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Hell Or Highwater Vista
Artist: Hell Or Highwater
Album: Vista
Erscheinungstermin: 19. Mai 2017
Label: Search & Destroy / Spinefarm
Gesamtlänge: 41:56 Min.
Link zur Band: https://www.facebook.com/HellorHighwaterofficial/

"Eine große Tüte amerikanischen Pathos bitte"

Am 19. Mai ist das neue Album von Hell Or Highwater erschienen, bei dem niemand geringeres am Mikro steht als Brandon Saller, Drummer und Sänger von Atreyu. Seit 2011 macht er zusammen mit Kyle Rosa (Drums), Joey Bradford (Gitarre), Jon Hoover (Gitarre) und Nick Maldonado (Bass/Synth) Musik. 2011 gab's das erste Album "Begin Again" und 2013 die EP "The Other Side" und Saller hat sich dem kernigen amerikanischen Rock verschrieben, mal modern, mal klassisch.

Hell Or Highwater

Vorab gab's aus dem 12 Songs starken "Vista" als Hörprobe u. a. "I Want It All". Los geht es aber mit "Walk Out In The Rain", das sich durch eine rhythmisch-akzentuierte Strophe über eine Minibridge in einen treibenden Refrain schiebt und auf chorale Unterstützung in Refrain und Break setzt. Nach der erwähnten Single folgt "Dame", das geshuffled und mit jazziger Melodieführung sowie hintergründigen Trompeten daherkommt. Ja, in der Tat werden hier Blechbläser eingesetzt. "Revolution" hätte gar von EditorsTom Smith mitgeschrieben sein können, so (atmo)sphärisch kommt die Nummer daher mit klarem Fokus auf die gesanglichen Qualitäten Sallers.

Beim simplen Rocksong "Washed Away" mit Mitsing-Refrain entdeckt man gar mit ein wenig Phantasie Thrice oder die Beatsteaks. Bei "Pieces" hört man aufgrund des Pop-Appeals und der Vocal-Arbeit gar etwas Set It Off-Einfluss heraus. Anschließend erhöht die Band das Tempo ein wenig und liefert mit dem treibenden "Colors" mit Stadionrock-Chor eine solide Rock-Nummer, bei dem man auch deutlich hört, was Saller sonst bei Atreyu (in den späteren Phasen) so treibt. "Don't Hate Me" ist ein unspektakulärer Modern American Rock-Song, der kompositorisch keine großen Besonderheiten vorweisen kann, aber durch Sallers Stimme und dessen Melodieführung leicht ins Ohr geht und seinen ganz eigenen Charakter beweist und dessen Mini-Gitarrensolo ihm noch ein wenig Eigenständigkeit hinzufügt. Das Palm Mute-Gitarrenstück "Lighter Than Air" verleitet Saller zu Kopfstimmenrefrain und auch der maximal knarrzige Bass als Strophenthema nebst Surfgitarren-Sounds machen den Song zu einem der ungewöhnlichsten der Platte.

"Another Good Time" hätte auch aus der Feder von Fall Out Boys Patrick Stump stammen können. Der Song kommt mit Muse-ähnlichen Auftakten, reduziertem Gitarreneinsatz und Whohooo-Kopfstimmenrefrain, Schellenkranz und prägnantem Beat, der zum Mitwippen einlädt. Das mitreißende "Don't Stop. Get Up" bringt dann das Tempo zurück und auch hier finden sich wieder Whohooo-Chöre im Offbeat-Refrain. Mit "Blister" leitet die Band das emotionale Finale der Platte ein. Über 04:25 Min. preist Saller das Leben und mit ein wenig Theatralik und Pathos intonieren Hell Or Highwater hier einen schönen und eingängigen Rocksong, der das Potential hätte, Stone Sours "Through The Glass" als Rausschmeißer in den einschlägigen Clubs abzulösen. Jetzt schmeißt er aber erstmal den Hörer aus der Platte.

Fazit:
Hell Or Highwater präsentieren mit "Vista" eine runde und abwechslungsreiche Platte, die mit großen Melodien und einer dicken Tüte Pathos aufwartet. Früher hätte man große Teile des Albums vielleicht als "New Rock" bezeichnet, möchte man es denn kategorisieren. Saller & Co. reichern ihren Sound um weitere klassische amerikanische Musikelemente, Instrumente und Stilmittel an und sprechen hiermit sowohl den geneigten Black Stone Cherry- oder Alter Bridge-Fan wie auch Fans populärerer Stilarten des Rock und sogar Indie an. Ein bißchen weniger "folkloristischer" oder "musikpatriotischer" Grundtenor hätte der Platte unter Umständen gutgetan. Bilder, die mir beim Hören der Scheibe in den Kopf kommen: Bullenreiten begleitet von Blondinen in Hotpants, Nascar Rennen, Flugshows mit Militärjets, dosenstechende Football-Fans, College-Schüler-Roadtrips, große amerikanische Open Air Festivals. Aber Musik wirkt ja auf jeden anders.

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Am 01. September erscheint "All This Life", das neuen Album von Starsailor. Als erste Auskopplung gibt's nun "Listen To Your Heart", eine klassische Klavier begleitete Nummer der Briten um Charaktersänger James Walsh. PreOrders - auch als Coloured Vinyl und Kassette - für's Album findet ihr hier.

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Heute erscheint das neue Stone Sour-Album "Hydrograd" und nach den okayen Singles "Fabuless" und "Song #3" kann man sich anhand von 13 weiteren Songs sein eigenes Bild davon machen, was Corey Taylor denn so zu sagen hat. Ich habe mich im Detail mit der Platte hier für Time For Metal befasst und bin überrascht über das, was die Herren da abgeliefert haben. Ob positiv oder negativ...naja, lest selbst.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/listen?u=0#/album/Bhkfk2vaqaaq6smhoxeqel7yqvu/Stone+Sour/Hydrograd

Vom kommenden Album "The Stories We Tell Ourselves", das am 15. September via Better Noise Records erscheinen wird haben Nothing More aus dem texanischen San Antonio nun den Song "Go To War" veröffentlicht. Wer auf satten Alternative Rock im Stile von Starset, Caliguila's Horse oder Karnivool steht, der sollte sich den Song unbedingt anhören. PreOrders zum Album gibt's auf der Pledgemusic-Seite der Band.

Streamen/kaufen:
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Nach den Live-Videos zu "Devil Is Fine" und "Dont' You Dare" hat Manuel Gagneux aka Zeal & Ardor - seit Kurzem mit kompletter Band - nun "Blood In The River" als Live-Video veröffentlicht. Gedreht wurde die Nummer während der Off The Road Sessions und das Video ist sogar ziemlich unterhaltsam, spricht doch Axel Thielmann, der als Sprecher für Peterchens Mondfahrt agiert und der auch das Sonntagsraten beim MDR moderiert das Intro - und er nimmt auch mehr oder weniger aktiv am Videogeschehen teil. Für den Ton ist Mathias Bloech verantwortlich, die Kamera führten Felix Kastl und Marv Endt, Schnitt oblag Marv Endt.

Live kann man die Band hier bestaunen:
28.07.17 DE - Neuensee b. Lichtenfels, Rock Im Wald
13.08.17 B - Ieper, Ieperfest
17.08.17 CH - Winterthur, Musikfestwochen
19.09.17 D - Köln / Club Bahnhof Ehrenfeld
20.09.17 D - Berlin / Musik & Frieden
21.09.17 D - Hamburg / Reeperbahn Festival
22.09.17 D - Frankfurt / Das Bett

Vom aktuellen Album "World Gone Mad" stammt der Song "Living For Life", für den die Herrschaften der Suicidal Tendencies nun ein Video mit massig Live-Material veröffentlicht haben. Regie führte der passionierte Skateboarder, Photo- und Videograph Pep Williams, der u. a. auch für die Kottonmouth Kings arbeitete. Die Band kündigte zusätzlich eine neue EP für diesen Herbst an!

Vom aktuellen Album "The Last Hero" haben Alter Bridge kürzlich ein Live-Video zum Song "Cradle To The Grave" veröffentlicht. Aufgenommen wurde das Video in der o2 Arena in London und wie es der Zufall will, veröffentlicht die Band am 08. September eine Live CD inkl. Raritäten von erwähntem Ereignis. PreOrders findet ihr hier neben zig Varianten der aktuellen Platte, auch als Coloured oder Picture Vinyl.

19 Songs wird die Platte enthalten, u. a. auch "Waters Rising", gesungen von Gitarrist Tremonti, die akustische Nummer “Watch Over You” sowie "Blackbird”. Auf der "Rarities"-CD werden die Tracks "Breath", "Cruel Sun" und  "Solace” neben sieben weiteren Songs enhalten sein, die bisher nur in Japan veröffentlicht wurden. Auch der Bonustrack "Symphony Of Agony" der aktuellen Platte wird zum ersten Mal weltweit publiziert.

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Das 13. Euroblast in Köln vom 29. September bis 01. Oktober hat neues Futter für alle Prog Metal-Fans! Niemand Geringeres als die ehrenwerten Aussie-Mates Twelve Foot Ninja werden als Headliner am Samstag die Bühne zerhackstücken. Wer auf ihrer kürzlich abgeschlossenen "Outlier"-Tour mit den Parisern Uneven Structure war, wird wissen, wovon ich spreche. Zusätzlich werden die niederländischen Textures ihr letztes Euroblast ever spielen, nachdem die Band vor einigen Wochen ihre Auflösung bekanntgegeben hat. Nicht zu vergessen ist der Sonntagsheadliner Devin Townsend, der mit seiner sympathischen Show wohl kaum besser geeignet ist, dem Festival in Köln Deutz einen würdigen Abschluss zu bereiten.

Außerdem neu dabei sind die UK Tech-Metal Götter The Arusha Accord, die gerade ihre erste neue Single seit langem veröffentlicht haben, Andy James und die belgische Wutrakete BEAR. Zudem wurden viele weitere Acts bestätigt. Leider mussten Jinjer und  Chimp Spanner absagen. Das gesamte Line-Up liest sich nun wie folgt:

Devin Townsend
Textures
Twelve Foot Ninja
The Arusha Accord
Car Bomb
The Algorithm
sleepmakeswaves
The Hirsch Effekt
Uneven Structure
Angel Vivaldi
Exivious (Exclusive German Farewell Show)
Voyager Australia
Frontierer
Kadinja
Lo!
Voices From The Fuselage
ATLANTIS CHRONICLES
FOES
Make Me A Donut
RIVIẼRE
Deity's Muse
Eschar
Call The Mothership
ISAAC VACUUM
A kew's tag
DUKATALON
Second Horizon
ATLIN
BEAR
Controversial
Colonel Petrov's Good Judgement
Driven By Entropy
Galaxy Space Man
Harbinger
HIEROGLYPHS
Hemina
Metasphere
Nameless Day Ritual
The Sleeper
Their Dogs Were Astronauts

Tickets gibt es weiterhin für einen unschlagbaren Kurs auf www.euroblast.net.

Dog Eat Dog waren einst eine Größe im Crossover der 90er und wer nicht zu "No Fronts", "Who's The King" oder "Rocky" durch's Zimmer gesprungen ist, der hatte den Zeitgeist nicht verstanden. So ganz komplett ist die Band nicht mehr, aber sie schaffen es immer noch mehrmals im Jahr nach Europa, um die hiesigen Clubs zu beehren. Vor Kurzem hat sich die Band entschlossen, eine 4-Track EP namens "Brand New Breed" aufzunehmen und schickt als erste Video-Auskopplung "Vibe Cartel" ins Rennen. Ein bißchen Blechbläserei hier, ein wenig Punkrock-Gitarre da, ein wenig Raggae-Dancehall-Offbeat-Drums dort und fertig ist die Nummer.

Live kann man die Jungs in Kürze hier erleben:

13.07.2017 Frankfurt, Das Bett
14.07.2017 Aachen, Rockbunker
03.08.2017 Siegen, Vortex
04.08.2017 Wacken, Wacken Open Air
05.08.2017 Koblenz, Circus Maximus
26.08.2017 CH-Lachen, Openair Altendorf
31.08.2017 Bremen, Tower
02.09.2017 Taarstedt, Angeliter Sommerfest
03.09.2017 Leipzig, Naumanns
08.09.2017 Köln, Underground
17.11.2017 Oberhausen, Resonanzwerk

Die gesamte EP gibt es bei Spotify, Google Play Music & Co. sowie bei Soundcloud:

Nachdem Primus-Bassist Les Claypool Mitte letzten Jahres zusammen mit Sean Lennon als The Claypool Lennon Delirium bereits "Monolith Of Phobos" veröffentlichte, geht es am 04. August weiter mit “Lime And Limpid Green“. Die EP , die bereits zum Record Store Day in limitierter Auflage vertrieben wurde besteht aus Coversongs, die da wären:

01 – “Astronomy Domine” (Pink Floyd cover)
02 – “Boris The Spider” (The Who cover)
03 – “ The Court Of The Crimson King” (King Crimson cover)
04 – “Satori” (Flower Travellin’ Band cover)

Letzteren hat die Band nun als psychedelisches Video ausgekoppelt: