aufritt, der mit zehn Minuten Verspätung beginnt wurde per iPad live gestreamt. Wenn's denn sein muss? Mir bleibt die wenig aufregende Jinjer-Kopie leider als unsympathisch in Erinnerung. Mal sehen, was da noch folgt.

Nach der Nummer dann aber die Vorfreude auf das ganz große Kino. The Hirsch Effekt auf der Hauptbühne, nach einem Jahr Pause endlich zurück und im Gepäck haben die drei Hannoveraner ihr neues wunderbares Album "Eskapist". Nils, Mo und Ilja müssen nicht viel tun, die Halle kocht von ganz alleine. Auf Tuchfühlung mit der ersten Reihe zu gehen, lässt sich Nils dennoch nicht nehmen. Und auch Drummer Mo springt rituell zum Ende des Sets von seiner Bassdrum. Zugabe-Rufe müssen leider durch die Pausenmusik verstummt werden. Wer aber mehr sehen möchte: Die Band geht gerade erst auf große(!) Tour durch Deutschland. Im Keller gibt's nun Instrumental Post Prog Rock/Metal mit Eschar. Und obwohl die Halle bei den Hirschen recht voll war und man als Besucher ein paar Minütchen braucht, um in den Keller zu gelangen, ist der Raum schon recht voll. Meine Notizen verraten mir "episch" und "Musik zum Zugucken" (und Zuhören, versteht sich) und das ist es auch.

Der heimliche Headliner sleepmakeswaves aus Australien steht derweil schon bereit, die Halle zum Beben zu bringen. Extrem dynamisch unterwegs für Postrock sind die Jungs aus Sydney, die gerade auf großer Europa-Tour sind. Im Photograben der vollen Halle kann man den Fabrik-Duft der nigelnagelneuen Nike Air Max von Gitarrist Otto während seiner agilen Rumrennerei riechen XD - nach DER Show vermutlich war's das dann aber auch ;). Mit Ansagen wie "This song is very important to us, think of somebody you love" kündigen die Jungs ihre instrumentalen Songs zwischendurch an und trotz des ziemlich harten und für Postrock eher untypischen Sounds des Dingwall-Basses von Alex bleibt die Atmosphäre erhalten. Ihr Cover von Robert Miles' "Children" kündigt die Band witzelnd als Bewerbungssong für die Playlist des australischen Radiosenders triple J an, betitelt die Nummer aber als "Faith" von George Michael. Humor habe sie ja ;).

Nach soviel Spaß gibt's im Keller wieder auf die Kauleiste. Make Me A Donut leiten ihr Set erst instrumental mit beinahe mathematischen Stakkato-Fragmenten ein, bis dann Shouter Valentin die Bühne betritt und ein gutturales Feuerwerk entzündet^^. Die Riffs des technischen "Swiss Progressive Metal" sind zwar knüppelhart, lassen aber auch hier und da Raum für melodiöse und straightere Parts. Dann ist es soweit - Heavy Devy, der im Sommer auch überraschend auf dem Eier mit Speck Festival in Viersen spielte (und zu dem es noch weitere Galerien geben wird) schließt die Hauptbühne am dritten Tag und damit auch das 13. Euroblast Festival. Musikalisch ausnahmslos und ohne Frage hochprofessionell liefern Devin und seine Band Song für Song ab, immer mit genügend Luft dazwischen, um Geschichten zu erzählen oder Witze einzustreuen.
Als Grund für seine Peniswitz-Affinität gibt er Nervosität an, was ihn ja irgendwie nochmal sympathischer macht, berücksichtigt man, das der Gute jetzt seit Mitte der 90er Jahre auf den Bühnen steht - und nicht auf kleinen. Durfte ich ihm während des erwähnten Festivals noch einen Ballon zwischen die Zähne stecken, so entscheidet er sich heute, jenen mit seinem Allerwertesten zum Platzen zu bringen.
Zu "Kingdom" whoot das Publikum (Twelve Foot Ninja, was habt ihr da nur getan?!) in den instrumentalen Pausen und die Band kann kaum mehr an sich halten und lacht sich sichtlich schlapp. Damit der Song aber irgendwie zu Ende gebracht werden kann, instruiert Devin Townsend die Gäste, an einer geeigneten Stellen damit weiterzumachen - was sie tun und das sogar gefühlt lauter als die Musik aus den Boxentürmen. Mehr bleibt mir nicht zu sagen - man muss es erlebt haben.

Das Euroblast 2017 war wieder ein definitives Highlight und für manche sicher sogar DAS Highlight (erst im Nachhinein habe ich festgestellt, wieviele UK Tech Metal Festival-Fans die Anreise zum Euroblast auf sich genommen haben). Musikalisch sehr breit, spannend und qualitativ hochwertig aufgestellt, top organisiert (vielen Dank allen Helfern und der Security!), Spaß an allen Ecken und Enden, viele alte und neue Freunde getroffen - das ist mein persönliches Fazit, das sich sicher mit dem Erlebten des ein oder anderen decken wird. Danke ans gesamte Team, die Bands, Fans, Photographen, Magazine, Aussteller, Techniker, Caterer...um es mit dem vielleicht am häufigsten benutzten Wort des Wochenendes abzuschließen: "OUI!"

Die Photos des dritten Tages findet ihr jetzt vorerst bei Facebook (und irgendwann auch hier auf der Seite). Liken, teilen und Feedback sind natürlich gerne gesehen und erwünscht :).

Euroblast XIII @ Essigfabrik Köln, Day III 01.10.2017, ➡ Devin Townsend ➡ sleepmakeswaves ➡ The Hirsch Effekt ➡ Kadinja ...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Sonntag, 8. Oktober 2017