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Nach "We Fight" haben Dashboard Confessional die nächste Single aus dem am 09. Februar erscheinenden Album "Crooked Shadows" (Fueled By Ramen) veröffentlicht. "Heart Beat Here" klingt wie eine Symbiose aus alten Songs der Band gepaart mit Bastille oder Mumford & Sons. Nicht schlecht, aber anders.

Am 09. März erscheint via Sumerian Records das neue Between The Buried And Me-Album "Automata" bzw. dessen erster Teil. Denn die Band wird im Laufe des Jahres auch noch den zweiten Teil des Doppelalbums unters Volk bringen. Die erste Single "Condemned To The Gallows" ist wieder ein bunter Strauß diverser Spielarten des Metals, überspannt von den progressiven Finger-und Stimmbandfähigkeiten der einzelnen Musiker. Startet der Song doch recht klassisch und straight, kippt er im nächsten Moment in hektisches Death Metal-Screaming, um nach einem Ausflug ins Synapsen-Phantasialand inkl. klassischem Gitarrensolo am Ende dann wieder in die Harmonie, getragen von feinen Melodien von Sänger Tommy Giles Rogers zurückzukehren. Vorbestellen kann man die Platte hier.

Im April und März ist die Band mit The Dear Hunter und Leprous auf US-Tour.

Am Tag des Todes der Cranberries-Sängerin Dolores O’Riordan stand ein Vocal-Feature im Studio mit der amerikanischen Band Bad Wolves in ihrem Kalender. Zu dieser Kolaboration ist es leider nie gekommen. Zu Ehren der Sängerin hat die Band den Song dennoch veröffentlicht und die Einnahmen aus den Verkäufen kommen ihren Kindern zugute.

It was the greatest honor to know she liked our version and wanted to sing on itWe’re deeply saddened by the sudden loss of Dolores and by the fact that she’s leaving behind three children so we are donating the proceeds from the song to her kids”. - Tommy Vext (Vocals)

Das letzte Konzert des Jahres war - zumindest für mich - etwas ganz Besonderes. Ein Besuch von 4/5 der legendären Have Heart unter dem Namen FREE im Café Nova in Essen stand zum Jahresabschluss ins Haus, organisiert von Positive Records. Im Gepäck hatten die Herrschaften Abuse Of Power aus Atlanta, Jail aus dem Ruhrpott und Disavow aus Göteborg. Wie zu erwarten war die geschichtsträchtige Show umgehend ausverkauft und nachdem sie zuerst hochverlegt wurde, ging's dann auf Wunsch der Bands doch wieder ins lauschige Café Nova.

Und was soll ich sagen...es gab vermutlich keinen wärmeren Ort an diesem kalten Winterabend im Umkreis von 50km. Menschenmassen türmten sich zu Fleischbergen (was die Veganer bitte nicht falsch verstehen oder persönlich nehmen dürfen^^). Alle Bands lieferten 20-30 Minuten knappe Sets (bei wahrscheinlich durchschnittlich 2:20 Min. kurzen Songs nachvollziehbar) mit mächtig Herzblut und Energie und das erste Mal in meiner knapp 23-jährigen Konzertbesuchsgeschichte konnte ein Headliner früher als geplant anfangen :). Das Publikum sparte sich den Großteil der Energie für FREE auf, was für Disavow und Jail etwas schade war. Tat dem Abend aber keinen Abbruch. Spaß hatten alle gefühlt zu genüge und auch ein weiblicher Gast, der bereits am Abend vorher in Eindhoven für einen Part das Mikrophon von Shouter Pat Flynn ergattern konnte, stand auch an diesem Abend auf der "Bühne" und schrie, was die Lunge hergab. Ein Abend, lauter und eindrucksvoller als jedes unnütze Feuerwerk.

➡ FREE (ex HAVE HEART) ➡ ABUSE OF POWER ➡ Jail ➡ DISAVOW @ Cafe Nova, 30.12.2017 © 2017/2018 www.quintenquist.com -...

Posted by Quinten Quist Konzertphotographie on Donnerstag, 18. Januar 2018

Good Tiger haben nach "The Devil Thinks I'm Sinking" und "Grip Shoes" die dritte Single des am 09. Februar via Metal Blade erscheinenden Albums "We Will All Be Gone" veröffentlicht. Wie eingangs erwähnt heißt die Nummer "Salt Of The Earth" und bietet wieder eine gute Symbiose aus Alternative Rock und Post-HC.

Mit "Couleur" (Grand Hotel van Cleef) ist den Aachenern FJØRT ein ziemlich respektables deutsches Post-HC-Album gelungen, das so manch anderen internationalen Act in den Schatten stellt (hier findet ihr meine Begründung der Aussage). Nach den Singles "Couleur" und "Magnifique" gibt es nun mit dem schwermütigen und grollenden "Karat" den dritten Teil der Serie aus der Feder von Iconographic und damit das letzte Kapitel des Paares, das in allen vorherigen Videos im Fokus stand.

Die Band ist ab heute auf Tour und ziemlich viele der Shows sind bereits ausverkauft. Wer Glück hat, kann noch ein Ticket für einzelne Shows ergattern:

18.01.18 - Münster, Gleis 22 (ausverkauft)*
19.01.18 - Münster, Gleis 22 (ausverkauft)*
20.01.18 - Hannover, Musikzentrum (ausverkauft)*
21.01.18 - Berlin, Lido (ausverkauft)*
22.01.18 - Dresden, Beatpol*
23.01.18 - Leipzig, Werk 2**
24.01.18 - AT - Wien, Chelsea**
25.01.18 - München, Strom**
26.01.18 - Stuttgart, Universam (ausverkauft)**
27.01.18 - Saabrücken, JUZ Försterstraße***
28.01.18 - Wiesbaden, Schlachthof (ausverkauft)***
29.01.18 - Köln, Gebäude 9 (ausverkauft)***
30.01.18 - Hamburg, Knust (ausverkauft)***
02.02.18 - Köln, Palladium (Family First Festival; ausverkauft)
14.04.18 - CH - Zürich, Dynamo

* Support: ÊTRE
** Support: EAST
*** Support: LIRR

Nachdem August Burns Red angekündigt haben, ihr 2007er Metalcore-Monument "Messengers" remastered veröffentlichen zu wollen, gibt es mit "Composure" nun auch die erste Auskopplung daraus. “Messengers Remixed“ wird von Carson Slovak (Century/Galactic Empire) verantwortet und erscheint digital am 26. Januar.

Die Original-Version:

Vom aktuellen Album "Dead Reflection" haben Silverstein kürzlich den Song "Whiplash"als Musikvideo veröffentlicht. Wer die Herrschaften nochmal live sehen will, kann dies' auf den Impericon Festivals im April tun oder auf dem Vainstream im Juli.

Artist: Rolo Tomassi
Album: Time Will Die And Love Will Bury It
Erscheinungstermin: 02. März 2018
Label: Holy Roar Records
Gesamtlänge: 53:00 Min.
Link zur Band: http://www.rolotomassiband.com/

Tracklist:

01. Towards Dawn
02. Aftermath
03. Rituals
04. The Hollow Hour
05. Balancing The Dark
06. Alma Mater
07. A Flood Of Light
08. Whispers Among Us
09. Contretemps
10. Risen

"Time Will Die And Love Will Bury It" - Ein Albumtitel wie ein Gedicht. Und hierbei handelt es sich weder um einen Zufall noch eine Eigenschöpfung. Die Jazz/Math Core-Band mit Black und Post Metal-Affinität aus dem britischen Sheffield sah sich inspiriert durch einen Druck eines Freundes, dessen künstlerische Grundlage ein Zitat des Underground-Schriftstellers Richard Brautigan darstellt. Am 02. März erscheint also das 5. Studioalbum von Rolo Tomassi allgemein und das 2. auf Holy Roar Records. Was erwartet eure Ohren? 

Eine Traumsequenz. Das ist der erste Eindruck, den der Hörer bekommen kann, wenn "Time Will Die And Love Will Bury It" mit dem Opener "Towards Dawn" startet. Beinahe liebliche Synthesizer-Klänge und gesampelte Chöre leiten über 03:44 Minuten über in "Aftermath", der extrem melodiös und unschuldig, gar optimistisch anmutet. Die Melodiebögen von Sängerin/Shouterin Eva Spence fügen sich perfekt in die reduziert instrumentierte, rhythmisch auffällige Strophe, während sich die Gesamtheit aller Beteiligten im atmosphärischen, flächigen Refrain ins höchst Epische steigert.

Doch die Friedlichkeit ist trügerisch. "Rituals" holt den Hörer zurück in die Realität. Black Metal-Blastbeats, verzerrte Shouts und Growls, knarrzende Synthies, bei Rolo Tomassi stehen plötzlich alle Zeichen auf Angriff.

Am Boden liegend besänftigt das Intro zum anschließenden "The Hollow Hour" den Hörer ein wenig, untermalt von Vintage Hammond Orgel-Klängen...bis der Song ausholt und nachtritt. Aggressive Stakkato-Arbeit der Instrumente, harsche Vocals, keine Verschnaufpause. Und dann überrascht die Band mit einem melodiösen Part, in dem die cleane Stimme von Eva Spence kurzzeitig fein wehklagt. Schwenk zum Klavier lastigen Zwischenpart, der aber wieder die Ruhe vor dem Sturm verkörpert. Im Mix wurde Eva Spence der Charakter verliehen, als stünde sie im dialogischen aggressiven Disput mit sich selbst oder einer höheren Macht. Das epische Outro des Songs voller Wehmut, Schwermut und Zerrissenheit lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen.

"Balancing The Dark" beginnt jazzig und behält seine rhythmische Komplexität auch nach dem ruhigen Intropart bei. Tom Pitts an den Drums weiß, was er tut und die Saiteninstrumente fügen sich ihm und seinen Akzentuierungen. Ein Donnergrollen gleicher Part kümmert sich zwischenzeitlich um die Magengrube des Hörers, bevor ein Orgel untermauerter Part einen der experimentellsten Songs der Platte beschließt.

"Alma Mater" macht ab Sekunde 1 keinen Hehl um seinen aggressiven Charakter. Rhythmisch vertrackt, versiert instrumentiert zieht der Song das Tempo an. Bis die Band auch ihm ein harmonisches Fremdwort für Pause gönnt.
"A Flood Of Light" erinnert mich nicht nur vom Titel an "Absence Of Light" der britischen Devil Sold His Soul. Brachiale Klangwände gepaart mit einsilbigen Shouts, ergänzt um zarte Melodielinien und Streicherarrangements, die in einem 80s beeinflussten Synthie-Part samt maximal verzerrtem Bass von Nathan Fairweather aufgehen...Flut trifft es ganz gut. Hier brechen über 08:20 Minuten wahrlich Klangwelten über den Hörer herein. Die Stimme von Eva Spence ist im Finale ein wahrer Gänsehaut-Garant. Einer der besten Songs der Platte.

Mit "Whispers Among Us" geht es wieder zurück in die Dunkelheit. Tiefe Growls, aggressives Picking der Gitarren, schwermütige, träge Riffs ziehen den Hörer in einen dunklen Strudel. Mit einem Moment der Befreiung, der an Kraft zunimmt beendet die Band diesen Teil des Albums. "Contretemps" besinnt sich auf die Friedlichkeit des Openers zurück, eine simple Klavierlinie, melancholisch, einsam. Zum zweiten Drittel des 08:16 Minuten langen Songs fährt Gitarrist Chris Cayford schwere Fuzz-Geschütze auf und schiebt mit einem kratzenden Teppich beiseite, was sich nicht wehren kann. Die Länge des Songs lässt vermuten, daß hier etwas Großes aufgebaut werden soll. Und so kommt es. Atmosphäre, Epik, Keyboarder James Spence untermalt dies' alles mit unschuldigen Synthie- und Orgel-Klängen, während ein scheinbar Tonart fremder Akkord im post-rockigen Klimax die Harmonie durchbricht und das mitleidende Herz aufschreckt. Ein beinahe sakraler Melodiegesang trägt den vorletzten Song, reduziert instrumentiert final zu Grabe.

Mit dem ruhigen "Risen" führen Rolo Tomassi die sakrale Art des Gesangs fort. Ein wenig erinnert mich die Melancholie der Gesamtkomposition gar an Melanie Wills' Stimme bei "Short Stories With Tragic Endings" von From Autumn To Ashes, wobei jene aber instrumental von den japanischen Mono begleitet würde. Nach 53:00 Min. ist es an der Zeit, daß jene sich zur ewigen Ruhe bettet und einen Abschied in Liebe erlebt. All die Erlebnisse, die Emotionen, die Stürme und Kämpfe finden einen harmonischen Schluss in Geborgenheit.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier. Wem der Plattenspieler in der Bahn zu affig ist und wer keinen Bock auf Spotify & Co. hat, der wird das Album vmtl. auch am Releasetag hier bei Bandcamp finden. Die neue Platte stellt die Band ebenfalls auf Tour vor, darunter folgende Termine in oder von Deutschland aus erreichbar:

30.03.18 - Berlin - Musik & Frieden
31.03.18 - Hamburg - Headcrash
01.04.18 - Haarlem - Patronaat (NL)

Fazit:

Zugegeben hatte ich bis zu dieser Platte meine Probleme, den Zugang zur Band zu finden. Ein einziger kompletter Durchlauf der Scheibe hat aber ausgereicht, mich vollends zu begeistern. Die Kombination der fragilen Melodiestimme von Sängerin Eva Spence, der sie die verzerrten, teilweise gutturalen Screams und Shouts gegenüberstellt könnte kaum konträrer sein. Technische Finesse, ohne zu prahlen, ein Gespür für abwechslungsreiches Songwriting und den Sinn für die richtigen Momente, die ein guter Song benötigt, Rolo Tomassi schaffen es, mit einem homogenen Stilmix (so widersprüchlich es auch klingen mag) ein grandioses und rundes Album abzuliefern. "Time Will Die And Love Will Bury It" ist beileibe nichts für den Sonntagsspaziergang - außer man wandert vielleicht durch Ruinen vergangener Königreiche - und auch nichts für den Kochabend mit Freunden. Das Album ist etwas Intimes, etwas, das man alleine laut hören muss - von der ersten bis zur letzte Sekunde. Und danach ruft man seine/n besten Freund/in an und bedankt sich, sie/ihn zu haben. 

Anspieltipps:

Aftermath, A Flood Of Light, Contretemps

Nach "Talk In Your Sleep" haben Moose Blood nun die nächste Single des am 09. März erscheinenden Albums "I Don't Think I Can Do This Anymore" veröffentlicht, das via Hopeless Records in die Regale und Streamingdienste kommt. "It's Too Much" ist textseitig simpel gehalten und dennoch ein nachvollziehbares Manifest der Traurigkeit und Kapitulation. Ein Blick aus dem Fenster und es könnte keinen besseren Soundtrack geben. Vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

‘Blush’ was more about struggling with some of what came along with that change of lifestyle and ‘I Don’t Think I Can Do This Anymore’ is really us trying to work through some of what has happened in our lives as a result of doing this band full time. We’ve put everything into this album. We always write like it might be the last album that we ever get to make and we’ve challenged ourselves in every way we could on these songs ” - Mark Osborne (Gitarre)

Die Tracklist:

1. Have I Told You Enough
2. Talk In Your Sleep
3. Just Outside
4. You Left In The Worst Way
5. All The Time
6. Can We Stay Like This
7. Pull Me From The Floor
8. Walk All Day With You
9. Such A Shame
10. Promise Me
11. It's Too Much

Die Band kommt zudem dieses Jahr auf Europa-Tour: