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Album-Release: Press To MECO “Here’s To The Fatigue”

Via Marshall Records ist am 30. März bereits mit "Here's To The Fatigue" das neue Album der britischen Press To MECO erschienen. Mit der letzten Single "Familiar Ground" hatte das Trio aus Croydon, bestehend aus Luke Caley (Gitarre, Gesang), Adam Roffey (Bass, Gesang) und Lewis Williams (Drums, Gesang) noch ein ansehnliches Musikvideo vor der Veröffentlichung der Platte unters Volk gebracht.

Auf 11 Songs inkl. Intro zaubern sich die Drei durch groovige Alternative und Progressive Rock-Landschaften - und klingen dabei so stark wie eine fünfköpfige Band. Man packe eine bunt geschmückte Gondel voll mit Qualitäten wie einer sauber aufeinander abgestimmten Instrumentierung, Chorus-Gesängen, die Musical-Standards erfüllen, mal treibenden und mal vertrackten Grooves sowie geradlinige Refrainstrukturen und lasse sie durch einen regenbogenfarbenen Popmusik-Wasserfall hindurchgleiten. Für solche Bilder muss man bei Press To MECO weder betrunken oder anderweitig berauscht sein. Sie erscheinen einfach. Als Einflüsse nennt die Band u.a. SikTh, The Dillinger Escape Plan, ABBA oder auch Michael Jackson. Man sieht, das Bunte liegt ihnen im Blut.

Eigentlich ist es schwer, einen echten Hit auf der Platte auszumachen, da selbige - wie auch durchweg von der Presse bestätigt - einfach keine wirklichen Schwächen aufweist. Der Titeltrack ist sicher einer der Songs zum Mitsingen, "If All Your Parts Don't Make A Whole" erinnert mich durch den Falsettgesang an eine bekannte Band, die mir einfach nicht einfallen will (die ich aber mag), mit "A Place In It All" haben die Herrschaften auch eine halbe Ballade eingebaut, die zum Ende Fahrt aufnimmt, "A Quick Fix" kommt mit beinahe Hardcore-lastigem Riff, über das die Band es trotzdem schafft, zu singen, daher, "White Knuckling" ist dann als letzter Song der Platte schon fast eine epische Nummer.

Man hört zwischen den Zeilen neben erwähnten Einflüssen auch die Spielfreude und Kompositionskultur von Bands wie Billy Talent oder Biffy Clyro sowie ZOAX (R.I.P.). Für Alternative Rock-Fans könnte das Album durch seine unterschwellige Bohemian Rhapsody-Stimmung manchmal vlt. zu arty klingen, Progrock-Fans, die auf der Suche nach frischen Songs sind und das ewige Postrock-Geschrammel leid sind, finden hier massig augenöffnende Momente und ein Album für die sommerzeitliche Fahrt zum Badesee. Oder wie sie bei Soundcloud (wo ihr die erste Platte "Good Intent" findet) schreiben: "The ideal mix of technicality and catchiness delivered with pop sensibilities that are just plain fun."

Bestellen könnt ihr die Platte hier in diversen Formaten.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bls2gntq4ayokfq3tbbf4ip6umq?t=Heres_to_the_Fatigue_-_Press_To_MECO