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Via Sumerian Records haben Born Of Osiris just ihre neue Single "Silence The Echo" veröffentlicht. Djenty Progressive Metalcore mit Caliban-esquem Refrain und gerade, wenn Du denkst, es passiert nichts mehr, kommt ein feines melodiereiches Gitarrensolo um die Ecke.

Nachdem das Euroblast Festival im Dezember bereits die erste Welle an Bands verkündete, geht's nun munter weiter - und ihr solltet tief Luft holen, um das zu überstehen, was euch hier überrollt. Darunter ist z. B. ein Wiedersehen mit Monuments und Vildhjarta, ebenso sind VOLA wieder dabei und haben sicher Songs des kommenden Albums dabei. Heart Of A Coward präsentieren sich live mit neuem Sänger, aus Australien wagen u. a. Caligula's Horse, Circles und I Built The Sky den Weg nach Europa.

Die ersten 17 von 41 Bands:

Adimiron
Caligula's Horse
CIRCLES
COPIA
CRIPPLED BLACK PHOENIX
DHARK
HateSphere
Heart Of A Coward
Heptaedium
Humanity's Last Breath
Hypno5e
I built the sky
Kadinja
Kartikeya
Long Distance Calling
Letters From The Colony
MONUMENTS
Soen
Destiny Potato / Sordid Pink
Syndemic
Terminal Function
The Dali Thundering Concept
THEIA
Unprocessed
VOLA
vildhjarta (Exclusive Show)
Vitalism
Votum

Die 14. Ausgabe findet vom 05. bis 07. Oktober wie gewohnt in der Essigfabrik in Köln Deutz statt und auch am Donnerstag wird es ein Warmup mit Live-Bands geben.

Tickets findet ihr hier (physisch) und hier (digital), inkl. der Übernachtungsoption für drei Nächte zu einem unschlagbaren Preis, denn Köln ist nicht günstig, was Hotels angeht.

Via Rise Records haben Crown The Empire eine neue Single veröffentlicht, die auf den Titel "20/20" hört. Nach dem Weggang von Sänger Dave Escamilla, der monierte, daß viele der Songs von fremden Komponisten außerhalb der Band geschrieben wurden (oh Wunder heutzutage) war nicht klar, wie die Band die Position besetzen würde. Bassist Hayden übernimmt nun die Screams, Andy Leo singt weiterhin die Clean-Parts.

Die Band ist demnächst auch auf Tour mit Coldrain und Volumes.

 

 

 

Am 27. Juli erscheint "The Ghost Note Symphonies Vol. 1" (Virgin), ein Compilation-Album von Rise Against, auf dem die Band bisher veröffentlichte Songs akustisch oder orchestral interpretiert. Zur ersten Single "House On Fire" gesellt sich nun auch "Voices Off Camera" vom 2003er "Revolutions Per Minute".

Nach "Unfold" gibt es nun die nächste  Single vom am 24. August via Mercury KX erscheinenden Album "re:member" des Isländers Ólafur Arnalds. "saman" ist kurz und äh...knackig wäre vielleicht das falsche Wort, besteht sie doch nur aus einer Klavierlinie. Simpel, minimalistisch, schön.  Manchmal braucht es nicht mehr. Wer dennoch mehr haben möchte: Die Tour wurde um weitere Shows aufgestockt, darunter jetzt auch Düsseldorf und Köln. Alle Termine findet ihr hier.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier.

Bereits vor zwei Wochen haben Therapy? nach dem Audiostream zur ersten Single "Callow" vom kommenden Album "Cleave", das am 21. September via Marshall Records erscheinen wird jener nun auch ein Musikvideo spendiert. Sänger und Gitarrist Andy Cairns hat eine ausführliche Erklärung, wie es zu der Single kam und was sie inhaltlich bedeutet:

“Callow is one of two songs on the album that I wrote start-to-finish. Everyone who knows anything about our band know that I love Hüsker Dü and The Buzzcocks and Ramones, and this is another melodic punky song in the vein of Nowhere and Screamager and Lonely, Cryin’, Only, with maybe a hint of the Manic Street Preachers The Holy Bible too. My son Jonah is really into a rapper called Lil Peep, which sounds to me like emo with trap drum beats, with lyrics about how fucked up and lost and lonely he feels, and I managed to get Jonah a ticket for his show in London last year. A few months later he said to me, ‘Lil Peep is dead’, and I could see that he was really affected by it: I realised that, for him, this was like the passing of John Lennon or Ian Curtis or Kurt Cobain.  In some of his music, Lil Peep talked about the antidepressant Xanax, the over-use of which has become a real problem in the UK, and while I was thinking about that I remembered a Stephen Fry quote where, after he was prescribed antidepressants to combat his manic depression, and he said that he felt like a zombie for months. He said something like, ‘If you take away my demons, you’ll also take my angels.’ His point was that, yes, there were dizzying heights and terrifying lows without antidepressants, but he’d rather have that than constant numbness. So this song is talking about how we negotiate the chaos of life right now, and to understand why someone might numb out so that they don’t notice our divides”.

Die Tracklist des Albums:

1. Wreck It Like Beckett
2. Kakistocracy
3. Callow
4. Expelled
5. Success Success Is Survival
6. Save Me From The Ordinary
7. Crutch
8. I Stand Alone
9. Dumbdown
10. No Sunshine

Vorbestellen könnt ihr die Scheibe hier.

Artist: Real Friends
Album: Composure
Erscheinungstermin: 13. Juli 2018
Label: Caroline Music
Gesamtlänge: 32:53 Min.

Tracklist:

1. Me First
2. Stand Steady
3. From The Outside
4. Smiling On The Surface
5. Hear What You Want
6. Unconditional Love
7. Composure
8. Get By
9. Ripcord
10. Take A Hint

Composure is everything we’ve always come up short on. We focused more on melodies than ever before. We focused more on the overall emotional climate of each song than ever before. I truly think that every song on the record stands on its own. But when all the songs come together it creates our best effort to date.

Mit diesen Worten erklärt Real Friends-Bassist und Texter Kyle Fasel die aktuelle Platte "Composure". Produziert von Mike Green (Pierce The Veil, Paramore) könnte dieses Album der nächste Schritt für Real Friends sein.

Nach ihrem 2016er "The Home Inside My Head" sind Real Friends nun mit "Composure" zurück. Sänger Dan Lambton & Co. hatten sich Anfang des Jahres aus der Galaxy Camp Tour verabschiedet und haben nun die Chance, mit einem Paukenschlag zurückzukehren.

"Me First" beginnt unschuldig verhalten, liefert dann aber eine feine Mischung aus Pop-Punk und Emo-Nuancen. "You make me feel helpless like a bird with broken wings" klagt Lambton und man erahnt schon, daß das Album bei einem derart klaren Opener thematisch kein Zuckerschlecken werden könnte. Auch stimmlich bringt Lambton die Intensität seiner Inhalte durch deutlich rauhere Töne als auf dem Vorgängeralbum zum Ausdruck. "Stand Steady" behält das Pop-Punk Tempo bei und schwenkt in einen schönen Halftime-Refrain. "Here I am showing every worry". Geständnisse, die in dieser Position nicht jedem so leicht von der Hand gehen würden. Mit "From The Outside" kommt dann eine locker-beschwingte Nummer und eine der vier Singles und die, in denen Sänger Lambton seinen Gemütszustand vlt. am besten auf der gesamten Platte wiedergibt. Seine Versuche, Angst und Depressionen in den Griff zu bekommen und dies ein ambivalentes Unterfangen darstellt, wenn Tabletten nur kurzfristige Veränderungen - und das auch eher als eine Maske nach außen - versprechen.

"Smiling On The Surface" knüpft thematisch genau dort an. Clever gemacht ist das kurzzeitige tonale Chaos der Bridge kurz vor dem ruhigen Pre-Chorus. Und auch eine Akustikgitarre verirrt sich in den Song.

Mit "Hear What You Want" zieht die Band dann das Tempo wieder ein bißchen an und Sänger Lambton zeigt sich im Zwischenteil von der rauen Seite. "Unconditional Love", die letzte Single der Band, ist sozusagen die Ballade der Platte, die mit emotionalem Refrain und Stakkato-Chorus-Zwischenteil gespickt ist.

Der Titeltrack "Composure" - ohne dadurch eine negative Wertung auszusprechen - lässt "American Pie"-Soundtrack-Erinnerungen wach werden. Straighter College (Punk)Rock mit früher Blink-182 Note. Mit "Get By" geht's langsam gen letztem Fünftel der Platte. Palm-Mute Gitarren treffen auf Halftime-Parts und Punkrock-Attitüde.

"Ripcord" besticht durch eine prägnante Gitarren-Melodielinie in der Strophe - und wieder reizt Lambton seine Stimmbänder wehklagend in raue Gefilde. Zum Abschluss dann krönt die Band das neue Werk mit dem chorusbeladenen Harmoniehammer "Take A Hint".

Fazit:

"Composure" ist ein ehrliches, unverblümtes Bekenntnis. Auch wenn Real Friends eh nicht zur Happy Pop-Punk Garde gehören, so emotional und authentisch waren sie noch nie. Musikalisch ist das Album mit seiner Mischung aus Emo, Alternative Rock und College-/Pop-Punk ganz oben auf der Gut-Skala, ein wenig mehr kompositorischer Tiefgang hätte der Platte angesichts der Inhalte vielleicht noch besser zu Gesicht gestanden. Mike Green hat es dennoch geschafft, viele kleine Feinheiten verglichen mit dem Vorgänger-Album herauszuarbeiten.

Anspieltipps:

From The Outside, Smiling On The Surface, Me First

 

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bf3qqlnqo2qroyp2a7ibv5if3cu?t=Composure_-_Real_Friends

Vom aktuellen Album "Outsider" (Nuclear Blast) haben Comeback Kid den Song "I'll Be That" nun als Musikvideo ausgekoppelt. Achtung, am Ende des Videos zwickt es kurz.

Auf Tour ist die Band in DE hier:

28.07.18 Goldenstedt @ Afdreiht Un Buten
29.07.18 Münster @ Sputnikhalle
31.07.18 München @ Free & easy
01.08.18 Berchtesgarden @ Kuckucksnest
06.08.18 Lindau @ Club Vaudeville
09.08.18 Zwiesel @ Jugendcafe
10.08.18 Villmar @ erzählt glocken
11.08.18 Torgau @ Endloser Sommer
16.08.18 Dinkelsbühl @ Summer Breeze
17.08.18 Göttingen @ Exil
18.08.18 Trier @ Summer Blast

Gunship, das sind Dan Haigh, Alex Westaway (beide bei der britischen Rockband Fightstar involviert) und Alex Gingell. Seit acht Jahren widmen sie sich dem Synthwave und im Zuge des immer größer werdenden Erfolgs des Genres (siehe Acts wie The Midnight oder Timecop1985) geht auch das Interesse für diese Band durch die Decke.

Via Horsie In The Hedge erscheint am 06. Oktober das neue Album "Dark All Day". Als Vorboten hat die Band nun den Titelsong veröffentlicht, der mitsamt eines phantastischen Videos kommt, das sowohl aus realen wie auch Comic-Szenen besteht und im 80er-Stil rel. düster gehalten ist.

Am Saxophon findet sich der 63(!)-jährige Tim Cappello (und wie kann man mit 63 noch so aussehen?), der bereits für Tina Turners Titel "We Don't Need Another Hero" und "One Of The Living" für den Mad Max-Soundtrack sowie "I Still Believe" des amerikanischen Horrorfilms "The Lost Boys" verantwortlich war. Am Mikro steht Indiana aka Lauren Henson, eine britische Trip Hop/Electronic Sängerin.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier oder hier.

Am 09. Juli erlebte das Stone im Ratinger Hof in der Düsseldorfer Altstadt dank Beer & Music die volle Ladung (90er) Crossover, denn nebst den Schweizern Rapmetal-Durchstartern Mindcollision hatten sich Crazy Town und Hed PE angekündigt.

Das Kollektiv aus dem Schweizer Kanton Zug machte den Anfang und erweiterte die klassische Besetzung um einen Live-DJ (DJ Freddy). Sowas sieht man heute eher selten...und es macht Spaß. Denn zwischen den Songs gab's keine öden Pausen, sondern feinen Oldschool-HipHop. Klanglich vermischten die Herrschaften technisch versiert Elemente, die einen an Architects, Thumb, Hacktivist oder Smash Hit Combo erinnerten. Feine Sache und schön, sowas mal wieder zu hören.

Crazy Town um das einzig verbliebene Mitglied Seth Binzer aka Shifty (mit neuer Band aus Italien bzw. italienischen Wurzeln) traten als nächste an und übertrafen dann doch meine Erwartungen. Immer auf den einen Hit "Butterfly" reduziert zu werden ist sicher keine gute Ausgangslage, aber die Truppe gab alles, glänzte mit einer energetischen Bühnenshow, Publikumsinteraktion und auch Hits wie "Toxic" oder "Drowning". Gitarrist Filippo riss im zweiten Drittel des Sets noch der Gurt von der Gitarre und es dauerte eine Weile, bis dieser mit massenweise Gaffa-Tape an der schönen Fender Telecaster befestigt war. Bassist und Backup-Sänger Hasma, der nebst Gesichtstätowierungen auch mit einer gespaltenen Zunge überraschte brillierte im Limbo mit unsichtbarer Stange oder ninjaesquem Einbein-Spiel. Der hyperaktive Gitarrist Stefano hatte sich kürzlich die Haare blau gefärbt und die Band witzelte, daß er nach der Show als verschwitzter Schlumpf den Raum verlassen würde. Einen neuen Song spielte die Band auch noch und dafür, daß Shifty ihn angeblich noch nicht kannte oder konnte, lief die Sache recht rund.

Der Headliner Hed PE trat dann mit etwas Verspätung wegen der Reparaturarbeiten an Filippos Gitarre an. Shouter und Gründer Jared, wie Shifty ebenfalls das einzige verbliebene Mitglied der Band-Ursprungsbesetzung hatte drei weitere Musiker um sich geschart. Drummer Jeremiah Stratton aka Trauma saß in seinem Kiffershirt leider den gesamten Abend quasi im Dunkeln, weshalb es keine Photos von ihm gibt. Der mir unbekannte Gitarrist, der deutlich nach Metalanhänger aussah übernahm auch die Backup-Vocals nebst Bassist Kurt aka Kid Bass, der mit seinem Fünfsaiter einen satten Klangteppich knüpfte.

Die Songs wurden teilweise neu interpetiert und - festhalten - mit einer Melodica entweder eingeleitet, begleitet oder ausgeleitet - oder alles zusammen. Für die, denen das nichts sagt: Eine Melodica ist ein Tasteninstrument, das mittels Atemluft über einen Schlauch zum Klingen gebracht wird. So konnte die Band bekannte Samples einfach "transponieren", was dem Set einen satten Raggae-Schub verlieh.

Nie im Leben hätte ich gedacht, daß Jared mittlerweile 54 ist, so eine Energie strahlt er aus. Da kann sich so mancher Zwanzigjährige heute eine Scheibe von abschneiden. Im Publikum ging es derweil bei den härteren Songs dann auch ähnlich dynamisch rund, während man sich bei den chilligen Tracks und Parts dann auch ganz schnell wieder lieb hatte.

Um 23:20 Uhr gab's dann nach lautstarken Protesten noch eine ganz schnelle Zugabe, bevor Jared zum Merch hechtete und die Haus-Musik den Ton angab. Daß die beiden Hauptacts an diesem Abend zusammen 47 Jahre Bandgeschichte vorweisen konnten, war nicht zu spüren. Kein bißchen leise, kein bißchen langweilig.

Alle Photos findet ihr hier.

➡ Hed PE ➡ Crazy Town ➡ Mindcollision @ Stone im Ratinger Hof, 18.07.2018 © 2018 www.quintenquist.com - Please tag this...

Gepostet von Quinten Quist Konzertphotographie am Freitag, 13. Juli 2018