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Vergangene Woche ist nach "Light Up The Sky" die dritte Single des kommenden The Prodigy-Albums "No Tourists" (Take Me To The Hospital) erschienen. "Fight Fire With Fire" ist eine Kollaboration mit dem amerikanischen HipHop Duo Ho99o9 (ausgesprochen "Horror"), das von theOGM und Eaddy gegründet wurde und düsteren experimentellen HipHop/Grime mit aggressiven Hardcore Punk-Elementen kombiniert. Viel ist davon hier leider nicht zu spüren.

Ab dem 02. November könnt ihr dann das Album in Gänze hören. Vorbestellen könnt ihr die Scheibe hier.

Nach "Canaille" haben die Kopenhagener Tech-Metaller Cold Night For Alligators nun die zweite Single des kommenden Albums veröffentlicht. "Violent Design" erschlägt den Hörer wie gewohnt eingangs gekonnt, spielerisch und interessant umgesetzt mit Härte, einem Haufen Noten, der maximal möglichen Anzahl an Zählzeiten und polyrhythmischen Attacken, um dann zur Mitte hin in eine Epik umzuschwenken, die für mich das Alleinstellungsmerkmal der Band um Sänger ist. Hier geht es nicht darum, zu zeigen, wer die dicksten Cojones im Bizniz hat, sondern was man mit seinem Talent so alles umsetzen kann.

Am 09. November erscheint "Fervor" via Long Branch Records und vorbestellen könnt ihr die Platte hier.

Via Long Branch Records erscheint am 23. November "You Are Creating", das Gesamtwerk der Trondheimer 22, die bereits Anfang 2017 mit "You Are Creating: Limb 1" den ersten Teil des Konzepts veröffentlichten. Als erste Auskopplung gibt es nun "Call Me Trimtab" samt obskurem Video. Die Band war erst kürzlich aus großer EU-Tour, treffenderweise mit Leprous und Agent Fresco und Fans beider Bands sollten auch mit 22 auf den Geschmack kommen.

Vorbestellen könnt ihr die Doppel-LP (beide Teile in einer Edition) auch in schickem Colored Vinyl hier.

Wer sich (nochmal) den ersten Teil des Konzeptwerks anhören möchte, kann das z. B. hier tun:

Frisch wie der erste Schluck Bier nach dem Zischen ist die dritte Emery-Single inkl. Video mit dem unerinnerbaren Namen "People Always Ask Me if We're Gonna Cuss In An Emery Song". Nach "Safe" und "Is This The Real Life" formt sich damit das Bild des kommenden Albums "Eve" (09. November, BC Music) ein wenig deutlicher.

Vorbestellen könnt ihr die Platte hier (leider immer noch kein Vinyl für Europa).

Vergangenen Montag (08.10.2018) beehrte die japanischen Electro-Core-Walze Crossfaith die Domstadt, im Gepäck Blood Youth und Normandie. Während der rastlose Headliner, der 2018 bereits die "Wipeout"-EP sowie 2017 die "Freedom"-EP (mit einem Feature von Rou von Enter Shikari) veröffentlichte und ganz frisch sein neues Album "Ex-Machina" dabei hatte, mussten sich die Fans von Normandie noch gedulden, da deren neues Album "White Flag" erst am 26. Oktober erscheint - und auch Blood Youth bisher nur die neue Single "Starve" präsentieren können.

Noch wenige Tickets an der Abendkasse standen vor 19:00 Uhr schon etliche Gäste in einer 20m langen Schlange vor dem Einlasspunkt. Seit dem großen Ehrenfelder Clubsterben ist das Gebäude 9 auf der Schäl Sick die Anlaufstelle für Konzerte aller "Core-leur" (Verzeihung) geworden.

Den Anfang machten Normandie und Sänger Philip Strand begrüßte das Publikum mit der Flasche Whiskey in der Hand. Ok, auf geht's. Musikalisch erinnerten mich viele Teile des Sets an Hands Like Houses, ohne daß die Schweden wie eine kopie klängen. Philip scheute die Nähe zum Publikum nicht, lächelte aus nächster Nähe in die Linsen der Smartphones, auf denen einige Gäste Momente der Show auf Video aufnahmen (und trotzdem Spaß dabei hatten) und wanderte von rechts nach links und zurück. Sehr sympathisch, fannah und beherzt - top Start des Abends.

Weiter ging's mit Blood Youth, die ich zuletzt als Support von Prophets Of Rage erleben durfte. In der Mitsubishi Electric Halle noch etwas verloren wirkend hatte die zum Quartett  herangewachsende Band mit Matt Hollinson aka Big Les am Bass an ihrer Performance gearbeitet und Sänger Kaya nutzte den Raum auf der Bühne. Mitten im Set kurz Aufruhr - nach wenigen Sekunden brach die Band einen Song ab. Ein Gast schien zu Boden gegangen zu sein und der Sänger sorgte sich um dessen Wohl. Nach einigen Rückfragen Entwarnung. Und die Bitte "We want you to run into each other - likes friends.". Deutlich härter als Normandie ebneten Blood Youth dem Headliner den Weg, auch mit Songs, die via "This is for the Hardcore-Kids" angekündigt wurden. Kaya sprang zum Abschluss noch ins Publikum und ließ sich auf Händen zurück auf die Bühne schieben. Man darf gespannt auf's neue Album sein.

Gegen 21:45 Uhr wüteten dann Crossfaith zum Einmarsch-Technobeat gen Bühnenposition. Das Quintett war zur Tour um einen weiteren Gitarristen verstärkt worden und es wurde eng auf der kleinen Fläche, nicht allein wegen der Synthesizer. Dank der Egoriser konnte jedoch jeder mal "frische" Luft schnappen. Und die Menge tobte. Außer To The Rats And Wolves, Eskimo Callboy oder den frühen His Statue Falls fallen mir spontan wenig vergleichbare musikalische Acts ein, die Elektrobeats mit Metalcore so verbinden, wie es die Japaner tun. Die Halle wandelte sich zu einer großen Party und die Anwesenden taten es der Band gleich - ausrasten. Und das an einem Montag.

Alle Photos findet ihr hier bei Facebook.

➡ Crossfaith ➡ Blood Youth ➡ NORMANDIE @ Gebäude 9, 08.10.2018 © 2018 www.quintenquist.com - Please tag this page/credit...

Gepostet von Quinten Quist Konzertphotographie am Freitag, 12. Oktober 2018

Das schwedische Trio Port Noir aus Södertälje ist nach langer Abstinenz zurück mit seiner neuen Single "Old Fashioned", die heute via InsideOut Music erschienen ist. Die groovige Nummer beendet die Durststrecke nach dem 2016er "Any Way The Wind Carries" und ist klanglich irgendwo zwischen Muse, Chevelle und Don Broco angesiedelt und kombiniert gekonnt den alten Alternative Prog Rock der Band mit der Tanzbarkeit des ungewöhnlichen Discosongs "Neon" der gleichnamigen EP.

Wann eine neue Platte zu erwarten ist oder wo man die Herrschaften live erleben darf, ist noch unklar. Streamen und kaufen könnt ihr die Nummer auch hier.

Nach dem wunderschönen handgemachten Video zu "Alien Shivers", an dem VOLA-Bassist Nicolai und seine Partnerin Anne ca. zwei Monate arbeiteten, ist heute das komplette Album "Applause Of A Distant Crowd" via Mascot Records erschienen.

Produziert wurde die Platte von Sänger Asger Mygind, gemastert vom preisgekrönten Andy VanDette, der bereits für Sevendust, Skillet oder die Beastie Boys arbeitete. Klanglich sollten sich eingesessene Fans direkt im neuen Werk wiederfinden. Womit sie sich aber arrangieren müssen, sind die weniger komplexen und eher flächigen Kompositionen, die mehr Atmosphäre und Ruhe schaffen als hektische Momente, wie sie auf dem Vorgänger "Inmazes" des öfteren vorkamen.

Da ist zum Beispiel das verträumte "Vertigo", das von reduziertem Instrumenteneinsatz und Asgers sonorer Stimme lebt. Oder der geshuffelte Titeltrack, der erst zur Mitte anzieht sowie der Abschluss der Platte "Green Screen Mother", bei dem Asger allein von Martins Keyboard-Klängen begleitet wird. Dem entgegen stehen aber dann straighte Progrock-Nummern wie "Ghosts" oder "Still".

VOLA haben keine zweite "Inmazes" geschaffen, sondern probieren sich aus, nutzen ihr Potential an den Synthies und am Mikro und erweitern ihren musikalischen Katalog um Nummern, die auch ein breiteres Publikum ansprechen könnten. Auf der aktuellen Tour mit Monuments werden auch bereits neue Tracks gespielt. Wenn ihr die Möglichkeit habt, schaut sie euch an. Es lohnt sich.

Bestellen könnt ihr die Platte z. B. hier.

Google Play Music:

https://play.google.com/music/m/Bb3wgegvozrrquhuvuwjycgwc6y?t=Applause_Of_A_Distant_Crowd_-_VOLA

Nach "Jaws" haben Sleep Token, das Mysterium aus UK, das von "Vessel" angeführt wird und Ambient, Soul und Prog-Post-Metal verbindet nun die nächste Single "The Way That You Were" veröffentlicht. Die gospelartige Nummer kommt gänzlich ohne Drums und Gitarren aus und fokussiert alleine auf die Stimme des unbekannten Sängers sowie die Orgel-Instrumentierung. Es gibt leider auch weiterhin keine Infos zu einem kommenden Album bzw. einer Tour hierzulande.

Streamen und kaufen könnt ihr den Song auch hier.

Um es in den Worten der Jünger zu sagen: Worship!

Nach "Even In Death", der B-Seite des aktuellen Albums "Fail You Again" (Pure Noise Records) haben Can't Swim nun die erste Single des kommenden Albums "This Too Won’t Pass" veröffentlicht, das am 16. November wieder über erwähntes Label erscheint. "My Queen" heißt die Nummer, die wahrlich ein grandioses erstes Signal ist. Anfänglich im Emo/Alternative versunken zeigt der Song zum Ende hin seine brachiale Post-HC Seite.

Basis des Aufnahmeprozesses war die Auseinandersetzung von Chris LoPorto (Gesang) mit dem Begriff "Evil" (böse, schlecht), einem Begriff, der alles zusammenfasst, was er an Böswilligkeit fühlt über eine Reihe von Elementen in seinem Leben, seien es die Ereignisse seiner Vergangenheit, die ihn nicht loslassen oder das eigene Fehlverhalten, das er in seiner unmittelbaren Umgebung und der Gesellschaft als Ganzes beobachtet.

Problems haunt you, infect you, and in time become a part of who you are,” LoPorto explains, “You might find ways to distract yourself or try and forget but every time you look in the mirror you’ll only see reminders of what you hate. Evil surrounds us and in time, becomes a part of who we are. Let this band be a reminder of that.” - Chris LoPorto (Lead Vocals)

Tracklist:

1. What Have We Done
2. My Queen
3. sometimes you meet the right people at the wrong times
4. Hell In A Handbasket
5. Congratulations, Christopher Hodge
6. Malicious 444
7. Not The Way It Was
8. Amnesia 666
9. Daggers
10. Winter of Cicada

Vorbestellen könnt ihr die Platte hier (die meisten Vinyl-Editionen in anderen Shops sind bereits ausverkauft, also seid schnell).

Seas, das sind Chris HughesPeter Krpan und Erik Hughes (alle Moneen), Michael Bolt und Adrian Mottram (Sights And Sounds). Dem geneigten Post-HC/Emo-Fan wird hier schnell klar, was hier an kreativem Potential zusammenkommt. 2011 nahm Chris Hughes die EP "Fragments and Dreaming" noch alleine auf, während auf dem Debütalbum "Fade Out Into The Night" 2013 bereits alle Musiker zusammenarbeiteten.

With the first full-length, I intentionally did everything other than the drums and bass on my own – in a way just to prove something to myself; I just needed to. This time, I felt more comfortable writing the songs and then leaving them kind of bare to let the other guys make their marks.

Heute gibt es die erste Single "Without A Sound" vom am 09. November via Dine Alone Records erscheinenden Album "Cursed". Melancholischer Indie/Alternative/Emo-Rock erster Klasse und ein Muss für alle Fans der frühen 200er Emo-Welle.

Vorbestellen könnt ihr das Album (physisch scheinbar nur aus Kanada) hier.